Leichte, grafische Twitter-Clients für Linux – Teil 2

Durch die Kommentare zu meiner letzten Suche nach einem geeigneten Twitter-Client, habe ich mir noch mal zwei weitere Programme genauer angeschaut.

Polly (ehemals als Schizobird bekannt): Ein Client, der auf die Verwendung mehrerer Accounts ausgelegt ist. Die Installation erfolgt über ein PPA, die Anmeldung mittels OAuth. Die Optionen erlauben das automatische Kürzen von URLs, optional erst ab einer bestimmten Länge und über drei verschiedene Dienste und diverse Konstellationen für Benachrichtigungen. Zur Darstellung der Tweets kann man unterschiedliche Streams erstellen. Die UI ist sehr simpel und überschaubar gehalten. Was mir etwas fehlt, ist die Markierung von ungelesenen Tweets seit der letzten Aktualisierung.

Hotot ist zwar nur als Alpha erhältlich, doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Über die Homepage bekommt man Hilfestellung für die Installation auf Windows, Mac, als Chrome-App und unter Linux. Für Ubuntu findet sich wieder ein PPA, wobei es auch eine gesonderte QT-Variante gibt. Andere Distributionen wie Debian und Fedora haben Hotot bereits in den Repositorys.
Bislang scheint dieser Client nur auf einen Account ausgelegt, der mittels OAuth verbunden wird. Die Oberfläche wirkt sehr modern und kann mit Themes und Effekten noch etwas gepimpt werden. Für Medien gibt es eine Vorschau-Funktion und es stehen drei Dienste für Bilder-Upload zur Auswahl.
Die Darstellung der Informationen erfolgt auch über recht freie Streams, die man auch individuell mit Benachrichtigungen und automatischen Updates versehen kann. Bei aktivierten Effekten ist der Wechsel zwischen den einzelnen Strömen sehr schick anzusehen.
Interessantes Feature von Hotot, sind seine Plugins. Da gibt es eine Content Firewall, Darstellung der Geodaten über GMap, einen Übersetzungsdienst, Statistiken oder Dienste zum später lesen wie Read-It-Later.
Wie auch bei Polly fehlt mir hier die Markierung von ungelesenen Tweets. Doch insgesamt gefällt mir das Look-And-Feel von Hotot so gut, dass es vorerst Turpial als Client abgelöst hat.

Alternativ wurde auch die Verwendung des Twitter-Plugins für Pidgin vorgeschlagen, was ich vor langer Zeit auch mal probiert hatte. Doch hier fehlt es mir am komfort einer vollständigen Applikation. Retweets, Antworten, Suchen, Benutzerinteraktionen ist alles nicht möglich. Dann verwende ich doch lieber die Twitter-Homepage in einem permanent geöffneten Tab meines Browsers (;

One thought on “Leichte, grafische Twitter-Clients für Linux – Teil 2

  1. TTYtter: Twitter auf der Konsole « Fatal Technology

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