Leichte Organisation mit Remember The Milk #2

Gestern kam über den RTM-Blog ein kleiner Tipp, den ich so bereits praktiziert habe. Dennoch wollte ich ihn an dieser Stelle nochmal erwähnen und um einen weiteren Tipp erweitern!
Kurz umschrieben empfiehlt der Blogeintrag, dass man Suchlisten auch über RTM verwalten sollte. DVDs, CDs, Bücher, alles, was man irgendwann mal kaufen oder ansehen will, kann man in einer separaten Liste hinterlegen und hat z.B. mit einem modernen Mobiltelefon per Internet immer Zugriff auf diese Listen. So verspricht der RTM-Blog Zeit- und Frustersparnis, wenn man in der Videothek vor den Regalen voller Filme steht, und nicht weiß, was man ausleihen mag (;

Nun kann man diesen Tipp aber auch erweitern: Man gibt die Suchlisten für die Öffentlichkeit frei. Und schon hat man einen öffentlich zugänglichen Wunschzettel, wie man ihn z.B. von Amazon kennt, nur eben unabhängig von dem Online-Handel und mit beliebigem Inhalt füllbar!
Die freigegebenen Listen sind dann einsehbar über http://www.rememberthemilk.com/home/USERNAME
Einziger Wermutstropfen an der Sache: Wenn man z.B. bei Büchern die ISBN-Nummer als Notiz zu der „Aufgabe“ hinterlegt hat, schaut der Betrachter in die Röhre. Die Notizen werden nämlich nicht veröffentlicht. So bleibt wieder nur der Link zu Amazon als Lösung (;

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Ubuntu 9.10-rc auf dem PC

Ich konnte es ja nicht lassen! Nachdem ich mir den Ubuntu 9.10-rc auf meinem Netbook installiert hatte, und alles schon einen so guten und runden Eindruck gemacht hat, habe ich ein paar freie Minuten dafür genutzt, auch auf meinem großen Rechner mal ein Upgrade zu fahren! Dies ging relativ einfach mit einem simplen:
sudo do-release-upgrade -d;

Es hat natürlich einige Zeit gedauert, bis alle neuen Pakete runter geladen und die alten ersetzt haben. Doch dies lief alles ohne große Probleme, so dass ich nach einem Neustart recht bald mit dem neuen Login-Screen begrüßt wurde. Zunächst gab es wie auch auf dem Netbook den Hinweis, dass die Sprachpakete nicht vollständig wären, doch mit zwei Klicks war auch hier ein Update eingespielt.

Dadurch, dass ich nicht einfach das System komplett neu aufgespielt habe, sondern einfach nur ein Upgrade gemacht habe, habe ich natürlich auch noch viel unnötigen Ballast auf dem System und einige Konfigurationen, die bei einer Neuinstallation wohl auch schöner wären. Doch diesen Schritt mache ich wohl erst mit der Final-Version Ende nächster Woche.

Bisher sind mir aber beim Release-Canditate noch einige unschöne Sachen aufgefallen:
Gwibber kommt mit meinem Lieblings-Icon-Set buuf deuce nicht zurecht. Wahrscheinlich gibt es dort nicht die Icons in der gewünschten Größe und werden von Gwibber anscheinend auch nicht passend klein gerechnet. (Siehe Screenshots).
Gwibber_buufGwibber_normal
Außerdem scheint die Funktion „Clear Window“ oder „Clear Stream“ noch nicht richtig zu funktionieren. Ich bekomme lediglich eine Meldung, das Gwibber unerwartet beendet wurde und ob ich den Fehler melden wolle. Mehr passiert aber nicht, Gwibber ist immer noch da.

Liferea holt sich nicht die Feed-Icons zu einigen Seiten ab (siehe Screenshot). Ob die Synchronisation mit dem Google-Reader richtig funktioniert, sehe ich am Montag im Betrieb, wenn dort alle Feeds vom Wochenende als „ungelesen“ angezeigt werden…
Dafür ist der Feedreader nun deutlich schneller, als in den vorigen Versionen, wenn er die Feeds abholt!
Liferea

Beim indicator-applet-session hat man den Status in ein Submenü verlegt. So ist es meiner Meinung nach nun etwas komplizierter, schnell mal eben seinen Status im Instant Messanger zu wechseln, als vorher, wo man einfach auf das Applet klicken und einen Status direkt auswählen konnte. Doch an das Submenü werde ich mich wohl auch schnell gewöhnen.

Soweit sind zwar noch ein paar Unstimmigkeiten in dem System. Dennoch freue ich mich auf die fertige Version Ende der Woche (;

Ubuntu 9.10-rc und der eee 701

Heute hatte ich mal die Zeit und Lust mich mit der RC von Ubuntu 9.10 auseinander zu setzen. Die Grundidee war simpel: Momentan nutze ich meinen eee 701 kaum und habe dort schon länger keine Updates mehr gefahren. Also warum soll ich nicht das Teil als Rechner für die Küche nutzen, wo ich meine Musik beim Arbeiten abspielen und Rezepte aus dem Internet direkt lesen kann? Für den mobilen Einsatz kann ich ihn immer noch aus der Küche holen! Und in einem kann ich nun auch direkt die neue Ubuntu-Version testen, die als Final auch auf meinen Rechner soll!

Also das Image der Beta von Ubuntu.com runtergeladen und mit Unetbootin auf eine SD-Karte gespielt!

Wie angekündigt läuft alles out of the box! Keine großen Probleme mehr mit der kleinen Auflösung oder der WLAN-Karte, innerhalb weniger Minuten war das System komplett installiert.
Natürlich musste etwas Aufräumarbeit geleistet werden: Xsane runter, denn Scannen werde ich mit dem Teil nicht. Ebenso OpenOffice.org-Impress und –Draw, F-Spot, alles um Bluetooth und auch Empathy ist wieder von meinem kleinen gewandert! Denn so tolle Features der neue Standard-Messanger von Ubuntu auch unterstützt, in der Usability fehlt noch einiges zum mittlerweile gut ausgereiften Pidgin.
Bei dem Tauben-Client fiel mir dann auch auf, dass hier nun auch eine Unterstützung für den Myspace-Messanger existiert! Doch die funktionierte gerade im Test nur lesend, aber nicht schreibend. Schade – oder wohl auch besser so, denn dieses Netzwerk benutze ich eigentlich eher ungerne (;
Neben Pidgin musste ich auch Gwibber händisch nachinstallieren. Komisch, ein RDP-Client und Transmission (Torrent-Client) werden von Haus aus installiert, wo ich mich oftmals nach dem Sinn frage! Twitter ist heute in aller Munde, aber wer nutzt bitte privat RDP, wenn er nicht unbedingt was mit IT macht? Egal, diesen Ballast habe ich auch erstmal entfernt und mich am neuen Gwibber gütlich getan. In der Version 2.0 des Microblogging-Clients sieht alles schon viel brauchbarer aus, als noch in Version 1.x! Man kann die Accounts filtern (also z.B. nur Twitter oder Identi.ca anzeigen lassen) und das UI sieht irgendwie runder aus in der neuen Dreiteilung.
Auch wenn ich privat gerne meine Desktop-Clients für bestimmte Anwendungsfälle habe, habe ich auf dem eee dieses Mal auf Liferea (Feedreader) und Evolution (PIM) verzichtet. Diese beiden Applikationen haben sich bisher auf dem 7″-Display als nicht unbedingt brauchbar herausgestellt und die Google-Anwendungen für die beiden Bereiche sind durch das Web-Interface wesentlich flexibler und mit mehr Features ausgestattet.

Für das Abspielen von Musik habe ich mich einem besonderen Feature in Rhythmbox erinnert: Durch das Plugin für DAAP-Musikverteilung kann ich meine Musik-Sammlung von meinem Rechner streamen. Dazu muss nur dort und auf dem eee Rhythmbox mit dem Plugin laufen und über mein WLAN funktioniert das auch wunderbar!

Was aber selbst in der aktuellen Ubuntu-Version noch ein unschönen Fehler ist: Nach dem Start bekomme ich eine Meldung, dass mein Akku-Stand sehr niedrig sei, und dieser eventuell beschädigt wäre. Dieses Problem mit dem eee 701 ist schon länger bekannt und wurde scheinbar nicht beseitigt. Denn der Akku ist in tadellosem Zustand und wird im anschließenden Gebrauch auch mehr oder minder richtig ausgewertet.
Ansonsten war ich etwas enttäuscht über die Bootzeiten. Im Voraus hieß es noch, dass Ubuntu 9.10 auf SSDs optimierte Funktionen verwendet, wodurch der Bootprozess deutlich unter 10 Sekunden liegen soll. Doch mit gut 20 Sekunden bis zum Login-Screen kann ich auch leben. Auch wenn ich der Meinung bin, dass „Karmic Koala“ nun etwas länger nach dem Login braucht, bis er die Oberfläche darstellt, als es die vorigen Versionen Ubuntu gebraucht haben. Doch das kann nun auch rein subjektiv sein (;

Auch wenn ich bisher noch nicht wirklich intensiv die neue Ubuntu-Version getestet habe, bin ich mal wieder hellauf begeistert! Gnome-Do ist in der neusten Version installiert, Gwibber ist ganz aktuell und Liferea sollte nun eigentlich auch eine brauchbare Version (mit Google-Reader-Support) haben, so dass sich die beiden letztgenannten nicht mehr mit den PPAs gegenseitig aushebeln! Auch von den dunklen Brauntönen in der GUI bin ich positiv angetan, ich denke, dass ich auch auf meinem Rechner später nicht mehr viel am Theme rumspielen werde! Nun bin ich mal gespannt, was die Final-Version bringt und wie sich der „Karmic Koala“ auf einem richtigen PC anfühlt. Ich denke, in einer Woche kann ich dazu mehr sagen!

Soup.io – Ein MashUp zum eigenen Web2.0

Das Web2.0 bietet viele Informationen und Interaktions-Möglichkeiten: Lieblingslieder, Blogposts, Termine, Status-Updates, Bilder und Video-Uploads, Lesezeichen-Verwaltung und vieles mehr kann man in Social Networks mit anderen Teilen oder einfach nur publizieren. Doch meist hat man für die verschiedenen Belange auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Anlaufstellen: Blogs schreibt man auf WordPress.com, Konzert-Termine publiziert man auf Last.fm, Bilder läd man auf Picassa oder Flickr, Status-Updates macht man bei Twitter oder Identi.ca, Videos veröffentlicht man auf Youtube und Lesezeichen hinterlässt man bei Delicious. So hat man schnell eine Vielzahl von Seiten, die man besuchen muss, um eventuell auch den Aktivitäten von Freunden zu folgen und bekommt oftmals auch nicht alles mit.

Soup.io

Da setzt die Idee von Soup.io an! Soup.io versteht sich als „Eintopf aus dem Internet“. Der Benutzer hat nach kurzer und schneller Anmeldung direkt die Möglichkeit Inhalte wie auf einem „normalen“ Tumblelog anzulegen, oder aus seinen anderen Web2.0-Aktivitäten zum importieren.

Tumblelog

Also Tumblelog bezeichnet man Online-Tagebücher, in denen u.a. kurze Texte, Links, Bilder, Kurzvideos und Zitate veröffentlicht werden, die dem Autor beim Surfen im Internet aufgefallen sind. So kann man direkt Texte, Links, Zitate, Bilder, Videos, Dateien, Bewertungen und Termine über Soup.io veröffentlichen. Soweit ist dies noch nichts besonderes und kann in dieser Form auch über einen normalen Weblog abgehandelt werden.

Mashup

Im Mashup liegt hingegen die große Stärke von Soup.io! Ich zum Beispiel schreibe Status-Updates auf Twitter, speichere Links in Delicious, vermerke Konzert-Termine bei Last.fm und blogge auf WordPress.com. Nun bietet mir Soup.io die Möglichkeit, all diese Informationen von all diesen Diensten zu sammeln und gebündelt auf meinem Soup.io anzuzeigen.
Die unterstützten Web2.0-Seiten sind u.a.

  • Delicious
  • Digg
  • Flickr
  • Google-Reader
  • Last.fm
  • Twitter
  • Myspace
  • Youtube
  • DeviantArt
  • Identi.ca
  • Tumblr
  • und natürlich auch eigene RSS-Feeds für z.B. eigene Blogs

Drum und dran

Neben dem eigentlichen Inhalt (ob nun dediziert oder zusammengesucht) gibt es noch Einstellungen zum Aussehen des Tumblelogs (4 Standard-Designs und die Möglichkeit, selber ans CSS zu packen) und Privatsphäre (Öffentlich, Versteckt oder Nur Für Freunde).
Neben dem eigenen Profil kann man auch Verbindungen zu Freunden herstellen und Gruppen beitreten – beides Features, die ich noch nicht probiert habe.

Die Bedienung denkbar einfach und dank moderner Ajax-Technologie sehr schnell und nett anzusehen!

Fazit

Bisher bin ich schlichtweg begeistert von Soup.io! Es bietet einen schönen und übersichtlichen Überblick über meine Web2.0-Aktivitäten, die andere nachvollziehen können, auch ohne bei entsprechenden Netzwerken angemeldet zu sein! Wenn sich doch alles im Internet so leicht miteinander verknüpfen könnte, wäre mein Morning-Coffee auch wesentlich angenehmer (;

http://necrowxrst.soup.io/
http://www.soup.io

Pidgin und Microblogging

Wie schon an anderer Stelle beschrieben benutze ich die Jabber-Schnittstelle, um meine Nachrichten an den Microblogging-Dienst Identi.ca zu schicken. Blöd nur, dass Pidgin mir im „Normalzustand“ nicht mitteilt, wie lang meine Nachricht ist. Also habe ich bisher oftmals eine Rückmeldung von Identi.ca bekommen, dass meine Nachricht zu lang sein.
Doch dies gehört zumindest für mich nun der Vergangenheit an, denn ich habe gerade ein nettes Plugin entdeckt: Character Counting Plugin for Pidgin, das sich nett in die rechte Seite der GtkIMHtmlToolbar einbindet. Natürlich gibt es für das Plugin auch ein Debian-Paket, welches ohne Probleme unter Ubuntu 9.04 läuft! (;

Remember The Milk

Zu Hause übe ich mich schon lange in Getting Things Done. Alle möglichen Aufgaben, die ich in absehbarer Zeit (innerhalb eines Tages, Wochenendes, etc.) erledigen muss, habe ich auf einem kleinen Zettel als ToDos stehen. Für mein Magazin habe ich auch schon diverse Formen ausprobiert, um Release-Date-nahe Verarbeitung von CD-Kritiken und Interviews zu koordinieren und einen Überblick über die verschiedenen Aufgaben zu halten – da mittlerweile viele Promos digital ausgeliefert werden, ist der Stapel an zu besprechenden CDs nicht unbedingt immer der beste Überblick (;

So bin ich auch früher oder später über einen webbasierten Dienst gestolpert, den ich im Folgenden auch hier vorstellen will. Doch lange Zeit habe ich diesen Dienst eigentlich gar nicht benutzt, da mir seine Möglichkeiten, u.a. auf Grund diverser Einschränkungen durch die lückenhafte Integration in meinen Desktop-Client, verwehrt blieben.
Erst, als ich beruflich viel enger in die Projekt-Planung mit einem Ticketing-System involviert war, habe ich die computer-gestützte Erleichterung wieder für mich entdeckt!

Die besagte Webseite dürften einige interessierte Web2.0-Freunde bereits kennen: http://www.rememberthemilk.com
Das Prinzip ist simpel, man registriert sich für einen kostenlosen Account bei Remember The Milk und anschließend kann man Aufgaben in verschiedenen Listen anlegen.

Listen

Listen kann man selber definieren. Lediglich „Eingang“ und „Gesendet“ sind fest vorgeschriebene Listen, die nicht verändert werden können. Neben „statischen“ Listen gibt es auch „Smart-Lists“, das sind Listen, deren Inhalt an Hand von Kriterien dynamisch aus anderen Listen befüllt werden. Eine immer vorhandene „Smart-List“ ist „Alle Aufgaben“, die – wie der Name andeutet – alle Aufgaben, unabhängig von der eigentlichen Liste anzeigt.
Eine andere „Smart-List“ kann man schnell „zusammenbauen“. Will man alle Aufgaben haben, die bis heute fertig werden müssen, sucht man einfach über die kleine Suchmaske oben rechts auf der Webseite nach „due:today“. Die neu erstellte „Smart-List“ kann man über die Aktionen auf der rechten Seite neben den Aufgaben schnell speichern für den späteren Gebrauch.

Tags

Wohl eine der wichtigsten Neuerungen im Web2.0 und äußert hilfreich, wenn man Aufgaben über mehrere Listen hinweg zuordnen will, sind Tags. Tags sind Schlagworte, von denen man beliebig viele einer Aufgabe zuordnen kann. Eine Wolke mit vergebenen Schlagworten sieht man neben dem „Eingang“, Listen werden grau und „richtige“ Schlagworte blau dargestellt. Je mehr Aufgaben ein Schlagwort haben, um so größer wird der Tag dargestellt. Per Klick auf ein Schlagwort wird eine „Smart-List“ erstellt, die alle Aufgaben mit diesem Tag anzeigt.

Notizen

In der Regel kommt es vor, dass man zu einer Aufgabe nicht nur eine kurze Beschreibung dieser braucht, sondern auch weiterführende Informationen. Diese kann man in separaten Notizen (Plural) an einer Aufgabe hinterlegen. RTM speichert zusätzlich, wann eine Notiz angelegt wurde. Will man zu einer Aufgabe nur eine einzelne URL hinterlegen, gibt es unabhängig von den Notizen ein Feld in den Details zu einer Aufgabe an der rechten Seite der Homepage.

Prioritäten

Aufgaben sind verschieden wichtig. Darum kann man bei RTM auch Prioritäten setzen. Von 1 (ganz wichtig) über 3 (weniger wichtig) bis keine Priorität. Hoch priorisierte Aufgaben bekommen eine orange markierung, Priorität 2 ist dunkelblau und die unwichtigste Einteilung hellblau. Alle anderen Aufgaben werden „normal“ angezeigt. Dabei werden die Aufgaben in einer Liste absteigend nach Priorität geordnet – ein Vorteil gegenüber der Papier-und-Stift-Methode (;

Fälligkeiten

Neben der Einstufung in Wichtigkeiten kann es sein, dass eine Aufgabe an bestimmte Termine gebunden ist. Und natürlich erlaubt RTM auch dies in den Details zu einer Aufgabe. Neben festen Daten wie 01.01.2010 kann das Programm auch mit abstrakten Angaben wie „morgen“ oder „today“ umgehen (deutsch und englisch).

Zeitschätzung

Um manche Abläufe genauer zu Planen ist es notwendig, dass man weiß, wie lange ein Vorgang dauert. Dafür gibt es auch ein Feld in den Details.

Wiederholungen

Manche Aufgaben sind wiederkehrend. Zum Beispiel Überweisungen, die man regelmäßig zum Monatsersten tätigen muss und keinen Dauerauftrag eingerichtet hat, den Müll vor die Türe stellen, die Katze füttern, ö.ä. Auch dafür gibt es ein Detail an der Aufgabe.

Orte

Für mich als Privatanwender ein eher vernachlässigbares Feature. Aber unabhängig von Aufgaben kann man bei RTM Orte definieren, die man später mit Aufgaben verknüpfen kann. Z.B. die Adresse der Videothek, wo man eine DVD zurückbringen muss, den Firmensitz des Kunden, wo als Aufgabe ein Update installiert werden muss, ö.ä. Nettes Feature, doch für mich nicht weiter von Belang.

Kontakte, Kollaboration

Interessanter als die Orte sind Kontakte in RTM. Hier kann man Freunde einladen und Listen mit unterschiedlichen Berechtigungen freigeben. „Freigabe“ heißt, dass der erlaubte Benutzer auf dieser Liste auch Einträge verwalten darf. Interessant für Gemeinschaftsprojekte, wie Entwicklung einer Software oder ganz profan: Das Planen der Renovierung der gemeinsamen Wohnung. Denkbare Einsatzgebiete wären auch Haushaltsplan, Essensplan, u.s.w. in einer WG oder Beziehung, wenn der Partner genau so vergeekt wie man selber ist (;

Überblick und Wochenplan

Nun hat man sich einen Haufen von Aufgaben angelegt. Ein paar mit festem Datum, ein paar, die überfällig sind, viele ohne genauere Zeitangaben und alles verteilt über verschiedene Listen. Die Smart-List „Alle Aufgaben“ bietet schon einen guten Überblick. Doch bei vielen Aufgaben erleichtert sie nicht gerade den Gesamtüberblick, sondern erschlägt den Betrachter mit einer langen Liste an unerledigten Aufgaben. Dafür gibt es bei RTM ein nettes Feature: den „Überblick“.
Hier werden in erster Instanz die Aufgaben für Heute, Morgen und Überfällig in drei Listen und die Tag-Cloud angezeigt. Durch einen Klick auf den Link „Wochenplan“ bekommt man eine nette Aufbereitung der Aufgaben, die innerhalb der nächsten Woche anstehen, direkt nach den überfälligen Aufgaben. Alle mit einer Checkbox davor, sodass man die Liste ausdrucken und physikalisch nutzen kann. Bei Bedarf kann man die Checkbox mit einem Stift abhaken, wie man es in der Zeit vor dem omnipräsenten Computer gemacht hat. Fast schon ein schrulliger Anachronismus, oder? (;

Schnittstellen und Tools

Neben der verdammt gut durchdachten, simplen und dennoch leistungsstarken Webseite gibt es noch viele andere Möglichkeiten, wie man Informationen in RTM reinbekommt, oder wieder auslesen kann. Doch an dieser Stelle nur ein grober Überblick, weil die einzelnen Möglichkeiten doch ziemlich mannigfaltig und stellenweise ebenso mächtig sind!
Wer mit Google-Calendar oder GoogleMail arbeitet, kann sich direkt ein Gadget dort einbinden, was einen Überblick über kommende Aufgaben gibt und das schnelle hinzufügen von neuen Aufgaben erlaubt (dazu später mehr).
Der neue Web2.0-Trend Twitter bietet auch eine Bridge zu RTM. Dazu muss man rtm auf Twitter folgen und kann anschließend über direkte Nachrichten seine Aufgaben an den Dienst schicken.
Dank der AdobeAir-RE gibt es auch eine App For The Milk, die sich aber noch in Entwicklung befindet. Das Ergebnis kann sich aber bisher schon sehen lassen und läuft dank dem Framework sowohl unter Windows, Linux und MacOSX.
Weniger gelungen ist hingegen die Integration in das Gnome-Programm Tasque, das wirklich nur die rudimentärsten Features wie Aufgaben, Listen, Priorität, Fälligkeit, Notizen abdeckt. Alternativ kann man auch das (inoffizielle) Plugin für Gnome-Do verwenden, was ich selber aber noch nicht probiert habe.
Für die mobilen Freaks gibt es natürlich auch eine iPhone-App und ein Programm für Android. Selbst Windows Mobile und das Blackberry haben eine Möglichkeit zur Synchronisation. Nur für Symbian-Telefone sieht es schwarz aus ): Bleibt immer noch das mobile Webinterface.
Für die Traditionalisten gibt es aber auch die Möglichkeit, Aufgaben via eMail hinzuzufügen.

„Smart-Add“

Wenn man mit den Grundfunktionen von RTM einigermaßen vertraut ist, und auch mal eben vom Google-Gadget aus Aufgaben nicht nur „nackt“ in den Eingang von RTM legen will, gibt es die nette Möglichkeit des „Smart-Add“. Dieses Feature erlaubt es direkt beim anlegen einer Aufgabe gewisse Parameter mit an zugeben, wie die Liste, zu der die Aufgabe hinzugefügt werden soll, Schlagworte, Dauer der Aufgabe, Priorität und Fälligkeitsdatum.
Am Beispiel:

Milch kaufen #Einkaufen #lebensmittel !1 =15 Minuten @home ^Morgen

Würde eine Aufgabe „Milch kaufen“ in der Liste „Einkaufen“ mit dem Schlagwort „lebensmittel“ anlegen. Die Priorität der Aufgabe wäre ganz hoch, die Aufgabe wäre morgen fällig und würde 15 Minuten dauern. Der Ort wäre der Ort, der unter „home“ bei RTM gespeichert ist. Auf Anhieb sieht das vielleicht noch etwas kryptisch aus (es sei denn, man hat schon mal getiwttert, haha), aber ich denke, man blickt auch ohne IT-Studium schnell hinter die Syntax, zumal die GUI von RTM auch eine Autovervollständigung besitzt, wenn ein entsprechendes Steuerzeichen wie #,!,=,@ oder ^ auftaucht. Und genannter Eintrag im RTM-Blog hilft sicherlich bei weiterem Verständnis: http://blog.rememberthemilk.com/2009/09/introducing-smart-add-a-smarter-way-to-add-your-tasks/

Pro-Account

Neben dem kostenlosen Account gibt es auch noch die Möglichkeit, für $25/Jahrauf einen Pro-Account zu upgraden. Neben der Unterstützung des Entwickler-Teams bekommt man dafür auch neue Funktionen ausschließlich für Pro-Benutzer wie RTM für Android, iPhone / iPod touch, MilkSync für BlackBerry / Windows Mobile oder das Pro Tester Programm.

Nachteile

Neben so einem Haufen an Features gibt es aber leider auch ein paar Nachteile an dem ansonsten unglaublich tollen Programm RTM. So gibt es keinen wirklich überzeugenden, nativen Client für Linux bisher, Synchronisation mit meinem Symbian-Telefon ist nicht möglich und letztendlich der große Nachteil einer jeden Web-App: Ohne Internet taugt die tollste Anwendung in diesem nämlich nichts! Da muss man schlussendlich doch wieder auf Papier und Stift zurückgreifen…
Also hoffe ich mal ganz fest, dass mein Provider nicht nochmal so einen großen Ausfall bei uns hat, wie Anfang des Jahres, wo wir 2 Monate ohne Internet und Telefon da standen und keiner wusste, woran es lag!

Weitere Informationen

Weitere Infos zu Remember The Milk gibt es natürlich auf der Hilfe-Seite der Anwendung, wie auch im RTM-Blog.

rememberthemilk.com

Toleranz und Logik

Ich muss ja gestehen: Bisher hatte ich eigentlich nie Probleme mit meinen Bodymodifications. Zugegeben, so auffällig oder extrem sind sie nicht. Ich habe an beiden Ohren 12mm Loben und am Linken noch einmal ein 6m Lobe hinter dem Großen und ein Helix-Piercing. Und meine einzige Tattoowierung bisher ist über meinen ganzen linken Unterschenkel, also auch nur im Sommer offensichtlich.
Also insgesamt nichts großartig besonderes, und eigentlich sogar kompatibel zu meinem Beruf. Kundentermine im Anzug habe ich bisher auch mit meinen Fleshtunnels absolviert und bin bisher eigentlich nie auf irgendwelche Probleme mit den Löchern gestoßen. Eher im Gegenteil, die Akzeptanz war meist verdammt hoch.

Doch gestern war ich auf der Premiere eines Kunstfilms von einem Bekannten. Als ich in der Lokalität dann an der Theke einen Kaffee und ein alkoholfreies Bier bestellt habe – was wohl auch nicht so recht in das typische Klischee vom gepiercten Assi passt – wurde ich von einer Frau neben mir mit den Worten „Igitt“ angesprochen. Ich dachte schon, es ginge um das alkoholfreie Bier, bis sie mich auf die Löcher angesprochen hat. Ich entgegnete noch freundlich, dass die Größe eigentlich irrelevant ist, denn auch schon ihre kleinen Ohrringe brauchen Löcher in den Ohren. Nur eben etwas kleiner.
Schnell wurden meine gedehnten Tunnel aber als „abartig“ tituliert und andere Dehnungen, die besagte Person bei diversen Punkern hier in Aachen gesehen hat in die Diskussion eingezogen: gedehnte Wangen, Nasenlöcher, Unterlippen. Und das wurde noch mehr als Perversion, als meine Veränderungen abgestempelt. Als ich dann den Initiationscharakter und den Ursprung aus fremden Kulturen ansprach, hieß es nur: „Aber nicht in Mitteleuropa!“ – Ach so, Feng Shui, Yoga und Sushi dürfen wir also übernehmen, aber keine anderen Aspekte, wie Gesichtstattoowierungen und Dehnungen?
„Nein, das geht nicht! Nicht hier in Europa! Außerdem sind Gesichtstattoowierungen etwas anderes. Die Ohrlöcher sind ja Körperverletzungen!“ Ach so! Eine Tattoowierung ist also keine Körperverletzung und wird auch an Hals, Händen und im Gesicht akzeptiert? Nette Info!
Nachdem mir die Diskussion dann doch etwas zu einseitig wurde, bin ich mit den Worten gegangen, dass nicht nur Dehnungen oder Tattoowierungen ein Eingriff in die Ursprünglichkeit des Körpsers seien, sondern auch simple Prozesse wie Haareschneiden oder das Stutzen von Nägeln eine Veränderung des Körpsers in seiner Natürlichkeit seien. Da schaute die Frau nur groß und immer noch verständnislos…

Ich bin über jedes Arschgeweih und über jede Pop-Band wie Linkin Park froh, die Tattoowierungen und auch geweitete Loben der breiten Masse näher bringen. So wird aus einem scheinbar extremen Trend heraus eine Desensibilisierung gegenüber aufrichtigen Körperveränderungen gebildet und in hoffentlich wenigen Jahren treffen wir dann auch hier, im ach so toleranten und gebildeten Europa auf die gleiche Akzeptanz von Körperveränderungen, wie in Afrika oder Asien!
Solange kann ich so engstirnige und dumme Menschen nur bedauern, die alles Fremde mit Angst und Ablehnung strafen.