[Film] Hellboy 2 – Die Goldene Armee

Ich bin ja bekennender Comic-Fan! Vor allen Dingen jener Comics, die abseits des Alles-Wird-Am-Ende-Gut-Comics und Lupenreinen Superheldenfiguren von DC-Comics (z.B. Batman, Superman, etc.) und Marvel Comics (u.a. Spiderman, X-Men, Hulk, Ghostrider, etc.) sind. Da gefallen mir schon eher die DC-Subdivision Vertigo oder Dark Horse, aus welchem auch die Vorlage zu HELLBOY stammt!

Hier in Deutschland ist die Comic-Reihe zunächst beim Carslen Verlag (bekannt auch für Donald Comics und frühe Batman Paperbacks) und später bei Dirk „Bella B.“ Felsenheimers EEE – Extreme Erfolgreich Entertainment erschienen – beide Male mit eher mäßigem Erfolg…

Von dem 2004 erschienenen ersten Teil HELLBOY war ich mehr als positiv überrascht! Ich stehe ja eh auf dieses mystische Element, dass in diversen Geschichten immer wieder dem Dritten Reich angedichtet wird – nicht wegen des Nazi-Hintergrunds, sondern weil diese Mystik meist einen ziemlich düsteren, misanthropischen Beigeschmack hat! (An dieser Stelle noch mal ein zünftiges „NAZI PUNKS FUCK OFF!!!“ – sowohl von den Dead Kennedys, als auch von Napalm Death)
Entsprechend fand ich auch den Antagonisten (dessen Schauspieler übrigens auch in Pan’s Labyrinth das blinde Wesen gespielt hat) ziemlich knorke!

Doch braucht man den ersten Teil von HELLBOY nicht gesehen zu haben, um das Sequel HELLBOY 2 – Die Goldene Armee zu verstehen! Zum Beginn der Geschichte wird man nochmal über die Herkunft des „Hellboys“ aufgeklärt: 1944 wird ein Dämon bei einem Dimensionsportal gefunden und von amerikanischen Truppen adoptiert. 1955 setzt die Geschichte aktiv ein, als sein Ziehvater Bruttenholm ihm von der Geschichte um einen Krieg zwischen den fantastischen Lebewesen wie Elfen, Orks und Trolle und den Menschen erzählt. Um gegen den gierigen Menschen eine Chance zu haben, entwickeln die Trolle eine goldene Armee aus Kampfmaschinen, 70×70 an ihrer Zahl, die von den Elfen bemächtigt in den Krieg ziehen, wo sie ein erbarmungsloses Gemetzel veranstalten!
Nach diesem Kampf beschließt der Herrscher der Elfen, die Armee wegzusperren und die „Kontrolleinheit“ über diese Streitmacht – eine Krone – in drei Teile zu zerlegen, damit es niemals wieder so ein Blutvergießen gibt! Sein Sohn Nuanda begibt sich daraufhin ins Exil und schwört wieder zu kommen, wenn sein Volk ihn braucht!
Wieder im hier und jetzt taucht Nuanda wieder auf um die goldene Armee für den Kampf gegen die Menschen wieder zu reanimieren – wir arbeiten eh gegen diesen Planeten und verdienen der Ausrottung!
Wer könnte da besser Rettung sein, als Hellboy, seine Freundin Liz Sherman, der Fischman Abraham Sapien und der neue Chef der Sonderabteilung zur Untersuchung paranormaler Aktivitäten, Johan Krauss?

Und ab nun beginnt das Popkorn-Kino! Weniger Humorvoll, wenngleich immer noch mit einem coolen Spruch auf den Lippen haut sich unser rotes Monster durch die kurzweiligen 120 Minuten des Films und wirft den Menschen in den Kinositzen die nette ethische Frage an den Kopf: Ist der Mensch wirklich ein von Gier zerfressenes, niemals zufriedenes Etwas? – meine Antwort als verbitterter Nihillist ist klar „JA“, aber das ist nun nicht Bestandteil dieser Kritik, haha!
Zwei Liebesgeschichten innerhalb der Geschichte bringen für mich eine Nummer zu viel Schnulz in die Sache und die Geschichte um die Krone sie zu knechten, sorry, die goldene Armee zu kontrollieren, klingt eine Nummer zu einfallslos bei Tolkien entliehen. Dennoch: Obwohl ich eigentlich absolut kein Freund von dieser Fantasy-Kacke mit Elfen, Ogern, Orks und Trollen bin, war der Abend recht kurzweilig, wenn auch nicht sonderlich anspruchsvoll. – Aber mal ehrlich: Erwarten wir Anspruch von einem Comic-Action-Film?

Richtig witzig war die Person Johann Krauss, der einen deutschen Parapsychologiespezialisten ist. Diverse Anspielungen auf seine Herkunft und seine Erscheinung als „Gas-Wesen“ brachten eine gewisse Komik mit sich. Dass sein Schutzanzug braun ist, scheint ebenfalls ein kleiner Seitenhieb… hehe! Aber trotz dieses Witzes fand ich die Person selber schnell ziemlich nervig!

Schlussendlich bleibt für mich seichte Unterhaltung, die sich zu sehen nicht wirklich lohnt! Da verweise ich lieber noch mal auf den hervorragenden ersten Teil! Sich den Film anzusehen tut auf jeden Fall nicht weh, wenn er auch nicht essentiell ist…

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