Nokia 5800 und Probleme mit dem Rotations-Sensor

Bekanntlich hatte ich ja schon mal das ein oder andere Problem mit meinem Nokia 5800, dass sich aber meist simpel mit einem Neustart beheben lies.

Nun hatte ich am Wochenende, nachdem ich das Mobiltelefon für Auftritte aus- und anschließend wieder eingeschaltet hatte das Problem, dass der Rotations-Sensor nicht mehr funktionieren wollte. Sprich, wenn ich das 5800 quer gehalten habe, hatte sich die Anzeige nicht mit gedreht.
Das übliche Verfahren eines Neustarts erbrachte aber keine Besserung der Situation.
Anfänglich vermutete ich noch, dass das Telefon vielleicht einen Schaden durch Kälte oder Stoßeinwirkung genommen haben könnte. Doch nach kurzer Recherche im Internet bin ich über den Hinweis gestolpert, dass man den Sensor mal über ein Spiel o.ä. testen soll. Wenn der Sensor dort richtig funktioniert, ist er wahrscheinlich nicht kaputt, sondern es liegt ein Problem vor, das wohl nicht bei allen Besitzern auftritt.
Bei manchen tritt der Fehler gar nicht auf, bei manchen sporadisch und einige haben das Problem wohl regelmäßig. Ebenso mannigfaltig ist wohl auch die Lösung: Bei manchen hilft einfach der von mir bereits versuchte Neustart des Gerätes, andere müssen – so wie ich – das Mobiltelefon auf Werkseinstellungen zurücksetzen.

Dank der eingebauten Backup-Funktion sind alle wichtigen Daten schnell und einfach auf die externe Micro-SDHC gesichert und nach dem Zurücksetzen wieder hergestellt.
Und siehe da: Die Sensoren funktionieren wieder wie gewünscht. Schade, dass es so umständlich sein muss…

Advertisements

Miese MP3s gewöhnen Hörer an miese Klangqualität

Eine interessante Feststellung, wir Vinyl-Fans predigen es ja schon lange…

Dauerndes MP3-Hören schlägt auf die Ohren

Eingefleischte Vinylfans haben schon immer geahnt, dass mit dem MP3-Verfahren komprimierte Musik nicht so klar und echt klingt wie analoge gespeicherte Klänge. Nun kommt es noch schlimmer: Dauerndes Hören stark komprimierter Digitalmusik führt zur Bevorzugung schlechterer Klangqualität. Jonathan Berger, Professor an der Universität von Stanford, hat mehrere Jahre das Hörverhalten seiner Studenten überprüft und ihnen MP3-Dateien mit unterschiedlicher Kompressionsrate vorgespielt.

Mit dem Ergebnis, dass die Hörer zunehmend Musik in der schlechteren Qualität bevorzugen. „Futurezone“ zitiert den Wiener Musikwissenschaftler Emil Lubej, der vergleichbare Tests durchgeführt hat: „Über die Jahre muss ich feststellen, dass die Fähigkeit zur Differenzierung nachlässt. Die Leute hören im Internet MP3s in niedriger Qualität und gewöhnen sich daran, dadurch hören sie den Unterschied zum Original immer weniger.“

Hohe Kompressionsraten von 128 Kbit/s und mehr, die mitunter trotzdem noch als „Near-CD Quality“ beworben werden, gelten unter Musikfreunden als zu niedrig. Dennoch sind sie im Internet allgegenwärtig, zum Beispiel hat YouTube lange Zeit keine bessere Audioqualität angeboten. Gerade in den Höhen zeigen sich dann unangenehme Begleittöne. Die Komplettversorgung mit MP3-Playern und der Dauerkonsum im Netz aber verdirbt das Gehör. Lubej: „Man sollte seine Ohren auch pflegen und auf sie aufpassen, damit sie solche Unterschiede weiter wahrnehmen können. Wenn man nicht so übersättigt ist, hört man bewusster zu. Nicht nur von der Klangqualität, sondern auch vom Inhalt.“

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,683573,00.html

Der eee 701 als kleiner Heimserver

Bekanntlich bin ich ja Besitzer des eee 701 und bekennendes Spielkind. Als damals die erste Generation des Netbooks rauskam war ich vollends begeistert und habe auch nach der Anschaffung sowohl großen Nutzen in der Berufsschule, wie auch beim täglichen Pendeln in der Bahn zu meiner Arbeitsstelle gehabt. Doch aus der Berufsschule bin ich nun auch schon seit 2 Jahren raus und dank Sparmaßnahmen sind auf meinem Arbeitsweg 2 Stationen weggefallen, wodurch sind meine eh schon relativ kurze Anreise abermals um ca. 5-10 Minuten reduziert. In der Praxis lohnt sich also nicht mal mehr das Einschalten des doch recht schwachbrüstigen eee 701 auf der Zugfahrt um dann ein paar Zeilen zu tippen und das gute alte Notizbuch gewinnt hier in der „Arbeitsgeschwindigkeit“ wieder deutlich an Stellenwert in meinem Leben.
Wozu brauche ich dann noch mein Netbook? Abends im Bett nochmal etwas im Internet stöbern, ein paar Feeds lesen? Dafür habe ich mein Nokia 5800. Im Sommer im Park im Internet sein? Sorry, aber so geekig bin ich nicht, da genieße ich lieber Wetter, Umwelt und ein kühles Bier. Für die wenigen Situationen wo ich das Netbook noch brauche, kann ich es seinem aktuellen Dienst zweckentfremden. Denn: Ich verwende meinen eee seit kurzem als kleinen Heimserver!

Zugegeben, ich weiß noch nicht, wie der Langzeitbetrieb dem kleinen Subnotebook gut tut. Aber bisher läuft das Desktop-Linux ohne Probleme und dank der wenigen Last ist die Intel CPU auch nicht sonderlich warm bisher. Darum werde ich es weiterhin einfach mal drauf ankommen lassen (;

Die eingebaute SSD mit gerade mal 4 GB Speicherplatz ist für das Betriebssystem optimal. Momentan soll mein kleiner „Server“ aber als NAS fungieren, weswegen ich eine externe 500 GB Festplatte per USB an den kleinen Rechner angeschlossen habe. Zweck der Geschichte ist, dass meine Frau und ich über unser kleines LAN einen zentralen Datenspeicher haben, ich greife per Kabel und sie per WLAN auf die externe Festplatte über Samba zu.
Dazu musste ich auf dem Ubuntu auf dem eee lediglich das Packet samba und system-config-samba installieren:
sudo apt-get install samba system-config-samba

Nur mit dem Packet Samba kann ich einfach auf der externen Festplatte auf einen Ordner rechts klicken und dann „Freigabeoptionen“ auswählen. Wenn in diesem Moment noch kein Samba installiert ist, erledigt Ubuntu für mich diese Aufgabe automatisch. Im Folgenden kann ich in diesem Dialog einstellen, wer Zugriff hat (z.B. „anonyme Benutzer“, die kein User-Konto auf dem Server haben, wie z.B. meine Frau), ob lesender und schreibender Zugriff gewollt ist und ob der Ordner ein Passwort hat.
Bei dieser Methode hatte ich ein paar Probleme damit manche Freigaben nur für mich zu machen, also an meine Credentials vom Server zu binden. Auf meinem PC kam trotz Eingabe meines Server-Passworts immer wieder der Passwort-Dialog.
Darum kam im nächsten Schritt das Paket system-config-samba zum Zug! Nun kann ich über das Menü System – Einstellungen – Samba einen Dialog starten, der mir erlaubt einfach und schnell die Domäne des Samba-Servers zu ändern, Benutzer mit ihren Passwörtern für den Samba-Zugriff einzurichten und zu konfigurieren und noch viel wichtiger: Ich kann explizite Freigaben einfacher setzen, als nur über Samba. So kann ich z.B. nur über diese Methode direkt die gesamte Festplatte im Netzwerk freigeben, was mir ein Rechtsklick auf den Datenträger nicht erlaubt hat.

Dabei ist die Performance des kleinen File-Servers richtig gut! Auch wenn der eee gerade mal 600/900 MHz hat (je nach Taktung), war es kein Thema einen Film von der USB-Platte über WLAN auf den Laptop meiner Freundin zu streamen. Sehr schön, so muss das sein (;

Soweit, so gut. An dieser Stelle ist vielleicht noch die Administration des Servers interessant. Standardmäßig verwende ich dazu ein Terminal auf meinem Desktop-Rechner und gehe mittels ssh auf meinen eee. Dank einem X-Tunnel kann ich auch graphische Komponenten wie z.B. die Nautilus auf meinen PC holen und dort gemütlich Freigaben mit einer GUI verwalten.
Manche Applikationen mögen es aber nicht, wenn man sie per ssh -X $SERVERNAME.local $PRGNAME aufruft. Dafür habe ich mir auf dem eee Vino eingerichtet (entweder über SystemEinstellungenEntfernter Desktop, oder über die Shell mit vino-preferences) und kann nun mittels vinagre von meinem PC auf den eee grafisch zugreifen. Etwas unschön an dieser Methode ist, dass der eee eine Auflösung von nur 800×480 hat und entsprechend nicht alle Fenster richtig dargestellt werden. Vielleicht finde ich noch eine schöne Möglichkeit den X-Server richtig und komplett zu tunneln, da habe ich mich aber noch nicht richtig mit auseinander gesetzt.

Nun stellt man sich vielleicht die Frage, warum all dieser Aufwand, wenn es doch mittlerweile relativ günstige NAS-Festplatten gibt. Darauf kann ich nur antworten: Die kosten aber auch wieder Geld, derweil die verwendeten Komponenten bei mir sonst nur verstaubt wären. UND: Der kleine Server soll ja nicht nur NAS bleiben.
Aktuell mache ich meine Backups von meinem Webserver meist manuell. Zwar habe ich ein schönes Script, was per SSH auf meinen Server zugreift und einen Abzug aller Daten, sowohl aus der Datenbank, wie auch vom Webserver selber holt und lokal speichert. Da ich aber meinen Rechner nicht permanent an habe, macht auch ein Eintrag in die Crontab keinen großen Sinn. Nun mit dem Server kann ich die Scripte umziehen, etwas modifizieren und in dort in die Crontab einbauen, dass ich täglich oder wöchentlich ein Backup fahre. Vielleicht wechsele ich dann auch vom Komplettbackup auf ein inkrementelles oder differentielles, aber das ist eine andere Geschichte (;
Des weiteren wollen meine Frau und ich uns auch wieder einen Drucker anschaffen. Netzwerkdrucker sind aber nochmal eine Nummer teurer, als reguläre Drucker und da wir den gemeinsam nutzen wollen, wäre einer von uns immer damit beschäftigt mit seinen Daten auf Stick oder Laptop zum Drucker zu gehen. Dank dem „Server“ kann ich den Drucker aber auch über eine Netzwerkfreigabe laufen lassen.

Mein nächster Schritt ist nun, dass ich bei uns im Router DynDNS aktiviere und ein Port-Forwarding auf meinen „Server“ mache, damit ich per SSH z.B. auch von der Arbeit aus auf den Rechner Zugriff habe. Dann könnte ich z.B. mal eben Remote den Download des neuen Ubuntu-Images anschupsen oder auf ein eBook zugreifen, was ich auf der externen Festplatte habe, aber aktuell auf der Arbeit brauche.

Als übernächstes wäre zu überlegen, ob ich meine Musik auf dem eee, bzw. der USB-Platte speichere und dann in der Rhythmbox mittels DAAP-Freigabe über das Netzwerk streame. Dann hätte ich auf meine Musik-Sammlung sowohl von meinem Rechner im Wohnzimmer aus Zugriff, wie auch von meinem Internet/WLAN-Radiowecker im Schlafzimmer.

Wenn ich mal etwas Geld zu viel habe (was in absehbarer Zeit wohl nicht sein wird, weil ich einen neuen Bass und einen neuen Desktop-Rechner brauche), ist der Aspire easyStore H340 als Heimserver noch interessant.

Hier nochmal ein paar interessante Links zu dem Thema:
Samba:
http://wiki.ubuntuusers.de/Samba
http://wiki.ubuntuusers.de/Samba_Server
http://wiki.ubuntuusers.de/Samba_Server_GNOME
VNC/Vino:
http://wiki.ubuntuusers.de/VNC
http://wiki.ubuntuusers.de/Vinagre
Rhythmbox/DAAP:
http://wiki.ubuntuusers.de/Rhythmbox
SANE/Scannen im Netzwerk:
http://wiki.ubuntuusers.de/SANE
CUPS/Drucken im Netzwerk:
http://wiki.ubuntuusers.de/GNOME_Druckerkonfiguration
http://wiki.ubuntuusers.de/CUPS