Ich bin zu alt für den Scheiß?

Gerade begrüßt mich das Backend von WordPress mit folgendem Bild:

Dabei bekomme ich sowohl bei meinem Musik-Magazin, wie auch bei WordPress.com diesen Hinweis.

Eigentlich halte ich mein System immer auf dem neuesten Stand und habe die aktuellste Version von Chromium installiert, die in den Standard-Repositories von Ubuntu enthalten sind. Aber anscheinend ist Version 12.0.x immer noch zu alt, wo doch schon Chrome 13.x draußen ist!

Menschenskinder, wie konnte sich der IE6 bei solchen Verhältnissen nur so lange halten…?

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Opera 11 – Ein kleiner Erfahrungsbericht

Nachdem mir nun schon der zweite Freund vom neuen Opera 11 vorgeschwärmt hat (an dieser Stelle Grüße an Daniel und Marc!), habe ich mir wirklich mal die Zeit genommen und mir den Browser mal genauer angeschaut.

Positive Aspekte
Opera 11 startet genau so schnell wie Chrome oder Chromium und ist auch während des Arbeitens angenehm flink. Deutlicher Pluspunkt, der ihn auch von der trägen Ente Firefox abhebt!
Nach ein paar Klicks hatte ich dann auch eine Sidebar, die ich unter Chromium schmerzlich vermisse. Für mich ein Vorteil gegenüber dem Google-Browser.
In der Lesezeichen-Sidebar gibt es einen Papierkorb für Lesezeichen. Ein sehr Feature, was aber nicht kriegsentscheidend sein soll!
Gleichsam nett ist das Tab-Stacking, die Möglichkeit verschiedene Tabs zusammenzufassen und somit Platz in der Tabulatorleiste zu sparen. Doch weiß ich nicht, ob das der Übersichtlichkeit nicht eher zum Gegenteil gereicht ist. Das System der „pinned“ Tabs gibt es auch in Chrom[e|ium].
Richtig nützlich finde ich dagegen die Notiz-Funktion! Sehr nett, auch wenn ich das auf Betriebssystem-Ebene mit Xpad gelöst habe! Ich muss mal schauen, wenn man die Notizen über mehrere Opera-Instanzen synchronisieren kann, wäre das ein Killer-Feature!
Als ich dann den ersten Text über Opera veröffentlicht habe, fiel mir positiv auf, dass hier die Rechtschreibprüfung immer aktiv ist. Chromium scheint hier „optimiert“ zu arbeiten und überprüft die Orthografie nach einem mir nicht bekannten Verfahren…
Doch die wohl herausragendste Eigenschaft an Opera ist wohl Opera Unite! Durch diesen Dienst ermöglicht es dem – weniger IT-erfahrenen – Benutzer, Serverdienste auf dem lokalen Rechner auszuführen. Zum Beispiel kann man über Opera Unite ein bestimmtes Verzeichnis für File-Sharing freigeben. Natürlich Passwort geschützt (;
Oder man kann anderen Nützern erlauben, Dateien auf dem eigenen Rechner abzulegen. Wer seine eigene Webseite hosten will, kann das auch über einen bestimmten Service machen.
Richtig nützlich finde ich die Funktionen zum Streamen von Multimedia-Inhalten über das Internet. Doch will ich wirklich meinen Rechner daheim laufen lassen, wenn ich auf der Arbeit meine Musik hören will?

Negative Aspekte
Direkt zu Beginn der Killer: Opera kann kein WebGL! Doch da muss ich zugeben, das kann nicht mal mein aktueller Chromium. Dennoch schade, ich würde mir ja schon gerne mal den Google Bodybrowser anschauen (;
Bei Facebook ist mir auch eine kleine Unschönheit in der Darstellung aufgefallen

Auf Youtube hatte ich bei HTML5-Videos genau so hohe CPU-Auslastung, wie mit dem Flashplayer. Das ist schmerzlich! Und richtig nervig finde ich es, dass direkt ein Kontext-Menü aufgeht, wenn ich einen Text mittels Doppelklick markiere!
Die von einigen hochgelobte UI finde ich eher mäßig. Die Menüs sind ziemlich überladen, man muss viele Optionen erst manuell aktivieren. Zum Beispiel, dass die Lesezeichen manuell sortiert werden sollen, und nicht alphabetisch. Oder dass die Adressleiste nicht wichtige Parameter in der URL verschluckt.
Außerdem: Warum hat Opera ein Tray-Icon und warum kann ich das nicht deaktivieren?
Mit Opera 11 haben nun auch endlich Extensions Einzug in den Browser gefunden. Eigentlich peinlich, dass das so lange gedauert hat und bei Firefox und Chrom[e|ium] von Anfang an Standard war. Entsprechend ist der Market mit Erweiterungen noch recht klein und einige Erweiterungen scheinen noch nicht richtig zu funktionieren. Zum Beispiel der Adblocker, der einige Werbung nicht unterdrückt und mir nicht erlaubt, die Preferences zu öffnen.

Unbeachtete Aspekte
Für mich sind manche Komponenten von Opera gänzlich uninteressant und unnötig. Sie bieten meiner Meinung nach keinen Vorteil, aber auch keinen Nachteil zu anderen Browsern. Zum Beispiel die Mausgesten. Ich bin Vim-User, wenn es nach mir ginge, würde ich den Browser am liebsten vermehrt mit der Tastatur steuern wollen!
Auch das Widget-System entzieht sich gänzlich meinem Verständnis. Warum soll ich mir eine Uhr oder ein Aquarium in meinem Browser „installieren“?
Und ich bin Vertreter von: „One Task, One Tool“. Ich will einen Browser, um im Internet zu surfen. Da brauche und will ich keine eMail-Funktionalitäten, wenn ich einen Standalone-Client habe!

Doch unterm Strich bin ich doch positiv überrascht! Sicherlich ist es wieder eine kleine Umgewöhnung in der Handhabung, sowohl im Browser selber, wie z.B. auch im Backend von WordPress. Aber so eine Umstellung hat man immer, wenn man von seiner gewohnten Software auf eine alternative wechselt.
Ich werde Opera wohl noch ein paar Tage als meinen Standardbrowser testen. Ob ich gänzlich umsteige, weiß ich noch nicht. Für gewisse Aufgaben werde ich ihn aber auf jeden Fall auf der Platte lassen und auf Opera Unite zurückgreifen!

Update: Gerade habe ich zwei Dinge gefunden, die ein K.O.-Kriterium für Opera sind:
Bei der Dateieingabe über mehrere Formulare zerschießt mir der Browser die Session-Integrität, weil ich beim Drücken von Backspace in der Browser-History einen Schritt zurückgehe, wenn ich nicht in einem Text-Feld bin. Böse! Das hat mich eben mindestens drei Versuche gekostet!
Und das nächste ist: Scheinbar kann Opera nicht richtig mit TiddlyWiki umgehen. Und dieses kleine Notizbuch brauche ich unbedingt!

http://www.opera.com/

Werbung blockieren mal anders

Nachdem der Andi so schön gefrotzelt hat, habe ich mal seinen Tipp mit der /etc/hosts-Datei ausprobiert, um den Firefox mal ohne das Adblock Plus-Addon zu testen.
Dafür musste ich aber das Script vom Student-im-Urlaub (auch Grüße von Aachen nach Aachen q; ) etwas anpassen:
die Datei /usr/bin/adblockrefresh sieht bei mir so aus:
#!/bin/sh
echo "Updating adserver list..."
sudo cp /etc/hosts.bak /etc/hosts
curl "http://pgl.yoyo.org/adservers/serverlist.php?hostformat=hosts&showintro=0&mimetype=plaintext" | sudo tee -a /etc/hosts
echo "Done. Have fun!"

Und bei mir war standardmäßig nicht curl installiert, was ein sudo apt-get install curl schnell änderte.

Und in der Tat, der Firefox läuft startet ohne Adblock Plus wesentlich schneller!
Außerdem kann kann ich nun auch werbefrei mit der Firefox 3.1b-Beta, Opera oder Midori surfen.

Meine Firefox Addons

Irgendwie ein ganz typischer Blog-Eintrag und passend zu meinem Test von Firefox 3.1b: Meine verwendeten Firefox-Erweiterungen!

  • Adblock Plus – Blockt unerwünschte Werbung und andere Elemente einer Webseite.
  • All-In-One Gestures* – Erlaubt das Steuern des Firefox’s mit der Maus – besonders fein für den faulen Informatiker (;
  • All-In-One Sidebar – Verlagert Lesezeichen, Addons, Historie, Downloads und Seiteninformationen in eine Sidebar
  • Compact Menu 2 – ich mag es gerne kompakt. Und mit dieser Erweiterung kann man die Menü-Leiste in einen Button komprimieren (:
  • Delicious Bookmarks* – Simple Sache: Verwalten meiner Del.icio.us-Lesezeichen über eine Firefox-Sidebar
  • DownloadHelper – Erlaubt das runterladen von Multimedia-Inhalten, wie Youtube-Videos oder MP3-Dateien aus Flash-Playern
  • Firebug* – Eines der unverzichtbaren Werkzeuge für den Web-Developer!
    • Firecookie – eine Firebug-Erweiterung zum ansehen und manipulieren von Cookies
  • Extended Status Bar – Erweitert die Status-Leiste des Browsers um interessante Informationen, wie Seitenladezeit, geladene Bilder, Geschwindigkeit des Ladens, gesamt übertragene KB der Seite.
  • Fission – Zeigt den Ladefortschritt einer Webseite in der Adressleiste
  • Google Gears* – Optimiert die Laufzeit einiger Anwendungen, wie dem WP-Backend, Myspace-Nachrichten, u.v.m.
  • Screengrab!* – Macht Screenshots einer kompletten Webseite, ohne zu scrollen
  • Stealther* – Im Betrieb und auf dem Laptop sehr nützlich: Hinterlässt keine Privaten Daten auf dem Rechner: Keine Cookies, keine Historie, keine Formulardaten, keine Download-Historie, etc. Auch bekannt als „Porno-Modus“ (;
  • Stop-Or-Reload-Button* Macht beim Laden einer Seite aus dem „Laden“-Button einen „Stop“-Button und umgekehrt. Sehr nett, um Platz in der Leiste zu sparen!
  • Web Developer* – Ebenso sehr wichtig für den Webentwickler mit vielen nützlichen Werkzeugen

Früher hatte ich noch eine Zeit lang Scribefire zum bloggen installiert, aber mittlerweile benutze ich das Webinterface von WordPress wesentlich lieber.

Anmerkung: Die Addons mit einem * sind leider nicht kompatibel zu Firefox 3.1b

Was kann der Internet-Explorer?

Als Webentwickler ist man immer bedacht, dass die erstellten Lösungen auch in allen Browsern funktionieren. Die Zeiten von „Optimiert für Browser XYZ in Auflösung ZZZxYYYY“ sind eigentlich vorbei!

Doch immer wieder scheitert man an der Unfähigkeit oder der etwas wirren Interpretation bestimmter Browser! Welcher Browser mit welchen aktuellen und neuen Webtechnologien wie klarkommt, sieht man schick in der Übersicht von deveria.com. – Man sieht, das Microsoft-Produkt schneidet nicht sonderlich gut ab…

Midori – Browser mit Webkit-Engine

Für mich als Web-Entwickler ist es immer wieder wichtig, nicht nur meinen bevorzugten Browser Firefox zu testen, sondern auch den Internet-Explorer und Opera mal zu benutzen.

Unter Linux ist der windows-eigene Browser in der Version 7+ leider nicht testbar, für den IE5, IE5.5 und IE6 gibt es zum Glück IE4Linux.

Um mal zu testen, wie meine Seiten auf dem Mac aussehen, oder einfacher gesagt, einem Browser mit Webkit-Engine, hätte ich bisher immer auf den Konqueror zurückgegriffen, der aber alleine von den Bibliotheken nicht ganz in mein Gnome-System gepasst hätte…
Doch nun bin ich auf Midori gestoßen, einem leichtgewichtigen Browser auf GTK- und Webkit-Basis! Auch wenn der kleine Browser gerade mal in Version 0.1.2 erschienen ist, schaut er schon mal vielversprechend aus!

Auf einem Ubuntu-System lässt sich Midori schnell via

sudo apt-get install midori

installieren… Ansonsten lohnt sich sicher ein Besuch von Midori auf TwoToasts.de