Aus dem Web

Heute flattern mir direkt zwei mehr oder minder interessante, oder zumindest hier erwähnenswerte Nachrichten in meinen Feed-Reader. Darum habe ich sie mal zu einem eigenen Beitrag zusammengefasst:

1. Goosh
Linux-User kennen das: Auch wenn es für alles ebenfalls eine GUI gibt, ist man immer noch schneller über die Konsole. Und das gleiche hat sich Stefan Grothkopp gedacht, der kurzerhand in JavaScript eine Konsole rund um die Welt von Google gebastelt hat. Das Ergebnis ist die Google Shell, kurz Goosh: http://goosh.org/
Interessantes Spieltzeug, aber wohl eher als Proof-Of-Concept zu sehen, denn als wirkliche Alternative zum Original.

Danke an den Trompetenkäfer!

2. Facebook öffnet seinen Chat für Desktop-Clients
Diese Nachricht ist wohl auch interessanter für nicht Geeks (; Auch wenn man bisher den Facebook-Chat im Pidgin mit einem Plugin einbinden konnte, hat es nicht immer so sauber funktioniert und hat eben die Nachinstallation von besagtem Plugin vorausgesetzt.
Nun hat Facebook die Chat-Schnittstelle nach außen hin geöffnet und verwendet dazu das XMPP-Protokoll (Jabber). Also kann jeder Jabber-fähige Desktop-Client auch den Facebook-Chat einbinden.
Username: Der Accountname bei Facebook.
Server: chat.facebook.com
Passwort: Ratet mal (;
WICHTIG: Damit alles funktioniert muss „SSL/TLS“ deaktiviert sein!

Danke an Christoph von LinuxUndIch!

Advertisements

Spalten…

Ein sehr interessanter Hinweis vom Dirk:

Aus der Reihe „Befehle, die ich schon seit Ewigkeiten gebrauchen kann, aber jetzt erst gefunden habe“, heute einmal column:

Wer mag kann mal die Ausgaben von
mount -v
und
mount -v | column -t
vergleichen.

Danke für den Tipp!

Werbung blockieren mal anders

Nachdem der Andi so schön gefrotzelt hat, habe ich mal seinen Tipp mit der /etc/hosts-Datei ausprobiert, um den Firefox mal ohne das Adblock Plus-Addon zu testen.
Dafür musste ich aber das Script vom Student-im-Urlaub (auch Grüße von Aachen nach Aachen q; ) etwas anpassen:
die Datei /usr/bin/adblockrefresh sieht bei mir so aus:
#!/bin/sh
echo "Updating adserver list..."
sudo cp /etc/hosts.bak /etc/hosts
curl "http://pgl.yoyo.org/adservers/serverlist.php?hostformat=hosts&showintro=0&mimetype=plaintext" | sudo tee -a /etc/hosts
echo "Done. Have fun!"

Und bei mir war standardmäßig nicht curl installiert, was ein sudo apt-get install curl schnell änderte.

Und in der Tat, der Firefox läuft startet ohne Adblock Plus wesentlich schneller!
Außerdem kann kann ich nun auch werbefrei mit der Firefox 3.1b-Beta, Opera oder Midori surfen.

Linux-Ninja: Short Cuts

Ein paar Schnellschüsse vor dem Schlafengehen, die ich noch unbedingt loswerden muss:

Durch ein scheinbar nicht ganz vollständiges Kernel-Update auf meinem eee-701 konnte ich nach einem Neustart die Tastatur nicht mehr verwenden. Nun gut, ich hatte eh vor easypeasy zu testen!
Mehr oder weniger in dem Glauben, dass es bei einem kurzen Testen bleiben wird, und danach wieder ein komplettes Ubuntu auf die Kiste wandert, schnell einen bootbaren USB-Stick mit UNetbootin erstellt und auf dem kleinen Netbook installiert… erste Verwunderung überkam mich, als ich gesehen habe, dass die SSD in ext3 formatiert wird. Aber egal, die werden schon wissen, was sie tun, immerhin ist easypeasy auf den eee-PC optimiert.
Die Oberfläche von easypeasy ist scheinbar das NBR (Netbook Remix) von Ubuntu, das sehr schon aussieht! Auf dem Desktop befinden sich die Orte und Favoriten auf der rechten Seite und Links findet sich das Gnome-Menü. Bei einem Klick auf die Einträge werden dann die Applikationen im Raum zwischen den Menüeinträgen und den Orten angezeigt. Sehr nett!
easypeasy
Alle Anwendungen werden im Fullscreen-Modus gestartet. Von offenen Applikationen werden nur die Icons in der Fensterleiste angezeigt, außer von dem Fenster, das aktuell den Fokus hat. Von dem wird der Name angezeigt! Sehr nett, so etwas wünschte ich manchmal (!) auch daheim auf dem Desktop-PC!
Natürlich habe ich einige Programme erstmal deinstalliert. Warum brauche ich auf einem Netbook einen

  • Terminal-Server-Client
  • Bildschirm-Leser
  • Bittorrent-Client
  • Songbird (ich mag Rhythmbox lieber q: )
  • Openoffice.org-Impress
  • Openoffice.org-Draw
  • und noch andere…

Durch diverse Recherchen zu easypeasy bin ich per dummen Zufall über ein weiteres, nett aussehendes Ubuntu-Derivat gestolpert: CrunchLinux, welches wohl auch als CrunchEEE verfügbar ist. Beim Durchschauen der Anwendungsliste bin ich über Gwibber gestoßen, einen gtk-Microblogging-Client! Der kleine scheint ziemlich mächtig und unterstützt so einige Plattformen, u.a. Digg, Facebook oder Flickr. Wofür diese Protokolle nun nützlich sind, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall hat er meinen bisherigen Twitter-Client Twitux abgelöst!
Zur Installation unter Ubuntu 8.10 muss man die entsprechenden PPAs in die sources.list eintragen:

deb http://ppa.launchpad.net/gwibber-team/ubuntu intrepid main
deb-src http://ppa.launchpad.net/gwibber-team/ubuntu intrepid main

Und schon kann man gwibber wie gewohnt installieren.
Achtung: Fremdquellen können das System beschädigen… Ihr kennt das ja sicherlich von Ubuntuusers.de, gell?

Und wenn wir schon mal bei Neuerungen sind, habe ich direkt mal Liferea daheim auf die aktuelle unstable 1.5.10 geupdatet! Komischerweise lief die 1.5.5 im Betrieb problemlos, ohne Abstürze, mit kleineren, verkraftbaren Macken. Gleiche Version hat zu hause unsagbare Probleme gemacht und ist eigentlich alle 5 Minuten abgestürzt. Darum einfach mal:

wget http://prdownloads.sourceforge.net/liferea/liferea-1.5.10.tar.gz
tar -xzvf liferea-1.5.10.tar.gz
cd liferea-1.5.10
sudo apt-get build-dep liferea
sudo apt-get install libwebkit-dev libcurl4-dev
./configure
./make
./sudo make install
./sudo checkinstall

und schon habe ich eine wesentlich stabilere Version von Liferea laufen, die Google-Reader-Unterstützung hat! Wofür ich das brauche, habe ich bereits beschrieben (;

Meiner Faulheit hat dann auch noch Christoph Langner Unterstützung gegeben:
Anstelle von ssh IP-DES-RECHNERS-IM-NETZWERK kann man auch ssh $HOSTNAME.local eingeben. Voraussetzung ist die Installation von libnss-mdns:

sudo apt-get install libnss-mdns

Weitere interessante Tipps zum Thema Netzwerken im 21. Jahrhundert finden sich im Blog-Eintrag von Christoph Langner!

PS: Warum kann WP.org eigentlich nicht den small-Tag??

101 Linux Hacks

Auf thegeekstuff.com ist das kostenlose eBook „101 Linux Hacks“ erschienen, dass man kostenlos downloaden kann. Neben einigen Spielereien und eher für einen Sys-Admin interessanten Sachen findet man auch viele nette Kochanleitungen für tägliche Probleme eines „einfachen“ Benutzers…
Link: http://www.thegeekstuff.com/2009/02/linux-101-hacks-download-free-ebook/