Mix-Tape #20110801

.1 Koffin KatsNostrovia #psychobilly #punk
.2 TrainwreckDem Staub keine Träne #hardcore #screamo
.3 Fall Of EfrafaPity The Weak #hardcore
.4 TombsTo Cross The Land #sludge #hardcore #blackmetal
.5 IlsaFrostthrower #deathmetal #crust
.6 MiasmalToxic Breed #deathmetal
.7 Dying FetusBorn In Sodom #deathgrind
.8 ExhumedDis-Assembly Line #deathgrind
.9 AcephalixChristhole #deathmetal #punk
.10 Slaughter Of The BluegrassBlinded By Fear #cover #bluegrass

[[Youtube-Videos sind im restlichen Beitrag]]
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Zu unrecht unbekannt: Le Scrawl und !T.O.O.H.!

Beim Stöbern durch meine Musiksammlung bin ich wieder auf ein paar CDs gestoßen, die ich länger nicht mehr gehört habe. Und beim erneuten Hören ist mir wiedermal die Genialität der betreffenden Bands aufgefallen – und leider auch der Umstand, dass diese Bands viel zu unbekannt sind! Darum will ich hier nun regelmäßig in solchen Situationen auf solche Bands aufmerksam machen! Den Anfang machen zwei etwas außergewöhnlichere Bands, die aber definitiv besser sind, als neunundneunzig Prozent der Kacke, die bei Metalblade oder Nuclear Blast als „the next big shit“ verkauft wird!

Erstens LE SCRAWL, die eine irre Mischung aus Grindcore, Punk, Jazz, Ska und zig anderen Sachen spielen! Definitiv ein MUSS für Fans von verrückten und tanzbaren Sounds!
http://www.myspace.com/lescrawlofficial

Und dann sind da die leider mittlerweile aufgelösten !T.O.O.H.! aus Tschechien.
Progressiver Death Metal mit Einflüssen aus dem Folk und mit muttersprachlichen Texten. Auch irre, eigenständig und richtig brutal!
http://www.myspace.com/theobliteration

[Review] 07.11.09 – Dritte Wahl in Aachen

Glaubt es oder nicht: DRITTE WAHL wollte ich seit mittlerweile 10 Jahren mal live sehen! Angefangen hat es bei mir mit ungefähr 15, ich habe in meiner ersten Punkband Gitarre gespielt und unser Schlagzeuger hat mir damals ein Tape mit der „Strahlen“ in die Hand gedrückt. Ich war sofort hin und weg von dieser düster-intelligenten Mischung aus Punk, Deutsch-Rock und Metal. Seither wollte ich immer wieder zu Konzerten der Rostocker, doch leider habe ich meist erst im Nachhinein erfahren, wenn sie in der Gegend waren. Als ich dann Anfang diesen Jahres den Termin im Musikbunker gesehen habe, habe ich mich natürlich gefreut wie ein Esel und in meinem Kalender einen fetten Eintrag gemacht!

Im Vorverkauf gab es die Tickets für unglaublich günstige 11 Euro, die Abendkasse war mit 14 Euro aber auch nicht viel Teurer. Die Vorgruppe hat pünktlich um 20:30h angefangen, doch nach einem Lied war mir und meinem Kumpel schnell klar, dass wir spießigen Metaller an diesem relativ simplen Punk nicht viel Freude haben werden. Darum ging es noch auf ein Bier in die Kneipe, bis dann um ca. 21:30h das lang ersehnte Ereignis eintreten sollte: DRITTE WAHL live im Musikbunker! Wie die Band später erwähnte, waren sie das letzte Mal 1994 oder 1995 hier – hoffentlich lassen sie uns bis zum nächsten Besuch nicht noch mal so lange warten, denn der Auftritt war verdammt gut! Im Rahmen der 20-Jahre Tour, die eigentlich letztes Jahr war (1988-2008), gab es lauter alte Perlen der Band: „Tobias“, „Der Zug Rollt Ein“ oder „Wahltag“ erfreuten die vielen anwesenden Fans. Neben diesen Klassikern gab es natürlich noch „Hasch“, „Sonne Und Meer“, „Störung“, „Halt Mich Fest“ und „Greif ein“. Doch bei einigen anderen Songs war ich positiv überrascht diese live zu hören: „Die Kündigung“, „Bad K.“ und eines meiner liebsten Stücke: „Sklave“!
Zwar haben „Fasching In Aachen“ oder „Radio“ zu einem perfekten Set gefehlt, doch bei zwei Zugaben und einer Gesamtspielzeit von gut 1,5h ist das mehr als zu verkraften (;
Zwischen den Songs gab es unterhaltsame bis kritische Ansagen, die die Band nochmals sympathischer machten. Die Fans haben eh jeden Song kräftig gefeiert, mitgesungen und kräftig getanzt. So gute Stimmung hat man leider viel zu selten auf den lahmarschigen Metal-Veranstaltungen im Bunker!

So haben DRITTE WAHL meine recht hohen Erwartungen nicht enttäuscht, sondern mir einen sehr unterhaltsamen Abend mit vielen meiner Lieblingsliedern der Band beschert. Nach dem Konzert konnte die Band noch weitere Sympathiepunkte bei mir einheimsen, als ich den Merch-Stand abgeklappert habe: Die alten Sachen auf Vinyl für unschlagbare 5 Euro und die neuen Sachen für nen 10er! Ähnlich freundliche Konditionen galten auch für CDs, Patches, Shirts und Kapus! Da kann sich so manche Band – selbst die verdammt fanfreundlichen Bolt Thrower – noch eine dicke Scheibe von abschneiden!
Darum an dieser Stelle ein dickes Dankeschön von Aachen nach Rostock! Danke für diesen geilen Abend! Bitte kommt bald wieder!

19.04.09 – Al And The Black Cats im MuBu

An einem recht sonnigen Sonntag Abend gesellten sich die amerikanischen AL AND THE BLACK CATS in den tristen Musikbunker zu Aachen. Dadurch, und durch den Umstand, dass mal wieder keine konkrete Anfangszeit auf keiner der Homepages (vom Mubu, und der MySpace-Seite der Band) angegeben war, war zum offiziellen Einlass um 19:30 natürlich noch keine Sau da. Nach Aussagen des Kassen-Menschen sollte auch keine Band vor 20:30 spielen – also noch Zeit für ein Bier vom freundlichen Spätkiosk eine Straße weiter.

Die erste Band, die um 20:45h schlussendlich angefing, waren THE BOOZE BROTHERS aus Heinsberg. Mit ihrem Rock’n Roll geschwängertem Punk konnte die Band auch gut 15 Minuten den noch recht angenehm für den Wochentag gefüllten MuBu begeistern. Doch spätestens nach dieser viertel Stunde klangen die Lieder leider recht eintönig und gleichförmig. Wann welches Lied aufhörte und ein neues begann, war nur in die Songs eingeweihten ersichtlich. Schade, an sich haben die stark nach Dropkick Murpheys klingenden Jungs doch Spaß gemacht.

Zweite Band des Abends waren die Niederländer von THE DEMON TEDS. Hier gab es schon etwas traditionsbewussteren Rockabilly, wenn auch immer noch leicht punklastig. Von der Performance erinnerte die Band mich ein wenig an die zuvor in gleicher Lokalität gesehenen The Meteors. Aber wie auch die „Kings Of Psychobilly“ konnten mich auch die Niederländer nicht komplett überzeugen. Doch als Vorband nahmen wir sie gerne mit leichtem Kopfnicken mit.

Komplett anders als bei den Vorgruppen sah es direkt vom ersten Takt an bei der Hauptband des Abends aus! AL AND THE BLACK CATS hatten das Publikum mit dem ersten Saiten-Anschlag fest in der Hand. Ob das nun an der geschickten Mischung aus „50th Rock’n Roll, 70th Punk and 80th Villains“ lag, oder daran, dass die Band einen richtigen Kontrabass hatte, der dem Sound sicherlich einiges zugetragen hat, ist auch Schnuppe! Die drei Amis haben ihr Handwerk auf jeden Fall drauf und hatten mörderischen Spaß am spielen! Dadurch waren sowohl die Lieder, wie auch die Show durchwegs authentisch und überzeugend. Besonders beeindruckt war ich persönlich von den Leistungen des Bassisten/Sängers und des Schlagzeugers, der auf einem total minimalisiertem Set (Bassdrum, Snare, Crash- und Ride-Becken) ein ziemlich beeindruckendes Solo (von der Show her) gespielt hat, wobei er einen Stick teilweise auf der Nase hat hüpfen lassen.
Als Zugabe zu dem mehr als ordentlich rockenden Gig gab es eine Rockabilly-Version von „Overkill“ (Motorhead), die sich Lemmy so sicherlich niemals hätte träumen lassen (alleine wegen dem Kontrabass und dem Country-Drumming).
Leider war der Auftritt bereits 23:20h inklusive Zugaben zu Ende. Schade, bei der Spielfreude und dem vollends überzeugenden Musikmaterial hätte ich sicherlich noch ein paar Minuten der Band lauschen können!

Für einen Sonntag Abend waren adäquat viele Leute da, sodass die Show von AL AND THE BLACK CATS doch ein paar Nasen vor der Bühne hatten. Sicherlich hätten ein paar Gesichter mehr auch nicht geschadet, dennoch reichte das Publikum und die Darbietung aus, dass eine sehr gute Stimmung war! So eine Spielfreude habe ich schon lange, sehr lange nicht mehr auf einem Metal-Konzert gesehen – geschweige denn die Atmosphäre im Publikum! Somit zählt der Abend definitiv zu einem meiner Top-Konzerte! Wer es verpasst hat: Selber schuld! Vielleicht bekommt man nochmal eine Chance, die Band schien von Aachen doch recht angetan…

Links:
http://www.myspace.com/theboozebrothers
http://www.myspace.com/thedemonteds
http://www.myspace.com/alandtheblackcatsusa

Bombstrike – Born Into This

Ab und an bekomme ich etwas sehnsucht zu meiner Zeit, als ich noch mehr Punk gehört habe. Dann greife ich meist in mein CD-Regal und höre richtige Musik, haha! Nein, im Ernst, ab und zu bekomme ich Lust auf etwas punkigeres und höre dann auch schon mal gerne Crust. Meine Favoriten in dem Bereich sind momentan MASSMÖRD und DISKONTO. Aber um die geht es in dieser Kritik gerade nicht, sondern um Schweden BOMBSTRIKE, die auf dem deutschen Krachlabel POWER IT UP RECORDS 2007 ihr aktuelles Album rausgebracht haben!

Okay, „Album“ mag für gut 25 Minuten schon beinahe etwas überheblich. Aber immerhin bekommen wir inklusive Intro 13 Lieder präsentiert, von denen der Titeltrack mit drei Minuten das längste Lied ist. Musikalisch gibt es das, was man vom Crust erwartet: Schnelle Auf-die-Fresse-Musik mir stumpfen, brutalen Beat, relativ simplen, mürbenden Gitarren und wütenden Schreien, die mich ein bisschen an Pumuckl erinnern, der seinen Hustensaft abgesetzt hat… Genretypisch ist die Attitüde der Scheibe recht düster, aussichtslos, angepisst. Ohne Beschönigung und Schnörkel lassen die 5 Jungs aus Skogas ihrem Frust freien Lauf! Doch halt! In „Downfall“ und „Resigned“ bekommt man Lead-Gitarren und in u.a. „Accept The War“ oder „Religion Of The Lost“ sogar Soli zu hören! Letztgenanntes Lied ist auch mein Highlight der Platte! Ich mag den netten Break im Refrain…
Sehr nett ist ebenfalls das Outro: „The most beautiful silence you ever have heard…“ – Recht hat er, nach diesem apokaliptischen Inferno, abseits jeglicher kommerzieller Normen!

Auch wenn es noch mal Bonuspunkte für die teilweise muttersprachlichen Texte gibt – sowas mag ich ja! – und das Material sehr authentisch klingt, wird der stumpf-wummernde Beat auf die gesamte Spieldauer doch etwas zu monoton. Ich setze für „Born Into This“ mal eine Wertung etwas über „durchschnittlich“ an…

Infos
Power It Up Records / 2007
CD / 13 Lieder – 25:28 min.


Diese CD-Kritik habe ich für mein Death Metal und Grindcore-Webzine NecroSlaughter geschrieben. Da es sich aber nicht direkt um Death Metal oder Grindcore handelt, habe ich sie ebenfalls hier veröffentlicht!