MTV’s Musik-Video-Portal

Unter http://www.mtvmusic.com hat MTV ein schlichtes, dafür recht umfassendes Musik-Video-Portal eröffnet!
Besonders ansprechend finde ich dabei, dass nicht nur popkulturelle Musik aus dem normalen Sendebetrieb, sondern auch subkulturelle Musik gefeatured wird, die man sonst oftmals im TV vermisst!
In der Rubrik „Metal“ finde ich beim marginaler Durchsicht aktuell:
Aborted, Amon Amarth, Anthrax, Behemoth, Black Sabbath, Cannibal Corpse, Cattle Decapitation, Cephalic Carnage, Dark Tranquillity, Darkest Hour, Exodus, The Haunted, Job For A Cowboy, Kreator, Misery Index, Morbid Angel, Napalm Death, Overkill, Pig Destroyer, Satyricon, Six Feed Under, Slayer und Suffocation neben vielen weiteren!

Reinschauen lohnt sich also!
http://www.mtvmusic.com

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[Skolopender] Neues Heim für Cherry Red-Dehaani

Nachdem mein „kleiner“ Scolopendra subspinipes dehaani „Cherry Red“ in der letzten Häutung die 13cm Kopf-Rumpf-Länge überschritten hat, wurde es langsam Zeit für ein neues Terrarium. Da ich aber innerhalb der nächsten vier Wochen mit meiner Freundin zusammenziehen werde, wollte ich das Tier solange noch in seiner 13x18x16cm-Box lassen. Dies entspricht zwar nicht den Mindestmaßen für ein Insekten-Terrarium – Normalerweise lautet der Schlüssel Breite = 1 x die Körperlänge des Tieres, Länge 2 x die Körperlänge des Tieres, Höhe = 1 x die Körperlänge des Tieres plus Substrathöhe – Aber für 4 Wochen sollte es dies noch tun.
Nun habe ich aber am Wochenende Verschleißerscheinungen an der Silikon-Verklebung des Lochblechs / der Belüftung der Box festgestellt! Und jeder, der schon mal einen subadulten „Cherry Red“ in Aktion gesehen hat weiß, dass man so ein Tier nicht gerne frei in der Wohnung rumlaufen hat! Das erste Mal hat mir voll und ganz gereicht und ich konnte erst wieder richtig schlafen, als ich das Vieh gefangen hatte!

Aus diesem Grund habe ich heute eine neue Clipbox gekauf und mit dem Lötkolben Belüftungslöcher reingebrannt! Die neue Behausung ist ca. doppelt so groß wie die Alte – in etwa 28x18x28xm – und erlaubt mir nun auch wieder dem Tier etwas mehr Substrat anzubieten. Aktuell ist die Box noch sehr spartanisch eingerichtet – ein Wassernapf, ein Stück Korkrinde und ein Stein, aber das wird sich im Laufe der Woche auch noch ändern!
Lange wird das Tier aber auch nicht in dieser Box bleiben, ich denke innerhalb der nächsten 3-6 Monate wird der „kleine“ Malaysianer in sein Endbecken ziehen, ein Glas-Terrarium von 30x50x30cm!

24.Oktober – Der Todestag von John Peel

Gestern vor 4 Jahren ist John Peel verstorben! John Peel war Radiomoderator beim britischen BBC-Radio und hat sich vor allen Dingen dadurch einen Namen gemacht, dass er sich sehr engagiert für Musik abseits vom Mainstream eingesetzt hat. Viele meiner Lieblingsbands verdanken John Peel ihren großen Durchbruch, u.a.
Aphex Twin, Bolt Thrower, David Bowie, Carcass, The Clash, The Cure, Joy Division, Laibach, Napalm Death, New Order, New Model Army, Nirvana, Pink Floyd, P J Harvey, Pulp, Sex Pistols, The Smiths und Björk.
(nicht alle aufgelisteten Bands finden sich in meinem CD-Regal, aber ich finde dass manche Namen repräsentativer für das Schaffen von John Peel sind, als es z.B. der Name Carcass alleine ist!)

Danke und ruhe in Frieden, John Peel!

[Film] Hellboy 2 – Die Goldene Armee

Ich bin ja bekennender Comic-Fan! Vor allen Dingen jener Comics, die abseits des Alles-Wird-Am-Ende-Gut-Comics und Lupenreinen Superheldenfiguren von DC-Comics (z.B. Batman, Superman, etc.) und Marvel Comics (u.a. Spiderman, X-Men, Hulk, Ghostrider, etc.) sind. Da gefallen mir schon eher die DC-Subdivision Vertigo oder Dark Horse, aus welchem auch die Vorlage zu HELLBOY stammt!

Hier in Deutschland ist die Comic-Reihe zunächst beim Carslen Verlag (bekannt auch für Donald Comics und frühe Batman Paperbacks) und später bei Dirk „Bella B.“ Felsenheimers EEE – Extreme Erfolgreich Entertainment erschienen – beide Male mit eher mäßigem Erfolg…

Von dem 2004 erschienenen ersten Teil HELLBOY war ich mehr als positiv überrascht! Ich stehe ja eh auf dieses mystische Element, dass in diversen Geschichten immer wieder dem Dritten Reich angedichtet wird – nicht wegen des Nazi-Hintergrunds, sondern weil diese Mystik meist einen ziemlich düsteren, misanthropischen Beigeschmack hat! (An dieser Stelle noch mal ein zünftiges „NAZI PUNKS FUCK OFF!!!“ – sowohl von den Dead Kennedys, als auch von Napalm Death)
Entsprechend fand ich auch den Antagonisten (dessen Schauspieler übrigens auch in Pan’s Labyrinth das blinde Wesen gespielt hat) ziemlich knorke!

Doch braucht man den ersten Teil von HELLBOY nicht gesehen zu haben, um das Sequel HELLBOY 2 – Die Goldene Armee zu verstehen! Zum Beginn der Geschichte wird man nochmal über die Herkunft des „Hellboys“ aufgeklärt: 1944 wird ein Dämon bei einem Dimensionsportal gefunden und von amerikanischen Truppen adoptiert. 1955 setzt die Geschichte aktiv ein, als sein Ziehvater Bruttenholm ihm von der Geschichte um einen Krieg zwischen den fantastischen Lebewesen wie Elfen, Orks und Trolle und den Menschen erzählt. Um gegen den gierigen Menschen eine Chance zu haben, entwickeln die Trolle eine goldene Armee aus Kampfmaschinen, 70×70 an ihrer Zahl, die von den Elfen bemächtigt in den Krieg ziehen, wo sie ein erbarmungsloses Gemetzel veranstalten!
Nach diesem Kampf beschließt der Herrscher der Elfen, die Armee wegzusperren und die „Kontrolleinheit“ über diese Streitmacht – eine Krone – in drei Teile zu zerlegen, damit es niemals wieder so ein Blutvergießen gibt! Sein Sohn Nuanda begibt sich daraufhin ins Exil und schwört wieder zu kommen, wenn sein Volk ihn braucht!
Wieder im hier und jetzt taucht Nuanda wieder auf um die goldene Armee für den Kampf gegen die Menschen wieder zu reanimieren – wir arbeiten eh gegen diesen Planeten und verdienen der Ausrottung!
Wer könnte da besser Rettung sein, als Hellboy, seine Freundin Liz Sherman, der Fischman Abraham Sapien und der neue Chef der Sonderabteilung zur Untersuchung paranormaler Aktivitäten, Johan Krauss?

Und ab nun beginnt das Popkorn-Kino! Weniger Humorvoll, wenngleich immer noch mit einem coolen Spruch auf den Lippen haut sich unser rotes Monster durch die kurzweiligen 120 Minuten des Films und wirft den Menschen in den Kinositzen die nette ethische Frage an den Kopf: Ist der Mensch wirklich ein von Gier zerfressenes, niemals zufriedenes Etwas? – meine Antwort als verbitterter Nihillist ist klar „JA“, aber das ist nun nicht Bestandteil dieser Kritik, haha!
Zwei Liebesgeschichten innerhalb der Geschichte bringen für mich eine Nummer zu viel Schnulz in die Sache und die Geschichte um die Krone sie zu knechten, sorry, die goldene Armee zu kontrollieren, klingt eine Nummer zu einfallslos bei Tolkien entliehen. Dennoch: Obwohl ich eigentlich absolut kein Freund von dieser Fantasy-Kacke mit Elfen, Ogern, Orks und Trollen bin, war der Abend recht kurzweilig, wenn auch nicht sonderlich anspruchsvoll. – Aber mal ehrlich: Erwarten wir Anspruch von einem Comic-Action-Film?

Richtig witzig war die Person Johann Krauss, der einen deutschen Parapsychologiespezialisten ist. Diverse Anspielungen auf seine Herkunft und seine Erscheinung als „Gas-Wesen“ brachten eine gewisse Komik mit sich. Dass sein Schutzanzug braun ist, scheint ebenfalls ein kleiner Seitenhieb… hehe! Aber trotz dieses Witzes fand ich die Person selber schnell ziemlich nervig!

Schlussendlich bleibt für mich seichte Unterhaltung, die sich zu sehen nicht wirklich lohnt! Da verweise ich lieber noch mal auf den hervorragenden ersten Teil! Sich den Film anzusehen tut auf jeden Fall nicht weh, wenn er auch nicht essentiell ist…

Bombstrike – Born Into This

Ab und an bekomme ich etwas sehnsucht zu meiner Zeit, als ich noch mehr Punk gehört habe. Dann greife ich meist in mein CD-Regal und höre richtige Musik, haha! Nein, im Ernst, ab und zu bekomme ich Lust auf etwas punkigeres und höre dann auch schon mal gerne Crust. Meine Favoriten in dem Bereich sind momentan MASSMÖRD und DISKONTO. Aber um die geht es in dieser Kritik gerade nicht, sondern um Schweden BOMBSTRIKE, die auf dem deutschen Krachlabel POWER IT UP RECORDS 2007 ihr aktuelles Album rausgebracht haben!

Okay, „Album“ mag für gut 25 Minuten schon beinahe etwas überheblich. Aber immerhin bekommen wir inklusive Intro 13 Lieder präsentiert, von denen der Titeltrack mit drei Minuten das längste Lied ist. Musikalisch gibt es das, was man vom Crust erwartet: Schnelle Auf-die-Fresse-Musik mir stumpfen, brutalen Beat, relativ simplen, mürbenden Gitarren und wütenden Schreien, die mich ein bisschen an Pumuckl erinnern, der seinen Hustensaft abgesetzt hat… Genretypisch ist die Attitüde der Scheibe recht düster, aussichtslos, angepisst. Ohne Beschönigung und Schnörkel lassen die 5 Jungs aus Skogas ihrem Frust freien Lauf! Doch halt! In „Downfall“ und „Resigned“ bekommt man Lead-Gitarren und in u.a. „Accept The War“ oder „Religion Of The Lost“ sogar Soli zu hören! Letztgenanntes Lied ist auch mein Highlight der Platte! Ich mag den netten Break im Refrain…
Sehr nett ist ebenfalls das Outro: „The most beautiful silence you ever have heard…“ – Recht hat er, nach diesem apokaliptischen Inferno, abseits jeglicher kommerzieller Normen!

Auch wenn es noch mal Bonuspunkte für die teilweise muttersprachlichen Texte gibt – sowas mag ich ja! – und das Material sehr authentisch klingt, wird der stumpf-wummernde Beat auf die gesamte Spieldauer doch etwas zu monoton. Ich setze für „Born Into This“ mal eine Wertung etwas über „durchschnittlich“ an…

Infos
Power It Up Records / 2007
CD / 13 Lieder – 25:28 min.


Diese CD-Kritik habe ich für mein Death Metal und Grindcore-Webzine NecroSlaughter geschrieben. Da es sich aber nicht direkt um Death Metal oder Grindcore handelt, habe ich sie ebenfalls hier veröffentlicht!

Raging Speedhorn – Before The Sea Was Build

Irgendwie scheine ich aktuell eine Händchen dafür zu haben, Bands viel zu spät für mich zu entdecken! Erst WITHIN PASSION und nun RAGING SPEEDHORN, die sich wohl dieses Jahr zu einem Split entschlossen haben! Schade, denn die schon seit dem Ende der 90er aktive Band gefällt mir nach anfänglicher Eingewöhnungsphase ziemlich gut!

In welche Kategorie ich RAGING SPEEDHORN, bzw. deren scheinbar letztes Album überhaupt „Before The Sea Was Build“ einordnen würde, ist schwer zu sagen. Teilweise klingen Elemente des Post-Hardcores ganz klar durch, ebenso finden sich aber auch eindeutige Anzeichen des Dooms und des Sludges. Auf jeden Fall sagt mir dieses britische Sextett viel mehr zu, als es die meisten Vertreter der genannten Genre sonst tun!
Die teilweise recht einfach gestrickten Riffs wirken in den stellenweise recht unkonventionellen Songaufbauten so nachvollziehbar, wie auch unterschwellig unheilvoll! Eine unglaubliche Wut zusammen mit bedrückend-depressiver Grundstimmung schafft eine Atmosphäre, wie ich sie selten auf einem Album gehört habe, und wenn, dann meist auf denen britischer Künstler. So würde z.B. „Mishima“ oder „Who Will Guard The Guards“ ohne Probleme in die tonliche Untermalung eines „28 ____ later“-Filmes passen und dessen Stimmung auf gleiche Weise untermalen, wie es der aktuelle Soundtrack bereits macht!

Auch wenn sich alle Lieder der Scheibe auf gleich hohem Niveau bewegen und nach mehrmaligem Hören einen ziemlich hohen Wiedererkennungswert entwickeln, so sind mir als besondere Tracks „Dignity Stripper“ und „Too Drunk To Give A Fuck“ im Kopf geblieben. Letzteren kann man auf jeden Fall auf dem Last.fm-Profil der Band probehören, was ich aufgeschlossenen Metallern mit einem Hang zum Doom ungefragt ans Herz legen möchte!
RAGING SPEEDHORN waren für mich definitiv ebenfalls eine Neuentdeckung des Jahres 2007!

Infos
Earache / 2007
CD / 10 Lieder / 28:25 min.


Diese CD-Kritik habe ich für mein Death Metal und Grindcore-Webzine NecroSlaughter geschrieben. Da es sich aber nicht direkt um Death Metal oder Grindcore handelt, habe ich sie ebenfalls hier veröffentlicht!

[Skolopender] Scolopendra spec. Karibik

Der Bruder meines Nachbarn wohnt in der Karibik. Gerade bin ich mir nicht sicher ob auf Tobago oder Trinidad. Fakt ist auf jeden Fall, dass er regelmäßig Hundertfüßer aus seinem Bett pflücken muss, bevor er überhaupt an’s Schlafen denken kann.


Zunächst hat er mir ein paar vermeindliche Sc. alternans-Pedelings mitgebracht, die leider NACH ihrer Ankunft hier in Deutschland verstorben sind. Einige Monate später bekomme ich dann von meinem Nachbarn eine Plastikflasche mit einem weiteren, diesmal größeren Hundertfüßer. Das Tier ist in Spiritus eingelegt und entspechend schon gehärtet. Durch den engen Hals bekomme ich das Tier auch nicht aus der Flasche raus. Dennoch wollte ich nun – ein halbes Jahr nach erhalt – das Tier mal genauer bestimmen. Ursprünglich habe ich es ebenfalls für Sc. alternans gehalten, aber später gingen meine Vermutungen eher in Richtung Sc. subspinipes. Mal sehen, ob sich das bestätigen lässt (;


Herkunft: Trinidad / Tobago (da bin ich mir nun nicht sicher…)
Körperlänge: um die 15cm ohne Antennen und Schleppbeine

Färbung:
Pleuren: gräulich / olive
Tergite: Hauptsächlich braun, von leicht bis mittel. Am hinteren Rand und leicht an den Seiten dunkler bis ins Schwarze.
Laufbeine: hellbraun
Anmerkung: Da das Tier in Spiritus eingelegt war, können die Farben schon stark ausgewaschen sein!

Laufbeine / Segmente: 21 Paar / 21
Ocellen: Scheinen präsent, sind aber durch den Alkohol ziemlich ausgebleicht und schwer zu erkennen.
Kopf: Die cephalische Platte überlagert das erste Tergit

Stigmen: Auf den beintragenden Segmenten 3, 5, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20

Das bestätigt schon mal, dass es sich um eine Scolopendra-Art handelt. Schauen wir mal, welche Art!


Antennen: 21 Glieder, 7 Grundglieder kahl
Kopf und erste Tergit: Ohne Ringfurche
Tergite: 2, 4, 6, 9, 11, 13, 15, 17, 19 kürzer als die anderen
Paramedianfurchen beginnen ab dem 5. Tergit (nicht so deutlich zu erkennen)
Berandung beginnt auf dem 8. Tergit (!)


Präfemuralfortsatz: 2-spitzig
Präfemuralbedornung:
ventral-medial: 2
dorsal-median: 2
dorsal: 1

Coxopleuralfortsatz: kurzkeglig mit nur einer Spitze

Auch wenn nicht alle Punkte genau auf die Beschreibung von Sc. subspinipes subspinipes passen, bin ich durch den „Führer“ im Attems zu dieser Entscheidung gekommen!