Hassobjekt: Klare Jewelcases

Nun muss ich mir aber mal Luft machen: Durchsichtige Jewelcases sind einfach nur scheiße! Zugegeben, sie sehen nett aus, wenn eine Band das Artwork wirlich um eine Dimension erweitert und das neu gegebene Potential der Verpackung richtig ausnutzt. Doch wenn man die Rückseite des Inlays einfach nur einfarbig mit einem dummen Spruch wie „Death Fucking Metal“ bedruckt, ist es unnötig wie ein Kropf. Und dann hat man von einem klaren Jewelcase nur noch den dicken Nachteil: Wenn man das Teil ein Mal (!!) fallen lässt, brechen direkt alle Zinken ab, die eigentlich die CD in der Hülle halten sollen. So ein Mist passiert bei einfachen schwarzen Trays nicht!

Eigentlich kein großes Ding, wie ein Arbeitskollege schon meinte: „Heute Kosten so Jewelcases doch nichts mehr…“ – Dennoch kotzt es mich an! Mindestens genau so sehr, wie die Kollegen vom Vampster die Booklet-Stomper (Teil 2) (eigentlich ja Booktlet-Stopper, aber ich finde Stomper passender…) oder FSK-Logos zum Kotzen finden.

So, das musste mal gesagt werden!

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Musik-Sammler.de

Ich bin ja bekennender Musik-Sammler. Ich finde, eine gute Band hat den Support durch den Kauf eines Tonträgers verdient, immerhin entstehen Label und Band immense Kosten, die gedeckt werden müssen. Sonst rentiert sich die Arbeit an einem Tonträger nicht und ob dann ein weiteres Album folgen würde, ist fraglich.
Und außerdem bin ich ein Fan von physikalischen Medien: Ein nettes Coverartwork, interessantes Booklet oder noch besser: Ein schick aufgemachtes Digipak! Bei Vinyl-Veröffentlichungen kommt hinzu, dass das Cover in anderen Dimensionen wirken kann, als auf einer kleinen CD.
Für mich kommt bei einer Schallplatte auch wieder ein anderer Musik-Genuss zum tragen: Das Ritual des Auflegens und Wendens der Schallplatte gibt mir einen komplett anderen Bezug zu der Musik, als das einfache Doppel-Klicken einer MP3-Datei, ich widme einer Schallplatte einfach mehr Aufmerksamkeit. Welches Medium nun das „beste“ sei, ist eine philosophische Frage. MP3s sind einfach praktischer für unterwegs, Vinyl haben einfach eine gewisse Faszination für mich und viele andere Musik-Freunde.

Früher oder später kommt man dann auf den Gedanken, dass man seine Sammlung von CDs, LPs, Promos und anderen Tonträgern mal irgendwie erfassen sollte. Anfänglich habe ich alles in einer Excel-Liste erfasst. Als mein Verständnis von relationalen Datenbanken größer wurden in einer Access-DB. Und später habe ich mir mal die Mühe gemacht, alle meine Tonträger in GCStar einzupflegen. Ein sehr schönes Programm, was viele Informationen vorhalten kann.

Doch nun bin ich über eine Webseite gestolpert, die das Katalogisieren einer Musik-Sammlung online und mit einer Community ermöglicht: Musik-Sammler.de
Musik-Sammler.de ist auf physikalische Medien ausgelegt: CDs, Schallplatten oder Kassetten. Digitale Medien werden nicht berücksichtigt, da eine permanente Existenz nicht gewährleistet ist und man auch zwischen legalem und illegalem Besitz unterscheiden kann.
Das Verwalten von einzelnen Medien geschieht global. Wenn ein Benutzer einen Tonträger in die Datenbank eingetragen hat, kann man diesen Eintrag seiner Liste hinzufügen. Vorhandene Einträge kann man über EAN-Nummer, Künstler, Album-Titel oder Song-Name finden.
Wenn ein Album noch nicht in der Datenbank ist, kann man einen neuen Eintrag anlegen. Dazu benötigt man – sofern vorhanden – die EAN/UPC-Nummer, die ein Medium eindeutig identifizieren kann. Anschließend gibt man die Art der Veröffentlichung an: Album, Sampler oder Split. Danach kann man den Interpreten, den Album-Titel, das grobe Genre und entsprechende Subgenre angeben und das Trägermedium auswählen. Dabei stehen für CD, Vinyl oder DVD noch weitere Unterteilungen z.B. LP-Box, Picture-Vinyl, SACD, Promo-CD, Blue-Ray Disc, o.ä. zur Verfügung.
Über eine Disk-ID, die man z.B. auf freedb.org finden kann, kann man Titel-Informationen aus der Free-DB übernehmen oder von Hand eintragen.
Zusätzlich kann man noch allgemeingültige Angaben z.B. zur Vinyl-Färbung, Limitierung o.ä. machen und „persönliche“ Informationen wie Kaufpreis, Kaufort, Zustand oder persönliche Anmerkungen machen.
Schon ist der Datensatz für jeden Sammler zugänglich und automatisch der Diskografie eines Künstlers zugeordnet.

Die eigene Sammlung kann man veröffentlichen und in verschiedenen Formaten darstellen lassen. Neben der „wirklichen“ Sammlung kann man auch einen Einkaufszettel anlegen, auf dem gewünschte Tonträger vermerkt werden.
Darüber hinaus kann man Tonträger auch zum Verkauf anbieten, oder auf dem „Flohmarkt“ suchen.

Als nette Spielereien kann man sich in der Jukebox eine zufällige Auswahl an Alben generieren lassen, wenn man mal nicht weiß, was man nun hören soll und in der Statistik einen Überblick über seine eigene Sammlung verschaffen: Anzahl von Alben in bestimmten Formaten, wenn man den Kaufpreis angegeben hat, wie viel man bisher für seine Sammlung ausgegeben hat, Top Künstler oder Gewichtung der Genre in der Sammlung.
Wenn man seine Sammlung nicht nur im Internet verwalten will, kann man sie auch im CSV-Format exportieren und z.B. mit Excel importieren.

Der Nachteile von Musik-Sammler.de ist der fehlende Import. Zugegeben, ohne die EAN-Nummer ist es schwer zu sagen, von welchem Label oder aus welcher Auflage ein Album stammt. Doch so muss ich meine komplette Sammlung quasi nochmal durchforsten um die richtigen Einträge in meine Online-Sammlung einszustellen…

Musik-Sammler.de

LP – CD – MP3 ?

Bei meinem Umzug letzte Woche Freitag ist mir erstmal aufgefallen, dass ich im Laufe der Zeit so einige CDs angesammelt habe. Und einem meiner Umzugshelfer ist dabei auch aufgefallen, dass diese Menge an CDs ebenso eine gewisse Masse haben. Und diese Masse machte sich auf dem Weg in den 5. Stock schon deutlich in den Armen von uns allen bemerkbar!

So kam es, dass als bald die Frage kam:

Warum hast du so viele CD? Das passt doch alles auf eine 3,5″ Festplatte!!

– Und in der Tat, für einen kurzen Moment musste ich schon überlegen! Auf Grund meines Kaputten CD-Spielers habe ich in letzter Zeit vermehrt meine Alben als MP3 über meinen Computer konsumiert…

Doch jeder Zweifel war schon am folgenden Tag wieder wie weggeblasen, als ich meine CDs ausgepackt habe: Viele scheinbar vergessene Schätzchen kamen wieder zu Tage, wunderschöne Cover-Bilder taten sich vor mir auf und stellenweise bin ich auch in aufwendig gestalteten Digipaks und Booklets versunken. Alles Eigenschaften, die mir eine MP3 nicht bieten kann und für mich ein definitiver Grund sind, weiterhin bei CDs zu bleiben. Und bei richtig guten Covern, wie z.B. von Dan Seagrave, lohnt sich dann nochmals mehr der Kauf einer Schallplatte, auf der man das Bild dann in vollen 12″x12″ sehen kann!
Außerdem beschäftigt man sich meiner Meinung nach auch weitaus intensiver mit Musik von Schallplatte, als vom Rechner. Alleine schon das Auspacken und Auflegen wird zum Ritual, was beim plumpen Klick’n Drag’n Drop verloren geht!

Wie gut, dass ich einen neuen CD-Player, und in der neuen Wohnung alle Medienabspielgeräte strategisch günstig aufgestellt habe!