Neuer Blog für extreme Musik

Supreme Chaos Records Chef Robby (Twitter-Account) beschäftigt sich auf Grund seines Labels oft mit progressiver und extremer Musik. Und seine Erfahrungen will er nun auch anderen Leuten mitteilen, weswegen er nun einen neuen Blog ins Leben gerufen hat: http://music2extreme4u.wordpress.com/!

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Heavy Metal und Twitter

… vor einiger Zeit habe ich mir mal die Mühe gemacht, und mal die Metal-Bands auf Twitter aufgelistet. Leider habe ich diesem ersten Schritt keine Zeit mehr gefunden, um die Liste zu aktuallisieren und entsprechend ist sie unvollständig.
Doch zum Glück gibt es auch ambitioniertere Leute als wie mich und jemand hat sich die Mühe gemacht eine Seite nur um Heavy Metal auf Twitter zu machen: http://www.circletwitt.com/!

12.08.2009 – The Creepshow in Aachen

Aus dem fernen Kanada hat es zwei Bands in den beschaulichen Musikbunker nach Aachen verschlagen! Und da ich THE CREEPSHOW schon seit dem ersten Kontakt richtig gut fand, stand es für mich außer Frage, dass ich natürlich hingehe. Beim letzten Auftritt im Mubu vor ca. 1,5 Jahren habe ich leider erst einen Tag später erfahren, dass die Truppe quasi vor meiner Haustüre gespielt hat, daher habe ich mich unglaublich über ihre Rückkehr gefreut! Also Support hatte man NIM VIND dabei, die mir bis zum Beginn des Abends quasi unbekannt waren.
Aber vorweg: Warum sind die Leute vom Musikbunker nur selten in der Lage, Anfangszeiten auf die Homepage oder Konzert-Flyer zu schreiben? Wir sind vorsichtshalber bereits um 20h vor Ort aufgeschlagen, doch das eigentliche Konzert begann erst um 21h. Zugegeben, bei „nur“ zwei Bands hätte man sich das beinahe denken können und so ist es sicherlich besser, als zu spät zu kommen. Dennoch wären konkrete Uhrzeiten beim nächsten Mal schön!

Beim betreten des großen Raums verwunderte zunächst das wenige Merchandise, was von NIM VIND in einer Ecke stand – bis ich dann den riesigen Stand von THE CREEPSHOW auf der anderen Seite des Raumes gesehen habe! Die Jungs und das Mädel hatten echt eine super Auswahl an T-Shirts dabei. Doch leider nur die aktuelle Scheibe „Run For Your Life“ auf CD und Vinyl, dafür letzteres in einer schönen, grünen und limitierten Auflage von 500 Stück! Sehr fein. Und die CD vom Solo-Projekt der Sängerin Sarah war auch zum Erwerb angeboten.

Als NIM VIND die Bühne betraten, war das Publikum relativ gespannt. Scheinbar die wenigsten – mich ja eingeschlossen – kannten die Horror-Punk Truppe. Dies war dem Trio wohl bewusst, so kam auch als Ansage vom Sänger/Gitarristen: „You might not know us. If you think we are shit, that’s okay…“ – Scheint ziemlich unsicher der Junge! Doch glücklicherweise waren die Jungs an ihren Instrumenten und in ihren Liedern wesentlich selbstbewusster. So gab es etwas mehr als eine halbe Stunde guten, wenn auch für mich etwas zu moderaten Horror-Punk mit schmalziger Stimme. Mich persönlich hat es ein bisschen an eine punk-orientiertere Version von Tiger Army erinnert…
Eine nette Eröffnung, auch wenn mich NIM VIND nicht zum Kauf eines Tonträgers animieren konnten. Ähnlich positive Haltung hatte das restliche Publikum, das größtenteils interessiert vor der Bühne stand und sich bei manchen Songs ein wenig mit bewegte!

Als sich die Zeit des Haupt-Acts genähert hat, wurde es sichtlich voller vor der Bühne. Und spätestens nachdem dem Intro „The Sermon II“ der Opener „Rue Morgue Radio“ vom aktuellen Album erklang, war auch schon Party angesagt. Vom ersten Riff an hatten THE CREEPSHOW das Publikum fest in der Hand und sorgten für einige Action im Wrecking-Pit und dadurch auch für ordentlich Temperatur im Saal. Und Bewegung gab es auch auf der Bühne, vor allen die verdammt kleine Sarah bewies Hummeln im Hintern und tanzte soweit es ihr ihre Doppelrolle als Sängerin und Gitarristin erlaubte über die Bühne und hat sogar eine Passage auf dem Slapbass stehend gespielt. Wirklich eine verdammt gute Performance! Selbst Drummer Matt „Pomade“ Gee ging hinter seinem Kit ab wie die Luzie und hat mich richtig geilen Variationen seiner Licks die Songs noch weiter zu etwas Besonderem gemacht!
Grave Diggers„, „Take My Hand„, „Burried Alive„, „Deamon Lovers“ und natürlich „Creatures Of The Night“ heizten den Fans gut ein. Doch an dieser Stelle wäre es wohl einfacher aufzuzählen, welche Songs die Band mit der charismatischen Frontfrau nicht gespielt haben! Denn nachdem zur ersten Zugabe „The Garden“ und das obligatorische Misfits-Cover „Halloween“ schon verbraten waren, forderte die Meute die Band abermals auf die Bühne zurück. Die Freude über diese Reaktionen aus dem Publikum bei der Band konnte man ganz genau im Leuchten der Augen von Sarah sehen! Nachdem dann abschließend noch „Sell Your Soul“ zum Besten gegeben wurde, waren wohl ALLE Lieder der Psychobilly-Band gespielt. Mir persönlich fällt zumindest nicht ein, was gefehlt hätte, selbst „Doghouse“ haben sie gespielt, was wider mein Erwarten auch verdammt live-tauglich war!
Nach etwas mehr als einer Stunde war also leider um 23:20h Schluss, doch die Band zeigte sich weiterhin sehr fan-nahe und hat erstmal alles mögliche signiert und mit den Fans am Merch-Stand geplaudert.

Nicht nur für aachener Verhältnisse war der Abend mächtig! So viel Partie und Bewegung ist man im Musikbunker gar nicht gewohnt und eine so gute Stimmung hat man selten auf einem Konzert! Da die Band selber von den Reaktionen im Publikum total begeistert war, hoffe ich sehr stark, dass sie für die Tour zum kommenden, dritten Album wieder hier Halt machen, ich bin auf jeden Fall wieder dabei!

Neue Scolopendra-Arten aus Südafrika

Peter Grabowitz, in der Arthropoden-Terraristik sicherlich kein Unbekannter, hat auf scolopendra.eu Bilder von zwei neuen Scolopendra-Arten aus Südafrika veröffentlicht. Die Tiere sind bisher scheinbar noch nicht bestimmt oder beschrieben, aber es handelt sich wohl definitiv um den Genus Scolopendra. Normalerweise ist Südafrika für seine Arten Cormocephalus bekannt.

Da es sich meines Wissens nach um Einzeltiere handelt, stehen diese nicht zum Verkauf, darum sind anfragen an Peter bezüglich dieser Tiere sinnlos. Dennoch finde ich die beiden Tiere verdammt schön und die Bilder hoch interessant für das Hobby! © Bilder: Peter Grabowitz http://www.polyped.de/

Neues soziales Netzwerk für Terraristen

Nachdem die englischsprachige Community Insectgeeks.com sicherlich schon dem ein oder anderen Terraristen bekannt sein dürfte, gibt es nun ein etwas allgemeineres Terraristik-Netzwerk in deutscher Sprache: http://terrafans.com/
TerraFans! basiert auf WordPress µ mit dem Plugin BuddyPress. Laut Admin Jens soll demnächst auch noch ein BBPress installiert werden, damit man nicht nur auf das Pinbrett einer Gruppe schreiben kann. Zur weiteren Integration in das moderne Web 2.0 gibt es natürlich auch ein Twitter-Plugin für den eigenen Blog bei TerraFans!.
Zugegeben, wenn man Bulletin-Boards und andere soziale Netze gewohnt ist, mag das System um WordPress µ und BuddyPress etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber es erfüllt seinen Zweck doch sehr adäquat! Mal sehen, wie die Integration von BBPress funktioniert, bei mir daheim in einer Test-Installation hat dies nicht so recht geklappt… /:

Auf dem Weg zur Steampunk-Gitarre

Also ich stehe ja voll auf Streampunk. Noch bevor ich überhaupt wusste, dass dieser Stil einen eigenen Namen hat, wollte ich mein Sleeve-Tattoo als Biomech haben. Aber nicht in diesem Giger-Style, sondern wie in den alten Erzählungen von Jules Verne, mit Zahnrädern, Dampfmaschinen und so weiter.

Und nun habe ich mir ein neues Projekt vorgenommen: Meine alte, schwarze Gitarre wird nun auf noch älter getrimmt! Dabei habe ich gestern den ersten Schritt vollendet und sie erstmal „grundiert“. Sprich, sie ist nun entsprechend lackiert und wird nun noch weiter ausgebaut. Der Rost muss plastischer werden, es müssen noch Zahnräder an den Korpus und Kupferrohre sollen auch noch verlegt werden… Außerdem gefallen mir die Poti-Knöppe noch nicht, die werde ich wahrscheinlich in eine Holz-Optik pinseln.
Doch hier erstmal der erste Schritt in Bildern:

Wen es interessiert, mein Vorbild dafür ist hier zu finden: http://weburbanist.com/2007/11/11/extreme-urban-retro-10-creative-steampunk-designs-modifications-and-inventions/

Revision des Genus Hemiscolopendra

Ich bin hier über einen interessanten Abstrakt gestolpert. Rowland Shelley (kein unbekannter in der Myriopodologie) hat eine Revision des Genus Hemiscolopendra (Kraepelin, 1903) geschrieben. Der genaue Wortlaut des Abstrakts:

Hemiscolopendra Kraepelin, 1903, is a monotypic genus. Its sole species, H. marginata (Say, 1821), possibly misidentified in older publications as Scolopendra morsitans L., 1758, and S. pachygnatha Pocock, 1905, occurs from the southern Atlantic Coast of the United States to west Texas, in the east/west dimension, and, north/south, from southern Ohio-Illinois to Chiapas, Mexico. Individuals throughout this area vary through the same limits, proving that they are conspecific. Akymnopellis, n. gen., is erected to accommodate the South American species previously assigned to Hemiscolopendra – chilensis (Gervais, 1847), laevigata (Porat, 1876), and platei (Attems, 1903). Two new synonymies are proposed – Otostigma michaelseni Attems, 1903, under A. laevigata, and Hemiscolopendra perdita Chamberlin, 1955, under A. platei.

Zusammengefasst: Der Holotyp Hemiscolopendra marginata wurde vielleicht in älteren Publikationen als Scolopendra morsitans und Scolopendra pachygnatha beschrieben und kommt an der südatlantischen Küste der USA bis zum Westen von Texas (West-Ost-Richtung) und von Süd Ohio-Illinois bis Chiapas, Mexiko (Nord-Süd-Richtung) vor. Diese Spezies bildet nach Shelley also nun den monotypischen Genus Hemiscolopendra mit der einzigen Art Hemiscolopendra marginata.
Die südamerikanischen Tiere werden nun dem neuen Genus Akymnopellis zugeordnet. So werden nun Hemiscolopendra chilensis -> Akymnopellis chilensis, Hemiscolopendra laevigata -> Akymnopellis laevigata und Hemiscolopendra platei -> Akymnopellis platei. Ebenso schlägt Shelley vor, dass Otostimus michaelseni unter Akymnopellis laevigata und Hemiscolopendra perdita unter Akymnopellis platei gefasst werden sollen.

Soweit die Informationen aus dem Abstrakt. Das vollständige Dokument gibt es für $25,- bei oben genannter Internet-Adresse. Doch ich denke für uns als Hobbyisten genügen die Informationen aus der Zusammenfassung. Die meisten hier dürften sich eh nicht für taxonomische und biologische Hintergründe zu dieser Revision interessieren q: