Der Fall

Es war ein richtiges Unglück. Ein Hausgast von uns hat versäumt ihr Fenster zu schließen. Und unsere Katze hat die Gelegenheit ergriffen.

Zunächst wussten wir es nicht: Ist die Katze nun aus dem geöffneten Fenster abgehauen? Oder versteckt sie sich bloß irgendwo in der Wohnung, dem Zimmer mit dem offenen Fenster oder dem angrenzenden Dachboden?

Doch es gab ein riesiges Glück im Unglück. Irgendwie hatte ich eine ungute Ahnung. Ich bin mit einem Freund noch mal um den Block gegangen. Irgendwie wusste ich, dass die akrobatischen Fähigkeiten unserer Katze derer eines Ziegelsteins gleichen. Nirgendwo auf dem Weg fanden wir was. Wir haben unsere Runde fast vollendet, als mein Freund eine Katze unter einem Auto entdeckte. Es war Greti, unsere Katze.

Sie wirkte verwirrt und hatte die gesamte Schnauze voller Blut. Sie ist von unserem Dach aus sechs Stockwerke auf die Straße gestürzt. Dort unten konnte sie sich in Sicherheit vor Hunden, Passanten und Autos bringen.

Nachdem meine Freundin sie eingefangen hatte, war der erste Eindruck erstaunlich positiv. Sie konnte noch gehen und hat sich in unserem Treppenhaus relativ zielstrebig bewegt. In der Tierklinik, die glücklicherweise einen nächtlichen Notdienst hat, war die behandelnde Ärztin auch zuversichtlich und positiv gestimmt. Eine direkte Fraktur war nicht zu erkennen. Lediglich eine Gaumenspaltung wie ein paar kleinere Verletzungen im Mundraum. Zur Überwachung bliebt Greti in der Tierklinik.

Am nächsten Morgen ging es Greti wohl verhältnismäßig gut. Zur Sicherheit wurde der Bauch- und Brustbereich aber noch geröntgt, um innere Verletzungen auszuschließen.

Mittlerweile ist unser Kätzchen wieder zu Hause. Immer noch sichtlich angeschlagen und lädiert schleicht sie durch die Wohnung. Doch insgesamt ist sie wirklich äußerst glücklich davongekommen. Ein Sturz aus dem sechsten Stock – und ihr fehlt gerade mal ein halber Reißzahn…

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Felis catus – Terrarienhaltung möglich

Wie sicherlich jedem Terraristen mit Hauskatze bekannt: Die haarigen Vierbeiner melden ziemlich schnell ein appetitreiches Interesse an den Leckereien hinter Glas an!
So ist unser kleiner Derwisch ziemlich scharf auf unser Chamäleon, die Schlangen – besonders nach der Fütterung, so eine mausgefüllte Schlange ist sicherlich ein doppelter Leckerbissen – und natürlich die Skolopender.
Ihr liebstes Spielzeug sind kleine Gummi-Skolopender, die meine Freundin mir mal geschenkt hat. Richtig liebevoll nagt sie da immer die Schleppläufe und Laufbeine ab und erfreut sich mit einem spielerischen Hass an ihrem Übungsobjekt, nur für den Fall, dass mal eines meiner lebenden Tiere aus einem Becken entkommen sollte.

Nachdem dann mein großer Sc. s. dehaani verstorben war, habe ich das Becken mal zur Besichtigung offen gelassen, was bei unserem Fellmonster auf reges Interesse gestoßen ist…

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PS: Man beachte das Memento Mori an dem Bild, die Katze steht auf einem Katzenschädel (;