Netzwerkspeicher D-Link DNS-320

An und für sich ist es neues Spielzeug für den kleinen Geek in mir. Doch habe ich auch ein paar legitimierende Ausreden für die Anschaffung des D-Link DNS-320!
Ich arbeite zuhause am Desktop-PC. Doch manchmal sitze ich auch mit meinem Netbook auf der Couch oder im Bett. Und meine Freundin ist auch noch da und arbeitet mit ihrem Laptop. Und unter dem Fernseher steht auch noch meine XBox, erste Generation. Nun will ich natürlich auch über all diese Geräte verteilt meine Daten nutzen. Da gibt es im Endeffekt nur eine praktikable Lösung, ein Network Attached Storage musste her!

Nach ein paar Recherchen habe ich mich in ein Gerät von QNAP verliebt – bis ich den Preis gesehen habe. Doch schnell bin ich auf eine kostengünstigere Alternative gestoßen: Das DNS-320 von D-Link!

Dabei ist das DNS-320 eigentlich ein blankes Barebone mit 800 MHz und einem schlanken Betriebssystem drauf. Im Inneren bietet es platz für zwei Festplatten mit maximal 2TB Speicherplatz und einen USB-Anschluss für Backups On-The-Fly. Für ca. 90 Euro ein faires Angebot.

Dazu habe ich noch zwei Seagate Barracuda Green mit 2TB geholt, die man einfach in das DNS-320 einsteckt. Deckel drauf, Netzwerkkabel hinten rein und an die Kiste!

Im Vorfeld habe ich mich natürlich schon über die Installation und Konfiguration dieses NAS informiert. Leider ist die Anleitung vom Hersteller eng an ein Windows-Tool gebunden. Entsprechend war ich als reiner Linux-User etwas skeptisch. Doch natürlich war alle Sorge unberechtigt. Über den Router einfach die aktuelle IP-Adresse des DNS-320 ermittelt und im Browser aufgerufen. Dort erwartet mich nach der Login-Maske ein simpler Wizard, der mich einfach durch die initiale Konfiguration des NAS führt. Beide Platten müssen zunächst komplett formatiert werden, was etwas Zeit in Anspruch nimmt. Danach stehen mir 4TB im RAID 1 zur Verfügung. Formatiert in EXT3 sind das effektiv nutzbar 2TB, die zur Sicherheit gespiegelt sind.

Anschließend kann man diverse Einstellungen über die Web-GUI des Netzwerkspeichers vornehmen, Benutzer, Berechtigungen, Quotas anlegen, diverse Server-Dienste einrichten und so weiter.

Durch eine spezielle Freigabe auf dem DNS-320 kann ich meine Multimedia-Inhalte über UPnP auf meine XBox streamen. Dort kann ich nun Filme auf dem Fernseher schauen und MP3s über meine Anlage hören. Brave new world!

Damit ich die Dateien auf dem NAS weiterhin wie gewohnt benutzen kann, mounte ich mir meine Freigabe über einen Eintrag in der /etc/fstab. Da ich mit Credentials arbeite, geschieht dies über das CIFS-Dateisystem, wozu ich zuerst das Paket cifs-util installieren musste. Der Rest ist sehr übersichtlich im Wiki von Ubuntuusers beschrieben.

Und bisher zeigt sich das NAS erstaunlich leise auf meinem Schreibtisch. Nun bin ich gespannt, wie sich die kleine Kiste im Alltagsgebrauch bewährt (;

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Netzwerken

Gestern ist uns aus irgendeinem Grund der Router einfach abgestürzt. Eigentlich nichts besonderes und auch nicht weiter schlimm, einfach mal eben die O2 Zyxel-Box neu gestartet und schon konnten wir wieder ins Internet. Doch leider hat es beim Reboot irgendwie die Web-Oberfläche zerschossen! Sowohl per Browser wie auch per Ping war die Konfigurationsoberfläche nicht erreichbar!

Nach langer Recherche fand ich den Hinweis, dass ein hartes zurücksetzen auf Werkseinstellungen das Problem löst – und siehe da: Die Weboberfläche des o2 Zyxel-Routers ist wieder erreichbar!

Da bei uns in letzter Zeit das Internet ein wenig träge war (z.B. Ping auf Google.com in 2000ms), habe ich direkt mal den Google DNS (8.8.8.8) in den Router eingetragen und schon habe ich ein Ping auf Google.com von nur noch 24ms!

Und wenn ich schon mal am Netzwerk arbeite, konnte ich auch direkt unseren neuen Drucker für mich einrichten. Das schöne Teil ist ein Canon Pixma MX 700, ein Netzwerk-All-In-One Monster. Out-Of-The-Box klappt Scannen über das Netzwerk ohne Probleme, mein Xsane erkennt den Scanner und holt sich sehr zügig die Daten. Nur Drucken ging nicht, da der Drucker nicht mit dem Standard-CUPS-Server von Ubuntu angesprochen werden kann.
Zum Glück hat mein Arbeitskollege sich rangesetzt und in seinem Blog beschrieben, wie man die BJNP-Treiber unter Ubuntu einrichtet. Danke nochmal dafür!

Heim-Server Teil 2: NFS

Ich habe bekanntlich meinen eee-PC zum Heimserver umfunktioniert und dort mittels Samba meine USB-Festplatte freigegeben. Nun dachte ich mir, es wäre auch nett, wenn diese Freigabe direkt beim Systemstart in mein Dateisystem eingebunden würde.
Unter Linux funktioniert das zum Glück sehr schön, schnell und einfach. Das Zauberwort heißt NFS, Network File System und bedarf wirklich nur geringem Aufwand.

Zunächst muss man den Server einrichten. Unter Ubuntu geschieht die Installation der benötigten Komponenten mit einem einfachen
sudo apt-get install nfs-kernel-server

Anschließend konfiguriert man die Freigaben in der /etc/exports. Als Beispiel:
# freigabe1 wird für zwei Rechner freigegeben
# notebook darf nur lesen (ro)
# desktop darf lesen und schreiben (rw)
/pfad/zur/freigabe1 notebook(ro,async) desktop(rw,async)

(Der Pfad zur Freigabe muss natürlich entsprechend angepasst werden…)

Nun müssen wir dem Server nur noch verraten, wer sich hinter den Namen notebook oder desktop versteckt. Das geschieht über die Datei /etc/hosts. Als Beispiel:
192.168.1.12 notebook notebook.local
192.168.1.13 desktop desktop.local

(Die IPs und eventuellen Host-Namen müssen natürlich angepasst werden)

Wenn alles konfiguriert ist, lassen wir die Exports neu einlesen:
sudo exportfs -ra

Oder starten alternativ den gesamten NFS-Server neu:
sudo /etc/init.d/nfs-kernel-server restart

Schon ist der Server bereit. Nun ist es Zeit, um schnell den Client einzurichten!

Als erstes installieren wir uns den NFS-Client, unter Ubuntu 9.10 findet sich dieser im Paket NFS-Common:
sudo apt-get install nfs-common

Nun erstellen wir uns einen Ordner, wohin wir unsere Freigabe einhängen können:
mkdir /home/user/shared
(/home/user/shared ist natürlich nur ein Beispiel, jeder andere Einhängepunkt ist auch denkbar!)

Als nächstes muss die fstab angepasst werden, damit die NFS-Freigabe automatisch beim Systemstart mit eingebunden wird:
echo "192.168.1.10:/pfad/zur/freigabe1 /home/user/shared nfs rw 0 0" | sudo tee -a /etc/fstab > /dev/null
(Vorrausgesetzt, dass der Server die IP 192.168.1.10 hat und der freigegebene Ordner wirklich auf /pfad/zur/freigabe1 liegt)

Anschließend lassen wir die neue Freigabe mounten:
sudo mount /home/user/shared
(/home/user/shared ist natürlich der Einhängepunkt in unserem System und kann durch ggf. oben getätigte Änderungen abweichen)

Und siehe da: Die Freigabe lässt sich nun so behandeln, als ob die Daten lokal liegen.

Nach dieser Aktion habe ich testweise meinen Musik-Ordner auf die Freigabe kopiert, den alten Ordner umbenannt und eine Verknüpfung mit dem Namen „Musik“ auf die „neue“ Musik-Sammlung auf der Freigabe erstellt. Anschließend konnte ich mit der Banshee immer noch so auf meine Musik zugreifen, als ob die Daten lokal liegen, ohne irgendwelche Performance-Einbußen.
Der Vorteil liegt aber klar auf der Hand: Nun habe ich meine Musik-Sammlung zentral im Netzwerk liegen und kann sowohl von meinem PC, wie auch mit dem Laptop meiner Frau und meinem MP3-Radiowecker drauf zugreifen. Und in Zukunft soll auch noch eine Mediacenter-Lösung her (z.B. die Playstation 3), die dann ebenfalls unabhängig von meinem Computer auf meine Musik zugreifen kann.

Wer weitere Informationen zum NFS und den möglichen Parametern der Freigaben haben will, findet sie – wie so oft – im Wiki von Ubuntuusers.de: http://wiki.ubuntuusers.de/NFS

[Linux] Faulheit und geniale Tools

Wie zuvor schon schon beschrieben, versuche ich mit kleinen Tools meine kleinen Geek-Spielsachen miteinander zu kombinieren. Letztes mal habe ich berichtet, wie ich mit einem X-Tunnel von der Couch aus meinen Media-Player am Desktop-PC steuer.

Nun bin ich auf eine andere Idee gekommen: Mein kleiner eee-PC eignet sich durch sein integriertes Mikrofon und die Webcam hervorragend als Chat-Kiste. Was mich aber beim Einsatz daheim schon etwas stört. ist die kleine Tastatur des Gerätes. Und da ich gerne meine Applikationen recht zentral halte, will ich auch nicht auf dem Desktop Pidgin und auf dem eee Skype laufen haben. (An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass ich mit Skype4Pidgin meine Chats aus Skype generell auch in Pidgin halte.)

Also habe ich mir kurzerhand auf beiden Geräten Synergy installiert und nach der Anleitung aus dem Ubuntuusers.de-Wiki eingerichtet. Nun kann ich meine Keyboard- und Maus-Eingaben über das Netzwerk zwischen den beiden Rechnern hin und her schicken. Gehe ich mit der Maus über die linken Seite des Desktops meines PCs hinaus, werden alle Eingaben an denn eee geschickt. Gehe ich wieder mit der Maus über die rechte Seite des Desktops von meinem Netbook, hat wieder mein Hauptrechner den Fokus. (:
Bisher habe ich nur ab und zu leichte Verzögerungen, weil der eee die Daten per WLAN bekommt. Aber das ist eigentlich vernachlässigbar.

Vorteilhaft an Synergy ist, dass es für Linux, Mac und Windows verfügbar ist, und man somit quasi über alle drei Betriebssysteme hinweg arbeiten kann – wenn man denn drei Rechner mit entsprechenden Betriebssystemen besitzt (;

Linux-Ninja: Short Cuts

Ein paar Schnellschüsse vor dem Schlafengehen, die ich noch unbedingt loswerden muss:

Durch ein scheinbar nicht ganz vollständiges Kernel-Update auf meinem eee-701 konnte ich nach einem Neustart die Tastatur nicht mehr verwenden. Nun gut, ich hatte eh vor easypeasy zu testen!
Mehr oder weniger in dem Glauben, dass es bei einem kurzen Testen bleiben wird, und danach wieder ein komplettes Ubuntu auf die Kiste wandert, schnell einen bootbaren USB-Stick mit UNetbootin erstellt und auf dem kleinen Netbook installiert… erste Verwunderung überkam mich, als ich gesehen habe, dass die SSD in ext3 formatiert wird. Aber egal, die werden schon wissen, was sie tun, immerhin ist easypeasy auf den eee-PC optimiert.
Die Oberfläche von easypeasy ist scheinbar das NBR (Netbook Remix) von Ubuntu, das sehr schon aussieht! Auf dem Desktop befinden sich die Orte und Favoriten auf der rechten Seite und Links findet sich das Gnome-Menü. Bei einem Klick auf die Einträge werden dann die Applikationen im Raum zwischen den Menüeinträgen und den Orten angezeigt. Sehr nett!
easypeasy
Alle Anwendungen werden im Fullscreen-Modus gestartet. Von offenen Applikationen werden nur die Icons in der Fensterleiste angezeigt, außer von dem Fenster, das aktuell den Fokus hat. Von dem wird der Name angezeigt! Sehr nett, so etwas wünschte ich manchmal (!) auch daheim auf dem Desktop-PC!
Natürlich habe ich einige Programme erstmal deinstalliert. Warum brauche ich auf einem Netbook einen

  • Terminal-Server-Client
  • Bildschirm-Leser
  • Bittorrent-Client
  • Songbird (ich mag Rhythmbox lieber q: )
  • Openoffice.org-Impress
  • Openoffice.org-Draw
  • und noch andere…

Durch diverse Recherchen zu easypeasy bin ich per dummen Zufall über ein weiteres, nett aussehendes Ubuntu-Derivat gestolpert: CrunchLinux, welches wohl auch als CrunchEEE verfügbar ist. Beim Durchschauen der Anwendungsliste bin ich über Gwibber gestoßen, einen gtk-Microblogging-Client! Der kleine scheint ziemlich mächtig und unterstützt so einige Plattformen, u.a. Digg, Facebook oder Flickr. Wofür diese Protokolle nun nützlich sind, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall hat er meinen bisherigen Twitter-Client Twitux abgelöst!
Zur Installation unter Ubuntu 8.10 muss man die entsprechenden PPAs in die sources.list eintragen:

deb http://ppa.launchpad.net/gwibber-team/ubuntu intrepid main
deb-src http://ppa.launchpad.net/gwibber-team/ubuntu intrepid main

Und schon kann man gwibber wie gewohnt installieren.
Achtung: Fremdquellen können das System beschädigen… Ihr kennt das ja sicherlich von Ubuntuusers.de, gell?

Und wenn wir schon mal bei Neuerungen sind, habe ich direkt mal Liferea daheim auf die aktuelle unstable 1.5.10 geupdatet! Komischerweise lief die 1.5.5 im Betrieb problemlos, ohne Abstürze, mit kleineren, verkraftbaren Macken. Gleiche Version hat zu hause unsagbare Probleme gemacht und ist eigentlich alle 5 Minuten abgestürzt. Darum einfach mal:

wget http://prdownloads.sourceforge.net/liferea/liferea-1.5.10.tar.gz
tar -xzvf liferea-1.5.10.tar.gz
cd liferea-1.5.10
sudo apt-get build-dep liferea
sudo apt-get install libwebkit-dev libcurl4-dev
./configure
./make
./sudo make install
./sudo checkinstall

und schon habe ich eine wesentlich stabilere Version von Liferea laufen, die Google-Reader-Unterstützung hat! Wofür ich das brauche, habe ich bereits beschrieben (;

Meiner Faulheit hat dann auch noch Christoph Langner Unterstützung gegeben:
Anstelle von ssh IP-DES-RECHNERS-IM-NETZWERK kann man auch ssh $HOSTNAME.local eingeben. Voraussetzung ist die Installation von libnss-mdns:

sudo apt-get install libnss-mdns

Weitere interessante Tipps zum Thema Netzwerken im 21. Jahrhundert finden sich im Blog-Eintrag von Christoph Langner!

PS: Warum kann WP.org eigentlich nicht den small-Tag??