Ubuntu 9.10-rc und der eee 701

Heute hatte ich mal die Zeit und Lust mich mit der RC von Ubuntu 9.10 auseinander zu setzen. Die Grundidee war simpel: Momentan nutze ich meinen eee 701 kaum und habe dort schon länger keine Updates mehr gefahren. Also warum soll ich nicht das Teil als Rechner für die Küche nutzen, wo ich meine Musik beim Arbeiten abspielen und Rezepte aus dem Internet direkt lesen kann? Für den mobilen Einsatz kann ich ihn immer noch aus der Küche holen! Und in einem kann ich nun auch direkt die neue Ubuntu-Version testen, die als Final auch auf meinen Rechner soll!

Also das Image der Beta von Ubuntu.com runtergeladen und mit Unetbootin auf eine SD-Karte gespielt!

Wie angekündigt läuft alles out of the box! Keine großen Probleme mehr mit der kleinen Auflösung oder der WLAN-Karte, innerhalb weniger Minuten war das System komplett installiert.
Natürlich musste etwas Aufräumarbeit geleistet werden: Xsane runter, denn Scannen werde ich mit dem Teil nicht. Ebenso OpenOffice.org-Impress und –Draw, F-Spot, alles um Bluetooth und auch Empathy ist wieder von meinem kleinen gewandert! Denn so tolle Features der neue Standard-Messanger von Ubuntu auch unterstützt, in der Usability fehlt noch einiges zum mittlerweile gut ausgereiften Pidgin.
Bei dem Tauben-Client fiel mir dann auch auf, dass hier nun auch eine Unterstützung für den Myspace-Messanger existiert! Doch die funktionierte gerade im Test nur lesend, aber nicht schreibend. Schade – oder wohl auch besser so, denn dieses Netzwerk benutze ich eigentlich eher ungerne (;
Neben Pidgin musste ich auch Gwibber händisch nachinstallieren. Komisch, ein RDP-Client und Transmission (Torrent-Client) werden von Haus aus installiert, wo ich mich oftmals nach dem Sinn frage! Twitter ist heute in aller Munde, aber wer nutzt bitte privat RDP, wenn er nicht unbedingt was mit IT macht? Egal, diesen Ballast habe ich auch erstmal entfernt und mich am neuen Gwibber gütlich getan. In der Version 2.0 des Microblogging-Clients sieht alles schon viel brauchbarer aus, als noch in Version 1.x! Man kann die Accounts filtern (also z.B. nur Twitter oder Identi.ca anzeigen lassen) und das UI sieht irgendwie runder aus in der neuen Dreiteilung.
Auch wenn ich privat gerne meine Desktop-Clients für bestimmte Anwendungsfälle habe, habe ich auf dem eee dieses Mal auf Liferea (Feedreader) und Evolution (PIM) verzichtet. Diese beiden Applikationen haben sich bisher auf dem 7″-Display als nicht unbedingt brauchbar herausgestellt und die Google-Anwendungen für die beiden Bereiche sind durch das Web-Interface wesentlich flexibler und mit mehr Features ausgestattet.

Für das Abspielen von Musik habe ich mich einem besonderen Feature in Rhythmbox erinnert: Durch das Plugin für DAAP-Musikverteilung kann ich meine Musik-Sammlung von meinem Rechner streamen. Dazu muss nur dort und auf dem eee Rhythmbox mit dem Plugin laufen und über mein WLAN funktioniert das auch wunderbar!

Was aber selbst in der aktuellen Ubuntu-Version noch ein unschönen Fehler ist: Nach dem Start bekomme ich eine Meldung, dass mein Akku-Stand sehr niedrig sei, und dieser eventuell beschädigt wäre. Dieses Problem mit dem eee 701 ist schon länger bekannt und wurde scheinbar nicht beseitigt. Denn der Akku ist in tadellosem Zustand und wird im anschließenden Gebrauch auch mehr oder minder richtig ausgewertet.
Ansonsten war ich etwas enttäuscht über die Bootzeiten. Im Voraus hieß es noch, dass Ubuntu 9.10 auf SSDs optimierte Funktionen verwendet, wodurch der Bootprozess deutlich unter 10 Sekunden liegen soll. Doch mit gut 20 Sekunden bis zum Login-Screen kann ich auch leben. Auch wenn ich der Meinung bin, dass „Karmic Koala“ nun etwas länger nach dem Login braucht, bis er die Oberfläche darstellt, als es die vorigen Versionen Ubuntu gebraucht haben. Doch das kann nun auch rein subjektiv sein (;

Auch wenn ich bisher noch nicht wirklich intensiv die neue Ubuntu-Version getestet habe, bin ich mal wieder hellauf begeistert! Gnome-Do ist in der neusten Version installiert, Gwibber ist ganz aktuell und Liferea sollte nun eigentlich auch eine brauchbare Version (mit Google-Reader-Support) haben, so dass sich die beiden letztgenannten nicht mehr mit den PPAs gegenseitig aushebeln! Auch von den dunklen Brauntönen in der GUI bin ich positiv angetan, ich denke, dass ich auch auf meinem Rechner später nicht mehr viel am Theme rumspielen werde! Nun bin ich mal gespannt, was die Final-Version bringt und wie sich der „Karmic Koala“ auf einem richtigen PC anfühlt. Ich denke, in einer Woche kann ich dazu mehr sagen!

One thought on “Ubuntu 9.10-rc und der eee 701

  1. Chris Schmitz (necrowxrst) 's status on Friday, 23-Oct-09 22:33:23 UTC - Identi.ca

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