Gestern veröffentlichte Canonical eine Nachricht, die schon bald durch die Blogosphäre schnellte und sicher für einiges Aufsehen sorgen wird. Ubuntu soll als Zweitsystem auf einem Android Smartphone funktionieren.
Im regulären Betrieb ist Android das aktive Betriebssystem. Wird das Telefon an ein Dock angeschlossen, startet Ubuntu und man kann mit seinen gewohnten Programmen arbeiten. Dabei werden die Apps vom Mobil-OS ebenso integriert, wie die Wifi-Settings, Kontakte und Nachrichten (SMS).
Weitere Informationen über die Hardware-Anforderungen dieser Ubuntu-Version bekommt man auf der offiziellen Seite von Canonical. Weitere Beiträge zu dem Thema finden sich auf Golem, LinuxUndIch oder OMG! Ubuntu. Darum werde ich hier nicht viel weiter schreiben.
Wer Ubuntu on Android in Aktion sehen mag, kann das in einer Video-Demo bei LinuxUndIch tun.
Irgendwie hatte ich mir meine Arch Linux-Installation auf meinem eee 701 zerschossen. Doch da ich das betagte Netbook aktuell schon ziemlich dringend brauche, musste schnell ein neues, funktionsfähiges Betriebssystem auf das Gerät.
Doch so einfach sollte dieses Vorhaben schlussendlich doch nicht sein. Man bedenke: Der eee 701 4G kam im Frühjahr 2008 heraus. Unter der Haube summt eine Intel Celeron CPU mit maximal 900MHz Leistung und eine gerade mal 4GB große SSD. Dass das minimale Display mit 7″ und gerade mal 800×480 Pixeln bei einer grafischen Installation nicht gerade vorteilhaft ist, war mir nur zu gut bekannt.
Wie bereits beschrieben, war der Android-x86er-Port nicht wirklich für den Produktivbetrieb geeignet. Lubuntu erschien mir ein leichtgewichtiges Ubuntu-Derivat für die Hardware. Doch nach der Installation rödelte das Netbook fünf Minuten rum und wartete auf die Konfiguration des Netzwerks. Das war es dann auch schon.
Das reguläre Ubuntu hatte seine Minimal-Anforderung an die Installation von 4,4GB nicht erfüllt. Von OpenSuse 12.1 bekam ich mit UNetbootin keinen bootfähigen USB-Stick hin. Fedora wollte mich die Festplatte nicht in ext2 formatieren lassen und bestand auf ext4. Damit hätte ich leben können, doch durch eine unhandled Exception ließ sich die Installation nicht abschließen.
Am Ende wollte Linux Mint 12 mit Codenamen “Lisa” gerade mal 3,3GB Festplatte für die Installation. Und machte somit den Sieger nach 4,4GB runtergeladenen Images und stundenlangem Fluchen. Die angepasste Gnome3-Oberfläche ist schick, wenngleich für Display und CPU nicht sonderlich zuträglich.
Mit dem gleichen Zeitaufwand hätte ich ein Arch Linux neu installieren können. Doch das wusste ich leider zuvor nicht. Bei Gelegenheit werde ich das wohl auch mal wieder machen. Doch solange ist Linux Mint ein gern gesehener Gast auf dem eee 701.
Irgendwie wollte meine ArchLinux-Installation auf meinem eee 701 nicht mehr. Scheinbar hatte ich eine Umstellung bei der Paketverwaltung nicht mitbekommen und das letzte Upgrade ging nicht mehr. Authentifizierung fehlgeschlagen, hieß es. Da ich aktuell kaum Zeit habe, mich intensiv mit der Problemlösung auseinander zu setzen, kam mir kurzerhand die Idee: Gibt es vielleicht eine Portierung von Android für mein Gerät? Google antwortete schnell, es gibt das Android-x86-Projekt. Dort stehen auch direkte Installations-ISOs für die eee-Reihe von Asus zur Verfügung. Den Rest des Beitrags lesen »
Von den Machern der GTD-Webanwendung Wunderlist gibt es ein neues Tool. Unter dem Namen Wunderkit soll es eine neu Art geben, das eigene Leben zu organisieren.
Von Arbeit bis zum Privatleben. Von Freunden zu Familie. Vom Desktop zum Mobiltelefon. Wunderlist erlaubt Dir fantastische Dinge zu erschafen, planen und erbauen. Zusammen.
Mit diesem Zitat schürt die Webseite Wunderkit.com schon seit längerem Neugierde. Bisher war diese “Revolution der Selbstorganisation” nur einem geschlossenen Benutzerkreis vorbehalten. Nun ist das Tool als public Beta zum Testen freigegeben worden.
Seit einem Monat und zwei Wochen lebe ich nun vegetarisch. Eine Umstellung in meinem Leben, die wirklich interessante Aspekte mit sich gebracht hat. Zum einen haben sich mir neue kulinarische Türen geöffnet. Sei es die sehr geniale Kochbuch-Reihe vom Ox-Magazin oder die Zeitschrift “Köstlich Vegetarisch” aus der ich am liebsten jedes Gericht nachkochen will. Aktuell fühle ich mich von den Möglichkeiten fast schon erschlagen. Doch so ist es immer noch besser, als dass ich am Ende dem Klischee gemäß nur noch Kohl und Tofu futtere, hehe!
Dennoch gibt es immer wieder Fragen, Vorwürfe und polemische Beleidigungen, die man über sich ergehen lassen muss. Eine Freundin meinte dazu mehr oder minder scherzhaft: “Mach doch einen FAQ und verweise dann einfach auf Deinen Blog!” – Nun, eigentlich keine so dumme Idee! Darum an dieser Stelle hier diverse Fragen und Unterstellungen, die mir bisher untergekommen sind… Den Rest des Beitrags lesen »
Eigentlich bin ich kein wirklicher Spieler. Dafür lassen mir Job, Freundin und tausend andere Hobbies einfach zu wenig Zeit. Doch gelegentlich habe ich schon das verlangen nach etwas spielerischer Zerstreuung. Düstere und atmosphärische Unterhaltung hat es mir an dieser Stelle – wie auch bei meinen anderen medialen Interessen – besonders angetan. Da kommt es mir gerade sehr gelegen, dass die Spieleschmiede Frictional Games bis Ende des Jahres 75% auf Amnesia: The Dark Descent geben.
So richtig neu ist das Indie-Spiel nun nicht. Es erschien bereits im September 2010. Doch der aktuelle Preisnachlass macht es für mich als Gelegenheitsspieler interessant. Über die Plattform Desura.com, das ähnlich wie Steam funktioniert, habe ich die gut 1,2GB-Spieledaten für unglaublich günstige €3,75 erworben. Die Anmeldung bei Desura ging schnell und unkompliziert. Die Bezahlung erfolgte simpel über Paypal. Und erfreulicherweise gibt es Amnesia: The Dark Descent auch für Linux auf 64 Bit.
Über Amnesia: The Dark Descent will ich gar nicht viel schreiben. Frictional Games umwirbt das Spiel selber mit den Worten: “Spiele dieses Spiel nicht, um zu gewinnen, sondern lass dich auf die Welt ein.” Der Gameplay-Teaser gibt einen guten Einblick in die beklemmende Atmosphäre des Spiels.
Eigentlich wollte ich mich als Halbzeitvegetarier versuchen. Doch nun habe ich bereits meine dritte, komplett fleischlose Woche hinter mir. Gerade in den ersten Tagen hatte ich noch einen unerklärlichen Heißhunger auf Leberwurst. Doch schnell hat sich auch dieses Verlangen relativiert.
Drei Wochen sind eigentlich keine sonderlich lange Zeit. Ich kenne genug Leute, die schon seit Jahren vegetarisch leben und daraus kein großes Thema machen. Doch gerade diese Anfangszeit hat mir bereits interessante Erkenntnisse und Erfahrungen vermittelt. Den Rest des Beitrags lesen »
Für viele ist ihr Fleischkonsum selbstverständlich. Der Discounter an der Ecke macht es und leicht, angepacktes Fleisch zu kaufen und nicht darüber nachzudenken, dass das Schnitzel vielleicht mal Augen und Fell hatte. Selber geschlachtet haben die Wenigsten. Warum sollte man da über die Herkunft unseres Steaks weiter nachdenken?
Doch diese Bequemlichkeit für uns hat ihren Preis. Nur zahlen nicht wir ihn, sondern die Tiere aus der Massenhaltung. Und selbst wenn man nur Biofleisch kauft, muss man sich im klaren sein, dass ein Lebewesen dafür sein Leben ließ.
Auch wenn ich selber noch nicht geschlachtet habe, habe ich schon mal ein Reh entbeint. Alleine diese Erfahrung hat mir einen etwas anderen Bezug zu meinem Essen gegeben. Dennoch liebe ich nach wie vor Fleisch. Komplett darauf verzichten will ich aktuell auch nicht. Eher erstrebe ich ein besseres Bewusstsein um meine Nahrung und meine Ernährung. An dieser Stelle hat mich die Bleilaus auf das Konzept der Halbzeitvegetarier aufmerksam gemacht.
Kein Verzicht, keine Dogmen, nur der bewusste Umgang mit der eigenen Ernährung. Anstatt gar kein Fleisch mehr zu essen, soll man zunächst seinen Konsum beobachten. Und dann erst mal auf die Hälfte reduzieren. Ohne irgendwelche Verpflichtungen kam man so einfach mal einen alternativen Lebensstil ausprobieren. Wenn es einen nach gewisser Zeit überhaupt nicht gefällt, kann man wieder in den alten Habitus zurückfallen. Oder man geht den nächsten Schritt zum Vollzeitvegetarier.
“Geteiltes Leid ist halbes Leid” – oder vielleicht besser ausgedrückt: “zwei halbe Vegetarier sind ein ganzer.”
Am besten funktioniert der Einstieg in den Halbzeitvegetarismus wohl mit einem Partner. Jemandem, der einen unterstützt, mit dem man gemeinsam Rezepte suchen und probieren kann, oder einfach im Wettstreit versucht, länger als der andere kein Fleisch zu essen.
Ich mag die Idee. Und gerade der Dezember bietet sich für mich förmlich zum Selbstversuch an. Wenn um Weihnachten schon so viel Fleisch gegessen werden muss, kann man im restlichen Monat auch ruhig mal mehr Gemüse essen. Ich hoffe, dass die Idee auf weitere Befürworter trifft!
Ich bin gerade mal Mitte zwanzig. Ich bin mit dem Internet groß geworden, arbeite als Software-Entwickler und will mein Android-Smartphone nicht mehr missen. Dennoch trotze ich bewusst einigen technisch-ermöglichten Bequemlichkeiten.
Zum Beispiel versuche ich Musik bevorzugt auf Vinyl zu kaufen. Das hat primär auch audiophile Gründe. Richtig bewusst ist mir dies auch erst geworden, als ich Obscuras “Cosmogenesis” zunächst nur als MP3 kannte und dann im Vergleich die LP-Version hörte…
Wenn ich von meinem Ghetto-Blaster absehe, habe ich heute seit über zehn Jahren mein erstes Kassetten-Deck bekommen. Von einem Arbeitskollegen, als Geschenk. Dieses Medium ist lange überholt und kann auch in klanglichen Qualitäten nicht mit CD, LP oder gar der digitalen MP3-Datei mithalten. Dennoch habe ich bewusst nach einem Tape-Deck gesucht und kaufe seit einiger Zeit auch wieder bewusst Demo-Kassetten.
Warum? Gerade durch Breitband-Internet-Anschlüsse und Plattformen wie Bandcamp, Myspace, Reverbnation und Co. ist eine Band doch heute nicht mehr auf dieses Verschleiß-behaftete, unhandliche Format angewiesen. Doch gerade deswegen wähle ich bewusst den Anachronismus. Das Internet hat es viel zu vielen Bands zu einfach gemacht. Viele Bands investieren nicht mehr genug Zeit und Mühe in ein Demo oder gar ein “Album-Release”.
Wie viele Porn- und Goregrind-Kapellen haben tausende digitale Splits und Alben rausgebracht? Doch hörenswert war keines davon. Wer hingegen den umständlichen Weg einer physikalischen Demo nimmt, erschafft eine künstliche Exklusivität des Materials. Er zeigt aber auch die eigene Wertschätzung seines Schaffens, dass er es eben nicht kostenlos weggibt, sondern für einen gewissen Betrag auf ein physikalisches Medium bannen lässt und für einen Gegenwert anbietet. Er erschafft eine andere Erwartungshaltung und Wertschätzung beim Konsumenten – oder zumindest mir.
Denn so ehrlich muss ich zu mir selber sein: Ich weiß einen Tonträger mit Artwork und haptischem Erlebnis mehr zu schätzen, als die digitale Datei auf meiner Festplatte.
Um meine ganzen Aufgaben zu organisieren, fertige ich für mein Leben gerne Listen an. Ich bin da nicht alleine, meine Bekannte Kat von Heimatschreibweh.de hat sich auch schon zu ihrerer heimlichen Leidenschaft bekannt. Und genau so gut kenne ich ein Dutzend weiterer Listen-affiner Personen.
Ob das eine gewisse Rollenspieler-Natur in mir widerspiegelt? Eigentlich kann ich RPGs nichts abgewinnen, muss aber gestehen, dass ich in diesem Sammeln und sortieren von Aufgaben eine gewisse Analogie zum “Erfüllen von Quests” sehe. Und manches Mal wünschte ich mir, anstelle des verdreckten Katzenklos oder stinkenden Müllsacks müsste ich einen Kerker voller wandelnder Untoter bezwingen. Das erscheint mir oft die angenehmere Alternative…
Wie dem auch sei, bisher war ich relativ oldschool unterwegs. Blatt Papier und Stift waren meine Waffen der Wahl – ob nun ein Pen’n Paper-Bezug angebracht wäre? Doch auf Dauer erschien mir der ökonomische und ökologische Aspekt dieses Vorgangs etwas unpassend. Irgendwann entdeckte ich dann den Web-Service Remember The Milk für mich. Eine feine Sache, nur hat dieser Service nach Anschaffung eines Smartphones einen kleinen Haken: Die passende Android-App benötigt einen Pro-Account bei RTM, der mal eben mit $25 pro Jahr zu Buche schlägt. In Anbetracht der entgegen gebrachten Leistung ist der Preis zwar durchaus adäquat, aber warum soll man nicht mal nach Alternativen schauen? Und genau das habe ich gemacht!