I Love Vinyl


Und warum liebe ich Vinyl? Es gibt sicherlich tausend Gründe, warum ich eine schöne Schallplatte einer lausigen MP3 bevorzuge. Viele davon sind sicherlich ideell. Einige sind aber auch rein ästhetischer Natur. Und dazu werde ich auf meinem Blog nun eine kleine Galerie erstellen. Die ersten schicken Schätzchen findet man bereits unter „Vinyl Love“. Weitere werden folgen.
Dabei werde ich mich nur auf buntes Vinyl beschränken. Schwarzes kennt ja jeder und ein Bild von einem geilen Booklett wirkt auch nicht so fett, wie das dicke Lesewerk selber.

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Shelter

Eine „Expertin für multiple Persönlichkeitsstörungen“ wird von ihrem Vater an einen ganz besonderen Fall gebracht. Neben der üblichen psychologischen Ausprägung der Krankheit besitzt Adam auch physiologische Auffälligkeiten, je nachdem welche Persönlichkeit gerade die Oberhand hat. Bei weiteren Recherchen bekommt die Ursache für Adams Störung noch einen mystischen Touch und gipfelt in einer schwer religiösen Geschichte, deren Details aber den Sachverhalt eines Spoilers erfüllen würden.

Die Grundidee hinter „Shelter“ ist an sich nett und erinnert im ersten Moment etwas an „Identität„. Kein Wunder, stammt die Geschichte doch aus der Feder des gleichen Autors. Doch leider ist das Jüngste Werk von Michael Cooney nicht halb so intelligent ausgeklügelt und tiefgehend wie „Identität„. Dadurch, dass die Geschichte auch noch schleppend langsam erzählt wird, zieht sich „Shelter“ eine Gefühle Ewigkeit und durch das religiös-moralische Finale wird der Betrachter am Ende nicht mal mit einem schönen Plot-Twist oder ähnlichem belohnt, sondern als aufgeklärter Europäer eher noch verhöhnt. Das Ur-Amerikanische Publikum dürfte da schon eher gefallen dran finden.

3.5/10 Punkten

http://www.imdb.com/title/tt1179069/

Opera 11 – Ein kleiner Erfahrungsbericht

Nachdem mir nun schon der zweite Freund vom neuen Opera 11 vorgeschwärmt hat (an dieser Stelle Grüße an Daniel und Marc!), habe ich mir wirklich mal die Zeit genommen und mir den Browser mal genauer angeschaut.

Positive Aspekte
Opera 11 startet genau so schnell wie Chrome oder Chromium und ist auch während des Arbeitens angenehm flink. Deutlicher Pluspunkt, der ihn auch von der trägen Ente Firefox abhebt!
Nach ein paar Klicks hatte ich dann auch eine Sidebar, die ich unter Chromium schmerzlich vermisse. Für mich ein Vorteil gegenüber dem Google-Browser.
In der Lesezeichen-Sidebar gibt es einen Papierkorb für Lesezeichen. Ein sehr Feature, was aber nicht kriegsentscheidend sein soll!
Gleichsam nett ist das Tab-Stacking, die Möglichkeit verschiedene Tabs zusammenzufassen und somit Platz in der Tabulatorleiste zu sparen. Doch weiß ich nicht, ob das der Übersichtlichkeit nicht eher zum Gegenteil gereicht ist. Das System der „pinned“ Tabs gibt es auch in Chrom[e|ium].
Richtig nützlich finde ich dagegen die Notiz-Funktion! Sehr nett, auch wenn ich das auf Betriebssystem-Ebene mit Xpad gelöst habe! Ich muss mal schauen, wenn man die Notizen über mehrere Opera-Instanzen synchronisieren kann, wäre das ein Killer-Feature!
Als ich dann den ersten Text über Opera veröffentlicht habe, fiel mir positiv auf, dass hier die Rechtschreibprüfung immer aktiv ist. Chromium scheint hier „optimiert“ zu arbeiten und überprüft die Orthografie nach einem mir nicht bekannten Verfahren…
Doch die wohl herausragendste Eigenschaft an Opera ist wohl Opera Unite! Durch diesen Dienst ermöglicht es dem – weniger IT-erfahrenen – Benutzer, Serverdienste auf dem lokalen Rechner auszuführen. Zum Beispiel kann man über Opera Unite ein bestimmtes Verzeichnis für File-Sharing freigeben. Natürlich Passwort geschützt (;
Oder man kann anderen Nützern erlauben, Dateien auf dem eigenen Rechner abzulegen. Wer seine eigene Webseite hosten will, kann das auch über einen bestimmten Service machen.
Richtig nützlich finde ich die Funktionen zum Streamen von Multimedia-Inhalten über das Internet. Doch will ich wirklich meinen Rechner daheim laufen lassen, wenn ich auf der Arbeit meine Musik hören will?

Negative Aspekte
Direkt zu Beginn der Killer: Opera kann kein WebGL! Doch da muss ich zugeben, das kann nicht mal mein aktueller Chromium. Dennoch schade, ich würde mir ja schon gerne mal den Google Bodybrowser anschauen (;
Bei Facebook ist mir auch eine kleine Unschönheit in der Darstellung aufgefallen

Auf Youtube hatte ich bei HTML5-Videos genau so hohe CPU-Auslastung, wie mit dem Flashplayer. Das ist schmerzlich! Und richtig nervig finde ich es, dass direkt ein Kontext-Menü aufgeht, wenn ich einen Text mittels Doppelklick markiere!
Die von einigen hochgelobte UI finde ich eher mäßig. Die Menüs sind ziemlich überladen, man muss viele Optionen erst manuell aktivieren. Zum Beispiel, dass die Lesezeichen manuell sortiert werden sollen, und nicht alphabetisch. Oder dass die Adressleiste nicht wichtige Parameter in der URL verschluckt.
Außerdem: Warum hat Opera ein Tray-Icon und warum kann ich das nicht deaktivieren?
Mit Opera 11 haben nun auch endlich Extensions Einzug in den Browser gefunden. Eigentlich peinlich, dass das so lange gedauert hat und bei Firefox und Chrom[e|ium] von Anfang an Standard war. Entsprechend ist der Market mit Erweiterungen noch recht klein und einige Erweiterungen scheinen noch nicht richtig zu funktionieren. Zum Beispiel der Adblocker, der einige Werbung nicht unterdrückt und mir nicht erlaubt, die Preferences zu öffnen.

Unbeachtete Aspekte
Für mich sind manche Komponenten von Opera gänzlich uninteressant und unnötig. Sie bieten meiner Meinung nach keinen Vorteil, aber auch keinen Nachteil zu anderen Browsern. Zum Beispiel die Mausgesten. Ich bin Vim-User, wenn es nach mir ginge, würde ich den Browser am liebsten vermehrt mit der Tastatur steuern wollen!
Auch das Widget-System entzieht sich gänzlich meinem Verständnis. Warum soll ich mir eine Uhr oder ein Aquarium in meinem Browser „installieren“?
Und ich bin Vertreter von: „One Task, One Tool“. Ich will einen Browser, um im Internet zu surfen. Da brauche und will ich keine eMail-Funktionalitäten, wenn ich einen Standalone-Client habe!

Doch unterm Strich bin ich doch positiv überrascht! Sicherlich ist es wieder eine kleine Umgewöhnung in der Handhabung, sowohl im Browser selber, wie z.B. auch im Backend von WordPress. Aber so eine Umstellung hat man immer, wenn man von seiner gewohnten Software auf eine alternative wechselt.
Ich werde Opera wohl noch ein paar Tage als meinen Standardbrowser testen. Ob ich gänzlich umsteige, weiß ich noch nicht. Für gewisse Aufgaben werde ich ihn aber auf jeden Fall auf der Platte lassen und auf Opera Unite zurückgreifen!

Update: Gerade habe ich zwei Dinge gefunden, die ein K.O.-Kriterium für Opera sind:
Bei der Dateieingabe über mehrere Formulare zerschießt mir der Browser die Session-Integrität, weil ich beim Drücken von Backspace in der Browser-History einen Schritt zurückgehe, wenn ich nicht in einem Text-Feld bin. Böse! Das hat mich eben mindestens drei Versuche gekostet!
Und das nächste ist: Scheinbar kann Opera nicht richtig mit TiddlyWiki umgehen. Und dieses kleine Notizbuch brauche ich unbedingt!

http://www.opera.com/

Ohne Worte: Erstes Sex-Spiel für Kinect

Was soll man dazu sagen? Eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit und sicherlich der sehnlichste Wunsch von so manchem MMORPG-Nerd…

Ich zitiere hier nur die IT-News für Profis:

Eine Hand gleitet über eine Polygonfrau: So sehen die ersten Versuche aus, mit der Bewegungssteuerung Kinect auch Sex und Erotik auf den Bildschirm zu bringen – nicht auf Konsole, sondern dank mittlerweile offener Schnittstellen unter Windows 7.

Das Unternehmen Thrixxx (dessen Webseite „not save for work“ ist) hat auf Youtube ein – inzwischen offenbar wieder gelöschtes – Video veröffentlicht, das die Verwendung von Kinect für ein Sexspiel demonstriert. Zu sehen ist eine per Kinect gesteuerte Hand, die über halbnackte Frauenkörper gleitet.

Nebenbei: Wer bei Youtube richtig sucht, findet auch das Video:

Quelle: http://www.golem.de/1012/80164.html

Hassobjekt: Klare Jewelcases

Nun muss ich mir aber mal Luft machen: Durchsichtige Jewelcases sind einfach nur scheiße! Zugegeben, sie sehen nett aus, wenn eine Band das Artwork wirlich um eine Dimension erweitert und das neu gegebene Potential der Verpackung richtig ausnutzt. Doch wenn man die Rückseite des Inlays einfach nur einfarbig mit einem dummen Spruch wie „Death Fucking Metal“ bedruckt, ist es unnötig wie ein Kropf. Und dann hat man von einem klaren Jewelcase nur noch den dicken Nachteil: Wenn man das Teil ein Mal (!!) fallen lässt, brechen direkt alle Zinken ab, die eigentlich die CD in der Hülle halten sollen. So ein Mist passiert bei einfachen schwarzen Trays nicht!

Eigentlich kein großes Ding, wie ein Arbeitskollege schon meinte: „Heute Kosten so Jewelcases doch nichts mehr…“ – Dennoch kotzt es mich an! Mindestens genau so sehr, wie die Kollegen vom Vampster die Booklet-Stomper (Teil 2) (eigentlich ja Booktlet-Stopper, aber ich finde Stomper passender…) oder FSK-Logos zum Kotzen finden.

So, das musste mal gesagt werden!

Splice

Was kann moderne Gen-Forschung besseres bieten, als einen Neuaufguss der „Frankenstein“-Thematik? So geschehen mit „Splice“: Ein Forscher-Paar verbindet auf der Suche nach dem Super-Protein diverse animalische DNS. Als ihre Forschung droht eingestellt zu werden, wollen sie es noch einmal wissen und werfen noch eine Hand voll menschlicher Chromosome mit in den Topf. Das Ergebnis entwickelt sich besser als gedacht und entpuppt sich als Superwesen mit Kiemen, Flügeln und Giftstachel. Je weiter sich Dren (so der Name der Zucht) entwickelt, um so mehr sortieren sich die Rollen in dem Film neu, besonders, als der Protagonist gewisse Gefühle für seine Schöpfung entwickelt…

Gen-Ethik ist heute natürlich ein heißes Eisen! Und da bietet sich auch eine Frankensteins Monster Story förmlich an. Die Grundidee ist dabei sicherlich nett. Doch leider nicht mehr! Dafür ist Dren schlussendlich zu überzogen mit all ihren tollen Fähigkeiten, die Geschichte selber zu plakativ und der Schluss einfach nur lieblos. Wissenschaft ist böse, und „Splice“ ein übermoralischer und übertriebener Film für Gutmenschen, die Welt kann so einfach sein!

6,5/10

http://www.imdb.com/title/tt1017460/