Copy Kills Music

Seitdem es das Internet gibt, leidet die Musikindustrie unter MP3s und Raubkopierer! Vorher hat es so was nicht gegeben….

(Gefunden in irgendeinem Picdump….)

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Nokia 5800 – ein kleines Windows?

Bekanntlich habe ich ja ein Nokia 5800 Xpress Music. Damals habe ich mir das zur „Vertragsverlängerung“ bei o2 geholt. Im Endeffekt habe ich aber meinen Vertrag aufgelöst, bin auf o2o als Tarif umgestiegen habe mein Mobiltelefon über o2-myHandy erworben. Das tut aber eigentlich nichts zur Sache, bis auf den Umstand, dass o2 scheinbar seine Mobiltelefone mit einem Branding ausstattet. Das heißt, die angebotene Firmware wird von o2 reglementiert und vielleicht sogar modifiziert. Das hatte zunächst nur zur Folge, dass mich mein Arbeitskollege, der das gleiche Gerät ohne Branding hat, immer wieder damit aufgezogen hat, dass er eine neuere Firmware als ich hatte.

Mir sollte das egal sein, denn mein 5800 hat das gemacht, was ich wollte. Bis sich auf einmal das Mobiltelefon nicht mehr als Massenspeicher an meinen PC angemeldet hat, wenn ich es per USB angeschlossen habe. Die wohl potentiell einfachste Lösung kam mir nicht in den Sinn, dazu aber später mehr. Ich bin erstmal zum o2-Laden gegangen und habe das Problem geschildert, und dass ich gerne eine neue Firmware hätte. Der nette Herr hinter dem Tresen meinte darauf, ich solle einfach zum Nokia Service Point gehen und mir dort eine Software ohne Branding installieren lassen – was ich eh schon vor hatte. Aber nun mit dem Segen des o2-Angestellten bin ich direkt zum nächsten NSP gegangen und für 30 Euro hatte ich die neue Firmware auf dem Mobiltelefon, inklusive Aufhebung des Brandings.
Dank der integrierten Backup-Funktion hatte ich auch schnell wieder alle meine Einstellungen, Bookmarks und so weiter und auch mein Massenspeicher-Problem war behoben,

Nach einigen Wochen hatte ich aber auf einmal das Problem, dass bei jedem Anruf den ich geführt habe, ein regelmäßiges Piepgeräusch zu hören und die Lautstärkereglung sichtbar war. Zunächst wollte ich wieder zum Service Point, doch ich entschloss mich, erstmal mein Mobiltelefon neu zu starten – und das Piepen war weg.

Nun habe ich vor kurzem einen Anruf bekommen: Warum ich denn nicht auf SMS antworten würde? – Ich habe keine SMS bekommen – dachte ich!
Denn als ich in meinem Eingang nachgeschaut habe, waren da aus dem letzten Monat 10 SMS, über die ich nicht benachrichtigt wurde! (Ich bekomme generell wenige SMS und entsprechend war mir das nicht aufgefallen)
Nach etwas googeln stand schnell fest: Ich war mit dem Problem nicht alleine und scheinbar war das kein Einstellungsproblem, sondern einfach ein allgemeines Problem. Die Lösung ist so trivial, dass es schon wieder lustig ist: Das 5800 neustarten – und schon läuft alles wieder wie gewollt.

Im Nachhinein hätte ich mir vielleicht auch mit dem Massenspeicher-Problem ein Softwareupdate sparen können. Doch ich bin mit der neuen Software eigentlich sehr zufrieden und bereue es entsprechend auch nicht.
Nur finde ich es ein Unding, dass ich immer wieder Probleme mit dem Gerät habe, die einen Neustart benötigen. So was hatte ich zuletzt, als ich noch Windows verwendet habe – was nun auch wieder 5 Jahre her ist q:

Aus dem Web

Heute flattern mir direkt zwei mehr oder minder interessante, oder zumindest hier erwähnenswerte Nachrichten in meinen Feed-Reader. Darum habe ich sie mal zu einem eigenen Beitrag zusammengefasst:

1. Goosh
Linux-User kennen das: Auch wenn es für alles ebenfalls eine GUI gibt, ist man immer noch schneller über die Konsole. Und das gleiche hat sich Stefan Grothkopp gedacht, der kurzerhand in JavaScript eine Konsole rund um die Welt von Google gebastelt hat. Das Ergebnis ist die Google Shell, kurz Goosh: http://goosh.org/
Interessantes Spieltzeug, aber wohl eher als Proof-Of-Concept zu sehen, denn als wirkliche Alternative zum Original.

Danke an den Trompetenkäfer!

2. Facebook öffnet seinen Chat für Desktop-Clients
Diese Nachricht ist wohl auch interessanter für nicht Geeks (; Auch wenn man bisher den Facebook-Chat im Pidgin mit einem Plugin einbinden konnte, hat es nicht immer so sauber funktioniert und hat eben die Nachinstallation von besagtem Plugin vorausgesetzt.
Nun hat Facebook die Chat-Schnittstelle nach außen hin geöffnet und verwendet dazu das XMPP-Protokoll (Jabber). Also kann jeder Jabber-fähige Desktop-Client auch den Facebook-Chat einbinden.
Username: Der Accountname bei Facebook.
Server: chat.facebook.com
Passwort: Ratet mal (;
WICHTIG: Damit alles funktioniert muss „SSL/TLS“ deaktiviert sein!

Danke an Christoph von LinuxUndIch!

Flexibilität

Wie viele Menschen sich selber doch als flexibel und offen für Neues ansehen. Doch in Realität sind aufgeschlossene und anpassungsfähige Menschen unglaublich rar! Neben aktuellen Ereignissen in meinem Betrieb gibt es noch einen viel offensichtlicheren, allgemeineren Auslöser für diesen Beitrag.
Facebook hat gestern sein „Dashboard“ umgestellt und meiner Meinung nach modernisiert und übersichtlicher gestaltet. Doch kaum gibt es das neue Design, schon gibt es auch die erste Anti-Gruppe: I want old Facebook back .
Ähnliche Aufschreie gab es auch, als Myspace das „Dashboard“ geändert hat und alle Neuigkeiten wie Status-Meldungen, Bulletins und Blogs zusammen in einer Übersicht dargestellt hat. Und ich meine mich auch erinnern zu können, dass es bei dem neuen Dashboard von WordPress auch schon Unkenrufe aus einigen Ecken gab…
An dieser Stelle ist auch ein nettes Beispiel Windows Vista. Hier haben alle Leute gemöppert, weil Microsoft mal Änderungen eingebaut hat und es nicht mehr aussah und funktionierte wie Windows XP. Aber mit Windows 7 ist ja ALLES anders und besser geworden…

Soviel zu dem Thema, nun kann sich jeder seinen Teil denken. Aber ich bin der Meinung, dass wenn alle Menschen so unflexibel wären, wir heute den Begriff „Web 2.0“ nicht kennen würden – und entsprechend auch nicht die Vorteile daraus ziehen könnten.

The JooJoo, ein Tablett-PC

Apple meint, sie haben den Stein der Weisen mit dem iPad erfunden – und scheinbar sind auch viele Fanboys der Auffassung. Das Thema dominierte tagelang alle Medien und war wohl in aller Munde, auch von den Menschen, die sonst eigentlich weniger mit Geek-Gadgets zu tun haben.
Doch dass Tablett-PCs eigentlich schon ein alter Hut sind, scheinen die meisten Leute zu ignorieren oder nicht zu wissen… Egal, dank der „Innovatoren“ mit dem angenagten Apfel werden die Teile wohl mehr in das allgemeine Interesse gerückt und vielleicht kommt Asus mit seinem EEE-Tablett endlich mal aus den Puschen. Und Google wird vielleicht auch noch ein brauchbares Stück Hardware rausrotzen, wenn die Leute alle rattig auf so ein neues Spielzeug werden.
Auch schon lange in der Schwebe war das Crunchpad. Doch scheinbar wurde dieses Projekt eingestellt und firmiert nun unter dem Namen JooJoo: http://thejoojoo.com/

Mal sehen, wie sich dieser Trend durchsetzt und ob die Tabletts zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zu den mittlerweile weit verbreiteten Netbooks werden…

TiddlyWiki

Ich organisiere mein alltägliches Leben mit allerlei Methoden und Werkzeugen. Meine Kontakte und Termine verwalte ich über Google, was auch eine Synchronisation mit meinem Mobil-Telefon vereinfacht, für Aufgaben verwende ich Getting Things Done als Technik, kurzfristige Aufgaben werden auf einem Zettel verwaltet, mittel- bis längerfristige Aufgaben kommen in Remember The Milk. Die Verwaltung meiner Tonträger erledigt die Internet-Datenbank Musik-Sammler.de.
Und bisher habe ich für mittel- bis längerfristige Notizen immer ein paar TXT-Dateien in meiner Dropbox verwendet, derweil kurzfristige Sachen immer noch klassisch auf einem Zettel oder in einem Notizbuch niedergeschrieben wurden.

Doch ich stoße immer wieder auf Probleme, die eine Verknüpfung von Inhalten benötigen. Sicherlich könnte man die Informationen weiterhin in Textdokumenten speichern. Doch über verschiedene Dokumente mit unterschiedlichen Thematiken zu suchen, ist nicht schön. Außerdem werden Informationen oft redundant gespeichert und sind nicht wirklich dynamisch in ihrer Verknüpfung. Doch da bin ich wieder auf ein kleines, aber sehr kraftvolles Tool aufmerksam geworden, das ich vor 5 Jahren schon mal benutzt hatte:

TiddlyWiki

TiddlyWiki ist ein kleines, portables Wiki-System auf Basis von HTML und JavaScript. Es kommt ohne Datenbank aus, da alle Daten eine HTML-Datei persistiert werden. Das erlaubt u.a. den Einsatz als Wissensdatenbank auf einem USB-Stick, wie auch auf dem lokalen PC oder aber auch im Internet zur Kollaboration.
Zum Arbeiten mit TiddlyWiki braucht man lediglich einen modernen Browser, der JavaScript unterstützt.
TiddlyWiki kann man hier runterladen: http://www.tiddlywiki.com/

Verwendung

Die Einsatzgebiete von TiddlyWiki sind sehr flexibel. Als Wissensdatenbank zu einem Themengebiet, wo man viele Teilaspekte miteinander verknüpfen will, oder muss, als Notizsammlung oder auch als elektronisches Tagebuch. Denn die „Journal“-Funktion bietet TiddlyWiki von Haus aus, wo einfach ein sogenannter Tiddler mit aktuellem Datum als Titel erstellt wird.

Aufbau

Dadurch, dass das Wiki nur aus einer Datei besteht und die Inhalte alle dynamisch erzeugt werden, ist der Aufbau nicht linear. Neue Tiddler werden an aktuelle Stelle nachgeladen und man kann beliebig viele Inhalte in beinahe beliebiger Reihenfolge öffnen.
Die Tiddler bilden den kompletten Aufbau des Wikis. über einzelne Tiddler kann man das Hauptmenü, den Seitennamen, den Seiten-Untertitel oder die beim Start des Wikis angezeigten Tiddler konfigurieren.

Tiddler

Als Tiddler wird ein Eintrag im TiddlyWiki bezeichnet. Er besteht aus einem Titel, einem Inhalt und Schlagwörtern, sogenannten Tags.
Im Inhalt eines Tiddlers kann man den Text beliebig formatieren, Bilder und Verlinkungen einfügen. Bei Verlinkung auf einen anderen Tiddler wird dieser optional neu erstellt, sollte er noch nicht existieren. Also so, wie man es von MediaWiki (Grundlage von Wikipedia) kennt.
Das Erstellen von Links auf andere Tiddler geht relativ komfortabel, das Wiki erkennt sogenannte TiddlyWords an der Schreibweise, dem CamelCase (hier ist Camelcase im CamelCase geschrieben. Ein anderes Beispiel: Städteregion (normal) und StädteRegion (CamelCase)). Alternativ kann man aber auch wie bei MediaWiki mit zwei eckigen Klammern einen Link markieren: [[Ein neuer Tiddler]] oder [[Tiddler]].
Weitere Formatierungsmöglichkeiten finden sich im TiddlyWiki-Wiki: http://tiddlywiki.org/wiki/TiddlyWiki_Markup

Tags

Was mir persönlich am besten an TiddlyWiki gefällt: Das Schlagwort-System, wie man es z.B. aus modernen Blogs kennt. Doch bei TiddlyWiki kann man über die Schlagwörter richtige Relationen abbilden. Denn jedes Schlagwort kann ein eigener Tiddler sein und jeder Tiddler kann als Schlagwort fungieren. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich relativ einfach!

Beispiel
Der Tiddler „Wurst“ hat den Tag „Schwein“. Dabei ist „Schwein“ nicht nur ein Stichwort, sondern gleichzeitig auch ein Tiddler, der erklärt, was ein Schwein ist, für „Wurst“ als Schlagwort dient und den Tag „Tier“ hat. Dabei kann der Tag „Tier“ Schlagwort für „Schwein“, „Hund“ und „Katze“ sein. Das Anfangs erwähnte „Wurst“ kann ebenfalls ein Schlagwort für „Frühstück“ sein.

Die entsprechenden Hierarchien werden im Tiddler schön getrennt angezeigt: Links steht, welche Tiddler den aktuellen Tiddler als Schlagwort haben, rechts steht, welche Tags der aktuelle Tiddler selber hat.

Plugins

Ebenfalls ein nettes Feature, was ich aber selber noch nicht ausprobiert habe, ist das Plugin-System von TiddlyWiki. Mir reichen zwar die Standard-Features, wer aber gerne mehr hätte, findet weitere Infos auf http://tiddlywiki.org/wiki/Plugins

Wiki-System, Navigation und Steuerung

Da das TiddlyWiki ein Wiki-System ist, gibt es diverse Sortier-Funktionen. Zum einen kann man sich die Tiddler in linearer Erstellreihenfolge anzeigen lassen, nach Schlagworten sortiert, alle Tiddler in alphabetischer Reihenfolge, gewünschte Tiddler, die noch nicht existieren, Tiddler ohne Verlinkung (Waisen), und diverse System-Tiddler stehen ebenfalls in der Übersicht auf der rechten Seite zur Verfügung.
Die obligatorische Suche fehlt natürlich auch nicht und kann optional mit RegEx gefüttert werden. Zwischen der Suche und der Übersicht über die Tiddler in genannten Sortier-Funktionen, sind nützliche Links wie „Neuer Tiddler“, „Neues Journal“, „speichern“ (Ganz wichtig, weil die Daten sonst nicht in die HTML-Datei geschrieben werden!), Permalink zur aktuellen Ansicht, oder einfach das schließen aller offenen Tiddler.

Optionen

Die Einstellungsmöglichkeiten von TiddlyWiki sind mächtig. Von profanen Dingen, wie der Name des aktuellen Bearbeiters und Animationen über automatisches Speichern bis hin zur RegEx- oder case-sensitiver Suche. Viele weitere Parameter, wie das Encoding können ebenfalls gesetzt werden und auch der Import/die Synchronisation mit anderen TiddlyWikis ist möglich.

Vor- und Nachteile, Fazit

Unter dem Strich bietet TiddlyWiki für den privaten oder mobilen Einsatz eine mächtige Lösung. Verknüpfung und Bearbeitung von Notizen und kleinen Texten geht schnell und unkompliziert. Man muss sich zwar erstmal etwas in die eigene Wiki-Syntax einarbeiten, hat dafür aber keinen großen Aufwand in der Installation oder Konfiguration.
Für größere Projekte und Kollaboration eignet sich TiddlyWiki aber nicht. Dadurch, dass alle Daten in einer Datei gespeichert werden, entsteht viel Overhead und kann nicht direkt von einer zentralen Stelle, wie einer Datenbank nachgeladen werden. Außerdem gibt es keine differentielle Historie, sondern nur ein Backup der eigentlichen HTML-Datei vor dem Speichern einer neuen Version. Ebenso ist eine Bearbeitungshistorie mit Zuordnung zum Bearbeiter nicht möglich. Dafür eignen sich dann wieder andere Systeme wie DokuWiki oder MediaWiki.
Für den Privatgebrauch eignet sich dieses kleine, handliche Werkzeug aber immer noch optimal!

Edit: In meinen markierten Feeds habe ich noch zwei interessante Beiträge zu dem Thema gefunden:
http://pda-und-co.de/linux/2009/12/26/tiddlywiki-speichere-dein-wissen-teil-1/
http://pda-und-co.de/linux/2010/01/08/tiddlywiki-speichere-dein-wissen-teil-2/