Google Drive Android-App im Offline-Modus?

Ich bin Berufspendler. Doch leider ist das Funknetz zwischen meinem Heimatort Aachn und meiner Arbeitsstelle in Düren auf der Bahnstrecke eher suboptimal. So habe ich auf diesen knapp 30km immer wieder Ausfälle des mobilen Internets. Doch das sollte eigentlich nicht weiter stören, man kann auch mal 20 Minuten offline sein, ohne direkt zu sterben (;

Was mich hingegen schon ziemlich stört: Wenn ich während der Bahnfahrt Notizen über die Google Drive App für Android machen will. Hat diese Anwendung keine Verbindung zum Internet, kann ich nicht mal lokal ein Dokument erstellen, geschweige denn editieren und dann später – bei bestehender Internetverbindung – in die Cloud hochladen. Mal im Ernst, was soll das bitte? Ich lade mir knapp 7,5 MB auf mein Smartphone, damit ich nur online damit arbeiten kann? Was soll der Crap?

Und sicherlich ist mir bekannt, dass ich einzelne, bestehende Dokumente auch offline verfügbar machen kann. Ich will aber – verdammt noch mal – ein neues Dokument erstellen und nicht in einem völlig anderen rumwursteln!

Advertisements

Lex Google – Das Leistungsschutzrecht

Nach Netzsperren und dem JMStV droht dem Internet schon wieder eine Gefahr aus der deutschen Regierung: Das Leistungsschutzrecht.

In diesem „Lex Google“ sollen den Presseverlägen – durch vage Definitionen formuliert – mehr Schutzrechte eingeräumt werden. Bereits die Verwendung von kleinste Textauszüge sollen demnach vergütet werden. Solche Exzerpte, wie man sie aus den Suchergebnissen von Google oder der Linkvorschau von Facebook oder Twitter kennt.

Dies soll natürlich nur für kommerzielle Angebote gelten. Doch selbst private Blogs, die mit AdWords oder Flattr ein klein wenig ihre Kosten decken wollen, zählen hierbei schon als geschäftliche Anbieter.

Entsprechend könnte das geplante Leistungsschutzrecht fatale Folgen für „unser“ Internet haben. Immerhin lebt das Web2.0 größtenteils durch das Verlinken und Teilen von Inhalten. Doch gerade damit begibt sich der private Schreiber nun auf gefährliches Terrain. Mit jedem Zitat und mit jedem Link muss man nun einen Abmahnanwalt fürchten.

Diese potentiellen Gefahren sehen viele. Spon, Zeit , Golem, selbst Musik-Medien wie Metal4.de berichten kritisch über den Referentenentwurf. Eine Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht, kurz IGEL wurde ins Leben gerufen. Und das Zentrum für Digitalen Fortschritt gibt den Internetpublizisten zwei nützliche Werkzeuge an Hand: Einen Linkshortener und ein WordPress-Plugin, das potentiell gefährliche Verlinkungen zunächst auf eine Landingpage umleitet. Diese Tools will ich jedem Blogger ans Herz legen. Alleine schon, um die Leser für die möglichen Ausmaße zu sensibilisieren…

http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/
http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht_f%C3%BCr_Presseverleger

Chrome Apps – Was soll das?


Google hat nun seinen eigenen Chrome Web Store eröffnet und springt damit auf den aktuell angesagten App-Zug auf.

Testweise habe ich mir mal ein paar kostenfreie „Applikationen“ installiert. Das Ergebnis: Auf der „Neuer Tab“-Seite erscheinen nun große Icons der installierten „Programme“, in meinem Fall Remember The Milk, GMail, Google Reader, Google Calendar und Grooveshark.

Doch wenn man dann auf die Anwendungsbilder klickt, öffnet sich die normale Webseite regulär ein einem neuen Tab, wie es auch geschieht, wenn man auf ein Bookmark klickt. Da es für fast alle der von mir genannten „Apps“ aber auch Chrome-Erweiterungen gibt, die wesentlich mehr Funktion bieten (z.B. Anzahl der neuen Artikel im Feedreader), frage ich mich nach dem Sinn hinter der ganzen Geschichte?
Einzig nettes Feature, was ich bei den „Apps“ entdecken konnte: Über einen Rechtsklick auf das Icon kann man die Webseite als „Pinned“ Tab öffnen lassen. Dadurch wird nur das Favicon der Webseite im Tab angezeigt und der Seitentitel entfernt. Das spart ein wenig Platz in der Tabulatorleiste, das war es aber schon!
So bietet lediglich Tweetdeck einen wirklichen Mehrwert, weil man nun nicht mehr auf die AdobeAir-Laufzeitumgebung angewiesen ist.

Habe ich das tolle neue „App“-System nun einfach nicht verstanden, oder bietet Google hier wirklich nur eine Anbiederung an den aktuellen Hype nach iPhone und iPad mit seinen tollen „Apps“?

Netzwerken

Gestern ist uns aus irgendeinem Grund der Router einfach abgestürzt. Eigentlich nichts besonderes und auch nicht weiter schlimm, einfach mal eben die O2 Zyxel-Box neu gestartet und schon konnten wir wieder ins Internet. Doch leider hat es beim Reboot irgendwie die Web-Oberfläche zerschossen! Sowohl per Browser wie auch per Ping war die Konfigurationsoberfläche nicht erreichbar!

Nach langer Recherche fand ich den Hinweis, dass ein hartes zurücksetzen auf Werkseinstellungen das Problem löst – und siehe da: Die Weboberfläche des o2 Zyxel-Routers ist wieder erreichbar!

Da bei uns in letzter Zeit das Internet ein wenig träge war (z.B. Ping auf Google.com in 2000ms), habe ich direkt mal den Google DNS (8.8.8.8) in den Router eingetragen und schon habe ich ein Ping auf Google.com von nur noch 24ms!

Und wenn ich schon mal am Netzwerk arbeite, konnte ich auch direkt unseren neuen Drucker für mich einrichten. Das schöne Teil ist ein Canon Pixma MX 700, ein Netzwerk-All-In-One Monster. Out-Of-The-Box klappt Scannen über das Netzwerk ohne Probleme, mein Xsane erkennt den Scanner und holt sich sehr zügig die Daten. Nur Drucken ging nicht, da der Drucker nicht mit dem Standard-CUPS-Server von Ubuntu angesprochen werden kann.
Zum Glück hat mein Arbeitskollege sich rangesetzt und in seinem Blog beschrieben, wie man die BJNP-Treiber unter Ubuntu einrichtet. Danke nochmal dafür!

Aus dem Web

Heute flattern mir direkt zwei mehr oder minder interessante, oder zumindest hier erwähnenswerte Nachrichten in meinen Feed-Reader. Darum habe ich sie mal zu einem eigenen Beitrag zusammengefasst:

1. Goosh
Linux-User kennen das: Auch wenn es für alles ebenfalls eine GUI gibt, ist man immer noch schneller über die Konsole. Und das gleiche hat sich Stefan Grothkopp gedacht, der kurzerhand in JavaScript eine Konsole rund um die Welt von Google gebastelt hat. Das Ergebnis ist die Google Shell, kurz Goosh: http://goosh.org/
Interessantes Spieltzeug, aber wohl eher als Proof-Of-Concept zu sehen, denn als wirkliche Alternative zum Original.

Danke an den Trompetenkäfer!

2. Facebook öffnet seinen Chat für Desktop-Clients
Diese Nachricht ist wohl auch interessanter für nicht Geeks (; Auch wenn man bisher den Facebook-Chat im Pidgin mit einem Plugin einbinden konnte, hat es nicht immer so sauber funktioniert und hat eben die Nachinstallation von besagtem Plugin vorausgesetzt.
Nun hat Facebook die Chat-Schnittstelle nach außen hin geöffnet und verwendet dazu das XMPP-Protokoll (Jabber). Also kann jeder Jabber-fähige Desktop-Client auch den Facebook-Chat einbinden.
Username: Der Accountname bei Facebook.
Server: chat.facebook.com
Passwort: Ratet mal (;
WICHTIG: Damit alles funktioniert muss „SSL/TLS“ deaktiviert sein!

Danke an Christoph von LinuxUndIch!