Wordpress-Blog mit Thumbnails


Ein schöner und bewährter Weg, um Informationen ansehnlich aufzubereiten, sind Bilder. Doch wenn man zu viele davon hat, zieht es die Ladezeit einer Homepage schnell wie Kaugummi in die Länge. Erst recht, wenn man keine Thumbnails verwendet, sondern die Bilder in voller Größe einfach nur mit Angabe von width– und height-Attribut des HTML img-Tags skaliert.

Klingt nun nach einer ziemlich kruden Lösung, aber ich muss gestehen, dass ich bis gerade auch noch so gearbeitet habe! Grund dafür ist die doch eher mangelhafte Thumbnail-Funktion von WordPress. Sicherlich kann mir das CMS/Blogsystem automatisch kleine Vorschaubildchen in unzähligen Formaten generieren. Doch woher soll ich nun wissen, wie die Thumbnail-Datei zu dem großen Bild meines Blogeintrags heißt? Auch dass nicht automatisch das erste Bild meines Artikels als Post-Image verwendet wird, ist nicht gerade das gelbe vom Ei. Dies konnte ich vor längerer Zeit aber schon mit einem kleinen Trick lösen.

Nun wollte ich – zu Gunsten der Ladezeiten – auch mal dafür sorgen, dass für die Vorschau eines Artikels ein verkleinertes Bild erzeugt wird. Unter den offiziellen Plugins von WordPress bin ich leider nicht fündig geworden. Doch etwas Recherche brachte mich bei Webdemar auf TimThumb!

Dieses kleine PHP-Script erlaubt es mir, beliebige Thumbnails für meine Bilder zu erstellen. Dabei kann ich Größe, Qualität, ob beschnitten werden soll, oder nicht und wo das Beschneiden ausgerichtet wird angeben. Natürlich werden die erstellen Thumbnails gecached, so dass auch wieder ein Geschwindigkeitsvorteil entsteht, weil die Bilder nicht bei jedem Aufruf generiert werden müssen.
Auf die Details in der Handhabung gehe ich nun nicht weiter ein, da bieten Webdemar, die Projektseite bei Google und der BinaryMoon-Blog genug Infos.

Ich für meinen Teil bin begeistert, nun muss ich nur noch Gravatars in mein Theme einbinden, und meine ToDo-Liste ist erstmal abgearbeitet!

http://code.google.com/p/timthumb/
http://www.binarymoon.co.uk/category/web-design/timthumb/

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Heavy Metal Blogs

Heute hat die Kombination $Beliebige_Musikrichtung und „Blog“ meist eine negative Behaftung. Meist denkt man an die Blogspots, die Links zu illegalen Download-Quellen bereitstellen.
Doch eigentlich sind Weblogs (Langform von „Blog“) ein richtig schönes Medium, damit der Fan seine Entdeckungen, Erlebnisse und natürlich auch Meinungen zu der Materie abgeben kann! Bei vielen der größeren, amerikanischen Seiten kann man sich ein Beispiel nehmen: Invisible Oranges, Metalsucks, Metalmaniacs oder Metalkult sind nur ein paar Beispiele für Metal-Blogs, die auf der freien Software WordPress basieren und eher als moderne Art des Fanzines funktionieren. Sie bieten frische Inhalte, ein zeitgemäßes Lesegefühl und wirken nicht so überladen, wie die klassischen Webzines, die man hier in Deutschland zu Hauf kennt: Metal.de, powermetal.de, vampster.com, bloodchamber.de oder neckbreaker.de.
Die Blogs sind meist einfach fokussierter auf einen Themenbereich und sprechen damit gezielt eine Interessensgruppe an, derweil Webzines versuchen flächendeckend zu sein.

Und das schöne an Blogs ist: Niemand erwartet hohes journalistisches Niveau auf dieser Webplattform! Hier kann der Fan ganz offen und gerne auch mal engstirnig seine eigene Meinung rauslassen, ohne auf Werbepartner zu achten oder der Masse nach dem Mund zu reden. Hier darf ein Konzertbericht auch nur aus fünf Sätzen bestehen, mit der abschließenden Bemerkung, dass man zu besoffen für den Headliner war. Auf einem Blog nimmt es auch niemand wirklich krumm, wenn man nur einmal im Monat etwas schreibt. Zum Beispiel sein neustes Lieblingsvideo von Youtube postet. Bei einem Webzine wären die Ansprüche und gutdeutschen Anforderungen da schon restriktiver, schnell vergisst der Leser, dass der Autor eigentlich aus Spaß an der Sache arbeitet.

Ein deutschsprachiger Blog (auch auf WordPress basierend), ist Possessed.de, das aber auch noch recht klassisch auf CD-Reviews beschränkt ist. Und auch einen relativ klassischen Fanzine-Charakter hat das Fatalgrind, das in Interviews, Reviews und News aufgeteilt ist.
Hingegen einen anderer, schöner Blog rund um den Heavy Metal mit privatem Touch, Fundstücken aus dem WWW und interessanten Konzertberichten findet man auf http://laerm666.wordpress.com/. Recht regelmäßig gibt es hier neuen Content, aber ganz ungezwungen und immer sehr locker zu lesen, wie es eben bei einem Fan-basiertem Medium sein sollte.

Doch warum gibt es gerade aus amerika so viele, teilweise doch recht erfolgreiche Blogs rund um das Thema Heavy Metal, hingegen kaum populäre Konterparts aus dem deutschsprachigem Raum? Wo Fanzines früher ein recht zeitaufwendiges und auch kostspieliges Unterfangen waren, sind Blogs heute ein schneller, unkomplizierter und kostengünstiger bis kostenloser Weg.
Moderne Blog-Software wie WordPress nimmt dem Benutzer einen Großteil der administrativen Arbeit an einer Homepage ab. Man muss kaum bis gar kein HTML mehr verstehen, um Geschichten wie Bilderupload kümmert sich die Software und auch die Strukturierung und Darstellung der Inhalte geschieht voll automatisch. Man muss sich also nur noch auf den Inhalt konzentrieren. Und dank vieler freien Themes sieht die Sache auch schnell schön aus.
Und dank kostenlosen Hostern wie wordpress.com, blogspot.com oder Blog.de kostet es auch nichts, wenn man einfach mal einen Blog „für zwischendurch“ aufsetzten will. Will man etwas ambitionierter sein, ist eine Domain und etwas Webspace auch kostengünstig bei den großen Anbietern zu haben.

Doch worüber soll man bitte auf einem Blog schreiben? Was man will! Deine Lieblingsband hat einen neuen Sänger? Das ist doch einen Beitrag wert! Dir gefällt die letzte Scheibe von Band X nicht? Dann schreib doch, warum sie die nicht gefällt! Du warst auf einem Konzert? Dann erzähl dem Web, wie es war! Deine persönlichen Neuerscheinungen dieses Jahr? Her damit! Ein Mailorder hat ein gutes Angebot? Das könnte auch andere interessieren! Und in der Regel sind Bands auch immer offen, wenn man ein Interview mit ihnen machen will. Gerade, wenn die Band nicht durch ein dickes Label gemanaget wird, freut sie sich immer über Support!

An dieser Stelle lohnt sich mal ein Blick in die oben genannten Metal-Blogs. Da steht zwischen exklusiven Video-Premieren einfach mal eine satirische Meldung über eine neue Mode-Linie von Burzum, ein paar Bildern von einer kommenden Vinyl-Veröffentlichung oder einer mutigen Prognose über die Zukunft des Death Metals.
Wie gesagt, alles kann, nichts muss. Und vielleicht ist einfach schon die Verbreitung von einem dieser Beiträge einen eigenen Blogpost wert (;

Monsters

Für das Foto eines glücklichen Kindes bekommt man allerhöchstens ein paar nette Worte der Mutter. Für das Foto eines im Kampf getöteten Kindes gibt es ein passables Taschengeld von den Medienmogulen dieser Welt. Darum macht sich unser Protagonist Andrew auch auf den Weg in das Krisengebiet der „infizierten Zone“, auf die Suche nach ein paar tragischen und blutigen Schnappschüssen. Blöd nur, dass er die Tochter seines Chefs aus dieser Zone rausbringen soll und deswegen seine Bilderjagd hinten an stellen muss!
Natürlich verläuft die simple Aufgabe „bring das Mädchen zur Fähre und sorg dafür, dass sie von Mexiko in die USA zurück kommt“ nicht ganz so wie eingehend geplant. Doch es gibt ja noch die etwas teurere und leider auch gefährlichere Variante „durch die infizierte Zone“. Rock’n Roll, denkt sich der Zuschauer! Habe ich etwa vergessen zu erwähnen? In der „infizierten Zone“ hausen haushohe, außerirdische Tintenfische, die nur zu gerne einen menschlichen Snack genießen! Doch dieses kleine Detail ist auch eher unwichtig für „Monsters“, denn die Tentakelwesen erscheinen auch mehr nebenläufig! Wer sich von Beschreibungen wie „‚Cloverfield‚ trifft auf ‚District 9‚“ hat missleiten lassen, wird schnell zum warten auf Godot verdonnert.
So warteten auch meine Frau und ich. Sie darauf, dass der Film endlich vorbei ist. Ich darauf, dass endlich die Sushi-Action anfängt. Beide warteten wir vergebens. „Monsters“ plätscherte nur so vor sich hin. „Metaphysisch“ mag der wohlgesonnene Arthouse-Fanatiker denken. Doch für Kunst waren die Monster zu billig animiert, das Ende zu kitschig. Die plakative Frage „wer ist hier das Monster“ wird zu früh und zu offensichtlich dem Hörer aufgezwungen. So ein Käse!
2/10 Punkte

http://www.imdb.com/title/tt1470827/