Felis catus – Terrarienhaltung möglich

Wie sicherlich jedem Terraristen mit Hauskatze bekannt: Die haarigen Vierbeiner melden ziemlich schnell ein appetitreiches Interesse an den Leckereien hinter Glas an!
So ist unser kleiner Derwisch ziemlich scharf auf unser Chamäleon, die Schlangen – besonders nach der Fütterung, so eine mausgefüllte Schlange ist sicherlich ein doppelter Leckerbissen – und natürlich die Skolopender.
Ihr liebstes Spielzeug sind kleine Gummi-Skolopender, die meine Freundin mir mal geschenkt hat. Richtig liebevoll nagt sie da immer die Schleppläufe und Laufbeine ab und erfreut sich mit einem spielerischen Hass an ihrem Übungsobjekt, nur für den Fall, dass mal eines meiner lebenden Tiere aus einem Becken entkommen sollte.

Nachdem dann mein großer Sc. s. dehaani verstorben war, habe ich das Becken mal zur Besichtigung offen gelassen, was bei unserem Fellmonster auf reges Interesse gestoßen ist…

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PS: Man beachte das Memento Mori an dem Bild, die Katze steht auf einem Katzenschädel (;

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[Skolopender] März-Übersicht

2009-03-sc-dehaaniZur heutigen Versorgung meiner Tiere dachte ich mir, dass ich schon lange nichts mehr über dieses Hobby gebloggt habe! Zeit, genau diesen Umstand zu ändern (;

Zunächst mal eine eher traurige Nachricht: Am Montag, 09.03.2009 ist mein größter und ältester Skolopender gestorben: Mein Scolopendra subspinipes de haani Yellow Leg aus Vietnam, den meine Freundin mir vor 3 Jahren zum Geburtstag geschenkt hat. Dieses Tier war mein Einstieg in das Hobby und mit ca. 20 cm KRL auch ein echter Brocken. Mehr als einmal hat das Tier auf seinen allabendlichen Streifzügen unsere Besucher mit einem Schaudern beglückt (: Außerdem war das zeigefreudige Tier in seinem großen Becken ein sehr beliebtes Beobachtungsobjekt unserer Katze.
Aber man muss dazu sagen: Ich habe das Tier schon im adulten Zustand bekommen. Und von meinem anderen Sc. s. de haani weiß ich, dass es ca. 3-4 Jahre dauert, bis diese Tiere erwachsen sind. Und nun hatte ich den Vietnamesen auch 3 Jahre, also kann ich locker davon ausgehen, dass das Tier ca. 7 Jahre alt war. Ganz schön beachtlich für so ein Krabbeltier, oder?

Meinen anderen Scolopendra subspinipes de haani aus Malaysien, den Cherry Red habe ich nun ca. 2 Jahre. Das Tier ist aber immer noch subadult und gerade mal zwischen 13-15 cm KRL. Dafür ist es flammrot und wird wohl in das freigewordene Becken von dem nun toten Vietnamesen ziehen.

2009-03-sc_mutilans
Von meinem kommunalen Experiment mit den Scolopendra subspinipes mutilans kann ich scheinbar auch nur negatives berichten. Zwar ist das Tier, das ich heute in der Gemeinschaftsbox sehen konnte ordentlich gewachsen und macht einen kräftigen Eindruck, aber dafür, dass in der Kiste mal 5 Tiere waren, ist es etwas zu ruhig. Auch wenn die Tiere eingegraben sein können, glaube ich mittlerweile nicht mehr daran. Vielleicht war es auch etwas zu früh, die Tiere mit ungefähr 4 Monaten bereits zu vergesellschaften? Immerhin greift in der Kinderstube von Mutternatur die natürliche Selektion am ehesten.
Ich warte nun einfach noch etwas ab und werde wohl nächstes Jahr den verbleibenden Skolopender aus der Gruppe und seine beiden Geschwister aus der Einzelhaltung nochmal zusammensetzen.

Mindestens genau so erfreulich wie das ordentliche Wachstum bei den Sc. s. mutilans ist das Wachstum meines Scolopendra cingulata mit unbekannter Herkunft! Ich bin mal gespannt, wie das Tier erwachsen aussieht!
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Was mich aktuell noch ein wenig ins Grübeln bringt ist hingegen einer meiner Alipes grandidieri sp.. Hier hat ein Tier ohne ersichtlichen Grund ein Schleppbein verloren, das einfach neben dem Tier unter der Korkrinde lag… Hier werde ich wohl in Zukunft auch vermehrt nach schauen….

[Skolopender] Kurze Statusmeldung

So, gerade habe ich alle meine Tiere versorgt und kann kurze Statusmeldung geben:

Scolopendra subspinipes mutilans: Die Tiere in Einzelhaltung sind wohl auf und munter! Hier gibt es keine besonderen Ereignisse.
Die Tiere in der Gruppenhaltung haben schön ein paar Schaben gefleddert, von denen ich die Überreste rausholen durfte. Aber von den Pedelings habe ich nur zwei zusammen unter einem Stein gefunden! Da ich sehr viel Substrat in dem Becken habe, mache ich mir noch keine Sorgen über eventuellen Kannibalismus. Ich habe keine Überreste des Skolopenders gefunden und warte einfach mal ein paar Tage ab, ob das vermisste Tier noch mal auftaucht…

Mein großer Ethmostigmus trigonopodus in der „Ring Blue Leg“-Variante hat bei der Kontrolle einen ziemlich trägen, steifen und lethargischen Eindruck gemacht. Der Grund war, dass das Tier seinen Wassernapf eingegraben hatte und der Bodengrund auf Grund der guten Ventilation der Faunabox relativ ausgetrocknet war! Nachdem das Tier lange und ausgiebig getrunken hat, geht es ihm nun schon wieder bedeutend besser!

Eine angenehme Überraschung hat mir mein Scolopendra subspinipes de haani Cherry Red bereitet, der nun eine Kopf-Rumpf-Länge von ca. 13cm hat! Als ich das Tier bekommen habe, hatte er eine Gesamtlänge von ca. 7cm! Ich denke, der ist der „kleine“ ist der nächste, der „umgetopft“ wird!