Bombstrike – Born Into This

Ab und an bekomme ich etwas sehnsucht zu meiner Zeit, als ich noch mehr Punk gehört habe. Dann greife ich meist in mein CD-Regal und höre richtige Musik, haha! Nein, im Ernst, ab und zu bekomme ich Lust auf etwas punkigeres und höre dann auch schon mal gerne Crust. Meine Favoriten in dem Bereich sind momentan MASSMÖRD und DISKONTO. Aber um die geht es in dieser Kritik gerade nicht, sondern um Schweden BOMBSTRIKE, die auf dem deutschen Krachlabel POWER IT UP RECORDS 2007 ihr aktuelles Album rausgebracht haben!

Okay, „Album“ mag für gut 25 Minuten schon beinahe etwas überheblich. Aber immerhin bekommen wir inklusive Intro 13 Lieder präsentiert, von denen der Titeltrack mit drei Minuten das längste Lied ist. Musikalisch gibt es das, was man vom Crust erwartet: Schnelle Auf-die-Fresse-Musik mir stumpfen, brutalen Beat, relativ simplen, mürbenden Gitarren und wütenden Schreien, die mich ein bisschen an Pumuckl erinnern, der seinen Hustensaft abgesetzt hat… Genretypisch ist die Attitüde der Scheibe recht düster, aussichtslos, angepisst. Ohne Beschönigung und Schnörkel lassen die 5 Jungs aus Skogas ihrem Frust freien Lauf! Doch halt! In „Downfall“ und „Resigned“ bekommt man Lead-Gitarren und in u.a. „Accept The War“ oder „Religion Of The Lost“ sogar Soli zu hören! Letztgenanntes Lied ist auch mein Highlight der Platte! Ich mag den netten Break im Refrain…
Sehr nett ist ebenfalls das Outro: „The most beautiful silence you ever have heard…“ – Recht hat er, nach diesem apokaliptischen Inferno, abseits jeglicher kommerzieller Normen!

Auch wenn es noch mal Bonuspunkte für die teilweise muttersprachlichen Texte gibt – sowas mag ich ja! – und das Material sehr authentisch klingt, wird der stumpf-wummernde Beat auf die gesamte Spieldauer doch etwas zu monoton. Ich setze für „Born Into This“ mal eine Wertung etwas über „durchschnittlich“ an…

Infos
Power It Up Records / 2007
CD / 13 Lieder – 25:28 min.


Diese CD-Kritik habe ich für mein Death Metal und Grindcore-Webzine NecroSlaughter geschrieben. Da es sich aber nicht direkt um Death Metal oder Grindcore handelt, habe ich sie ebenfalls hier veröffentlicht!

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Raging Speedhorn – Before The Sea Was Build

Irgendwie scheine ich aktuell eine Händchen dafür zu haben, Bands viel zu spät für mich zu entdecken! Erst WITHIN PASSION und nun RAGING SPEEDHORN, die sich wohl dieses Jahr zu einem Split entschlossen haben! Schade, denn die schon seit dem Ende der 90er aktive Band gefällt mir nach anfänglicher Eingewöhnungsphase ziemlich gut!

In welche Kategorie ich RAGING SPEEDHORN, bzw. deren scheinbar letztes Album überhaupt „Before The Sea Was Build“ einordnen würde, ist schwer zu sagen. Teilweise klingen Elemente des Post-Hardcores ganz klar durch, ebenso finden sich aber auch eindeutige Anzeichen des Dooms und des Sludges. Auf jeden Fall sagt mir dieses britische Sextett viel mehr zu, als es die meisten Vertreter der genannten Genre sonst tun!
Die teilweise recht einfach gestrickten Riffs wirken in den stellenweise recht unkonventionellen Songaufbauten so nachvollziehbar, wie auch unterschwellig unheilvoll! Eine unglaubliche Wut zusammen mit bedrückend-depressiver Grundstimmung schafft eine Atmosphäre, wie ich sie selten auf einem Album gehört habe, und wenn, dann meist auf denen britischer Künstler. So würde z.B. „Mishima“ oder „Who Will Guard The Guards“ ohne Probleme in die tonliche Untermalung eines „28 ____ later“-Filmes passen und dessen Stimmung auf gleiche Weise untermalen, wie es der aktuelle Soundtrack bereits macht!

Auch wenn sich alle Lieder der Scheibe auf gleich hohem Niveau bewegen und nach mehrmaligem Hören einen ziemlich hohen Wiedererkennungswert entwickeln, so sind mir als besondere Tracks „Dignity Stripper“ und „Too Drunk To Give A Fuck“ im Kopf geblieben. Letzteren kann man auf jeden Fall auf dem Last.fm-Profil der Band probehören, was ich aufgeschlossenen Metallern mit einem Hang zum Doom ungefragt ans Herz legen möchte!
RAGING SPEEDHORN waren für mich definitiv ebenfalls eine Neuentdeckung des Jahres 2007!

Infos
Earache / 2007
CD / 10 Lieder / 28:25 min.


Diese CD-Kritik habe ich für mein Death Metal und Grindcore-Webzine NecroSlaughter geschrieben. Da es sich aber nicht direkt um Death Metal oder Grindcore handelt, habe ich sie ebenfalls hier veröffentlicht!

Musik-Kritiken: NecroSlaughter-Webzine

Jesus! Da schaut man sich seinen eigenen Blog an und wird mit dem Aussehen überrascht! Scheinbar hat sich das Theme „The Journalist“ ein wenig verändert… Naja, sei’s drum! Mir gefällt’s immer noch!

Warum ich aber eigentlich schreibe:
NecroSlaughter-Webzine
Vielleicht weiß es der ein oder andere schon, vor ca. 5 Jahren habe ich meine erste Webseite gestartet, eine Seite, auf der ich meine Meinung zu CDs veröffentlicht habe. Schnell wurde meine kleine, eigentlich private Seite als Webzine „anerkannt“ und bekam unglaublichen Zulauf!
Ende 2006 habe ich dann aus verschiedenen Gründen mein kleines Webzine leider etwas vernachlässigen müssen und bin seither nicht wirklich dazu gekommen wieder wirklich dran zu arbeiten!

Aber das soll sich nun ändern! Auch wenn es noch nicht wirklich als neue Auflage des NecroSlaughter-Webzines durchgehen kann (darum ist es auch noch nicht unter der alten URL necroslaughter.tk erreichbar), so will ich langsam aber sicher wieder aus den Hufen kommen! Und warum soll ich das nicht direkt auch wieder offentlich machen? Immerhin habe ich so vielleicht wieder etwas mehr Druck dahinter, der mich zum weitermachen motiviert?!?

Die ersten CD-Kritiken und ein Konzert-Bericht sind schon online und weitere werden definitiv folgen!
Auf folgende Kritiken möchte ich aber noch mal besonders hinweisen:

Und an dieser Stelle möchte ich mich auch bei eGitarre Lernen bedanken, der meinen privaten Blog hier bei sich in der Blogroll aufgenommen hat! Vielen Dank dafür, vielleicht findet mein kleines Magazin auch einen Platz in deinem Feedreader (;

Links:
necro.opencontact.info – NecroSlaughter 2.0-Beta
necroslaughter.tk – das alte Webzine
egitarrelernen.wordpress.com

[Review] Boppin‘ B in Aachen

Im Rahmen des September-Specials hat die Stadt Aachen sich einen besonderen Leckerbissen zum Abschluss rangezogen: Boppin‘ B!

Die seit über 20 Jahren existierende Rockabilly-Band hatte vor ein paar Jahren ihren großen, populären Durchbruch mit ihrem Album „Bop around the Pop„, auf dem sie ausschließlich Lieder von Schmusepoper Sascha geocvert haben. Und von eben diesem Album gab es gleich 4 Stücke zu hören (u.a. „Rooftop„, „Lonely“ und die Single „If you believe„)! Ansonsten ging es vom klassischen Rock’n Roll über Eigenkompositionen über „King Of The Bongo“ zu den Ramones („Blitzkrieg Bob„).

Was aber beinahe schon wichtiger war, als die Liedauswahl, war die Bühnenshow der Band! Die war dermaßen Rock’n Roll, dass die Stimmung sogar auf die sonst mehr als unterkühlten Aachener übergeschwappt ist! Der Bassist ist auf seinen Kontrabass geklettert, hat den Bass wie eine Gitarre oder über den Kopf gespielt, der Gitarrist ist über die Boxen geturnt und auf der Bassdrum rumgesprungen. Mehr als einmal haben die Musiker akrobatisch Menschenpyramiden gebaut und gleichzeitig weitergespielt, eine wirklich umwerfende Performance!
Zwischen und während der Lieder sind die Musiker, die allesamt noch Backing-Vocals gemacht haben, noch in Interaktion mit dem Publikum getreten, haben Chorgesänge eingestimmt und das sonst eher triviale „Are You Alright?“-Spiel etwas aufgepeppt, haha!

Mein persönliches Highlight war „Ich Wär So Gern Wie Du“ aus dem Dschungelbuch. Ich hätte nie gedacht, dass Disney so Rock’n Roll klingen kann!
Nach knapp 2 Stunden und insgesamt 5 Zugaben war sowohl der Auftritt, als auch das diesjährige September-Special vorbei und sicherlich alle Anwesenden auf dem Aachener Markt sind voll auf ihre Kosten gekommen! Wer hätte gedacht, dass Boppin‘ B noch mal die hervorragende Leistung von The Doors Of Perception toppen könnten?

An dieser Stelle geht noch mal mein aufrichtiger Dank an die Organisatoren und das Team vom September-Special! Es war wirklich eine sehr gelungene Veranstaltung, die sehr viel Spaß gemacht hat! Ich freue mich wirklich auf nächstes Jahr! Dann bitte mit Holy Moses und Nekromantix, ja? (;

Und noch mal an Boppin B:Scheißkapelle! Haha!

Links:
boppinb.de